Mobilität am Land flexibel denken

Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung lebt im ländlichen Raum, der geprägt ist durch die Abhängigkeit vom Auto, einen hohen Motorisierungsgrad, weite Distanzen und ein eingeschränktes öffentliches Verkehrsangebot. Gleichzeitig wird die Aufrechterhaltung der Versorgungsinfrastruktur zunehmend schwieriger. Somit verringern sich die Mobilitätschancen – also die Optionen der sozialen Teilhabe und sich ohne PKW von einem Ort zum anderen bewegen zu können. Besonders Frauen sind betroffen, da sie komplexere Wege haben, seltener ein Auto nutzen können und wirtschaftlich benachteiligt sind. An diesen Herausforderungen und Potenzialen setzt das Vorhaben MobiFlex an, mit dem Ziel, die Versorgungsqualität zu steigern und somit die Autoabhängigkeit sowie damit verbundene negative Effekte zu reduzieren. Ko-kreativ mit Frauen* und mit den involvierten Pilotgemeinden sollen Konzepte zu Mobilitäts- und Standortservices (MobiFlex-Pakete) entwickelt werden, die Maßnahmen für eine gendergerechte Mobilität am Land enthalten und die Mobilitätschancen angleichen können. Anhand eines Methoden-Mix aus Sozialer Netzwerkanalyse, Mobilitätstagebuch, Spaziergänge und Workshops sowie die Einrichtung einer Nutzerinnen*begleitgruppe wird die Mobilität von Frauen* am Land holistisch abgebildet. Für die Mobilität von Frauen* im ländlichen Raum werden dabei fünf genderrelevante Bausteine herangezogen und ko-kreativ konzipiert und getestet: (a) Genderspezifische Mobilitätsberatung nach Zielgruppen, (b) Gender und Alltagswege, (c) Gender und Shared Mobility, (d) Gender und Bedarfsverkehr und (e) Genderspezifische Mobilitätskommunikation im Rahmen des Realexperiments.

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