© PIM TU Wien
CIRCLOOPS
Langtitel: Circular value systems for human-centered, data-driven, and scalable resource loops
Zuordnung zu unseren (IMW) Forschungsschwerpunkten:
- Datengetriebene Instandhaltung und Asset Management für Industriekomponenten
- Digitaler Produktpass (DPP) als aktives Entscheidungs- und Steuerungsinstrument
- Entscheidungsmodelle für zirkuläre End-of-Life-Strategien (Reparatur, Refurbishment, Remanufacturing, Wiederverwendung, Recycling)
- Interoperabilität und Daten-Governance über industrielle Systeme und Unternehmensgrenzen hinweg
Fördergeber: FFG Ressourcenwende 2025 (transnationales EUREKA-Kooperationsprojekt)
Laufzeit: 01.06.2026 – 31.05.2029 (36 Monate)
Kurzfassung:
CIRCLOOPS entwickelt den Digitalen Produktpass (DPP) von einem Nachweisdokument zu einem aktiven Entscheidungsunterstützungsinstrument für End-of-Life-Strategien bei langlebigen Industriekomponenten weiter. Das Projekt pilotiert zirkuläre Wertschöpfungsnetzwerke unter Realbedingungen, mit besonderem Fokus auf Großkomponenten aus Bahntechnik und Maschinenbau. Kern ist ein datengetriebenes Entscheidungsmodell, das Zustands-, Nutzungs-, Kosten- und Umweltdaten kombiniert. Damit können Unternehmen fundierte Entscheidungen zwischen Refurbishment, Remanufacturing, Wiederverwendung und Recycling treffen. Die TU Wien entwickelt die methodische Grundlage und bringt sie in ein transnationales EUREKA-Konsortium mit Partnern aus vier Ländern ein.
Ergebnisse:
CIRCLOOPS liefert eine validierte Methodik und Referenzarchitektur, die den Digitalen Produktpass zu einem nutzbaren Entscheidungsunterstützungs-Tool über den gesamten Produktlebenszyklus macht:
- Ein methodisch validiertes, DPP-basiertes Entscheidungsmodell zur Auswahl von End-of-Life-Strategien (Reparatur, Refurbishment, Remanufacturing, Wiederverwendung, Recycling) für große Industriekomponenten
- Ein interoperables, minimales DPP-Datenprofil, abgestimmt auf neu entstehende EU-/ISO-Standards (z. B. CIRPASS-2, GS1 EPCIS, AAS/OPC UA)
- Eine offene, standardbasierte Referenzarchitektur, die den DPP mit industriellen Instandhaltungssystemen verknüpft
- Pilotvalidierung in realen Industrieumgebungen (Bahntechnik, Maschinenbau) mit messbarer Wirkung: -20 bis -50 % Ausschussrate, +30 % Prognosegenauigkeit der Restlebensdauer, ≥95 % Datenverfügbarkeit über den gesamten Lebenszyklus
- Trainings- und Transferformate zur praktischen Anwendung durch KMU und Fachkräfte
Partner:
Forschungseinrichtungen:
- TU Wien – Forschungsbereich Produktions- und Instandhaltungsmanagement (Projektleitung)
- Technische Universität Darmstadt (PTW)
PTW – Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen – TU Darmstadt - ZHAW Zurich University of Applied Sciences
Institut für Data Science (IDS) | ZHAW School of Engineering - Thinkubator
Thinkubator | Vom Wissen ins Tun kommen
Unternehmenspartner:
- Siemens Mobility Austria GmbH
Sustainability - Siemens Mobility Global - Welser Profile Austria GmbH
Stahl-, Edelstahl- & Sonderprofile | Profilrohre - Welser Profile - H&H Systems Software GmbH
isproNG - Unternehmen - H&H Systems Software GmbH - Schmierer GmbH (transnationale Projektkoordination)
- KSB SE & Co. KGaA
- Bossard Group AG
- Concircle Schweiz AG
- Burckhardt Compression AG
- CRAB Traceability Systems
- Terra Matters GIE
- Abacus Resale GmbH
- Dreistern GmbH & Co. KG
Kontakt:
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Fazel Ansari
Projektkoordination IMW: Jan-Ove Wiesner, MSc
Telefonnummer: +43 (676) 888 61 655
E-Mail: jan-ove.wiesner@tuwien.ac.at