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Bachelorstudium Verfahrenstechnik
Verfahrenstechnik beschäftigt sich mit der gezielten Umwandlung von Stoffen durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse. Sie ist überall dort gefragt, wo aus Rohstoffen Produkte entstehen – etwa in der Energieversorgung, der Lebensmittelproduktion oder der Umwelttechnik. Das Bachelorstudium verbindet Inhalte aus Maschinenbau und Technischer Chemie und vermittelt ein breites ingenieurwissenschaftliches Fundament. Der neue, zukunftsorientierte Studienplan legt besonderen Wert auf Anwendungsbezug, Nachhaltigkeit und interdisziplinäres Denken. Studierende erwerben Kompetenzen, um komplexe Prozesse systemisch zu analysieren und weiterzuentwickeln – mit dem Ziel, Ressourcen effizient zu nutzen, Emissionen zu reduzieren und innovative Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Klimawandel und Energiewende zu gestalten.
Die Ausbildung erfolgt in folgenden Themengebieten:
- Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen
- Grundlagen Maschinenbau
- Thermodynamik und Strömungslehre
- Verfahrenstechnik
- Grundlagen der Chemie
| Studienkennzahl | UE 033 273 - Verfahrenstechnik |
|---|---|
| Verwandte Studienrichtungen | UE 033 290 - Technische Chemie UE 033 266 - Umweltingenieurwesen |
| Studiendauer | 6 Semester |
| Umfang | 180 ECTS |
| Sprache | Deutsch |
| Abschluss | Bachelor of Science (BSc) |
| Empfohlene Semestereinteilung | Verfahrenstechnik, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster |
Studien-VoR-Phase
Für das Bachelorstudium Verfahrenstechnik gibt es kein Aufnahmeverfahren. Stattdessen müssen Sie sich vor der Zulassung in der so genannten Studien-Vorbereitungs- und Reflexionsphase (Studien-VoR-Phase) mit den Inhalten des Studiums auseinandersetzen.
Self-Assessment
Das Self Assessment ist ein verpflichtender Bestandteil der Vor-Phase. Sie können das Self Assessment, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster auch unabhängig von der VoR-Phase (z.B. davor) zur Selbstreflektion durchführen. Nach absolviertem Self-Assessment erhalten Sie einen Inskriptions-Code. Sollten Sie sich für das ausgewählte Studium entscheiden und sich bei uns bewerben, müssen Sie dieses Assessment nicht erneut machen, sondern lediglich den erhaltenen Inskriptions-Code im Rahmen Ihrer VoR-Phase bekanntgeben.
Weitere Informationen zum Studium
Begeisterung und Interesse an der Entwicklung von technischen Lösungen und Prozessen zur effizienten und umweltschonenden Produktion. Die Bereitschaft, neue Methoden und Herangehensweisen sowohl im Labor durch Versuche als auch durch Berechnungen und Modellierungen zu erarbeiten.
Mathematisches Verständnis und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sind von Vorteil. Teamfähigkeit, Neugierde und Kreativität zählen zu den Schlüsselkompetenzen, die zukünftige Studierende der Verfahrenstechnik mitbringen sollten, um erfolgreich zu sein.
Außer der allgemeinen Hochschulreife (Matura) sind keine formalen Voraussetzungen für die Zulassung erforderlich. Sollte Darstellende Geometrie nicht im Rahmen der schulischen Ausbildung absolviert worden sein, muss man bis zum Abschluss des Bachelorstudiums eine Zusatzprüfung an der TU Wien ablegen. Die mathematischen Kenntnisse können im Angleichungskurs Mathematik aufgefrischt werden – für diesen Kurs werden auch ECTS im Rahmen der freien Wahlfächer angerechnet.
Dank der interdisziplinären Ausbildung eröffnen sich vielfältige berufliche Möglichkeiten. Verfahrenstechniker_innen bringen die nötige Kompetenz mit, um komplexe Prozesse zu verstehen, unterschiedliche Fachbereiche zu verknüpfen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Klassische Einsatzbereiche sind die Chemie-, Energie-, Pharma-, Baustoff-, Papier- und Lebensmittelindustrie. Gleichzeitig gewinnen zukunftsorientierte Felder wie Umwelttechnik, Wasserstoffwirtschaft und Recycling zunehmend an Bedeutung.
Typische Aufgaben sind zum Beispiel:
- Forschung und Entwicklung
- Entwicklung und Optimierung von Produktionsprozessen
- Planung, Bau und Inbetriebnahme von Anlagen
- Betrieb, Überwachung und Wartung verfahrenstechnischer Anlagen
- Projekt- und Anlagenmanagement
- Sicherheitstechnik, Störfallvorsorge und Umweltschutz
- Abfallmanagement und Recycling
Die Jobchancen für Absolventen der Verfahrenstechnik an der TU Wien sind sehr gut. Die Bezahlung ist attraktiv und kann mit der Berufserfahrung deutlich ansteigen. Absolventen haben die Möglichkeit, in spannenden und herausfordernden Bereichen zu arbeiten, die einen direkten Einfluss auf die technologische Entwicklung und den Umweltschutz haben.
An der TU Wien können Sie nach dem Abschluss Ihres Bachelorstudiums Verfahrenstechnik eines der folgenden Masterstudien ohne Auflagen zur Vertiefung wählen:
- Masterstudium Biomedical Engineering (englischsprachig, interfakultär)
- Masterstudium Computational Science and Engineering (englischsprachig, interfakultär)
- Masterstudium Materialwissenschaften (deutschsprachig, interfakultär)
- Masterstudium Verfahrenstechnik und nachhaltige Produktion (deutschsprachig, interfakultär)
Eine Zulassung zu den folgenden Studienprogrammen ist unter eventueller Vorschreibung von Auflagen möglich:
- Masterstudium Maschinenbau (deutschsprachig)
- Masterstudium Physikalische Energie und Messtechnik (deutschsprachig)
- Masterstudium Umweltingenieurwesen (deutschsprachig, interfakultär)
- Masterstudium Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau (deutschsprachig)
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Verfahrenstechnik studieren an der TU Wien - Erfahrungsberichte & Infos
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Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften – Imagineering Nature