Österreichs Industrie: Geschäftslage besser, Standort unter Druck

Die produzierende Wirtschaft Österreichs beurteilt ihre internationale Geschäftslage wieder etwas positiver, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer heimischen Produktionsstandorte hingegen so kritisch wie nie zuvor. Das geht aus der achten Ausgabe der TU Wien Studie „Made in Austria IndustriePANEL (MiA): Zukunft Produktionsarbeit Österreich“ hervor, die der Studienautor und FHWien-Forschungsleiter Walter Mayrhofer im Rahmen des „MiA-IndustrieFORUM 2026“ am 19. Oktober im TUtheSky präsentierte. An der Befragung, die von der TU Wien in Kooperation mit Fraunhofer Austria, FHWien der WKW, EIT Manufacturing East und dem Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) durchgeführt wird, nahmen 106 Führungskräfte aus 101 produzierenden Unternehmen teil.

Made in Austria IndustriePANEL Studie 2026 zum Download, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Insgesamt bewerten 55,7 % der Befragten die Geschäftslage ihres Unternehmens auf dem Weltmarkt als positiv oder sehr positiv. Das sind 5,2 Prozentpunkte mehr als 2025. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit ihrer österreichischen Standorte beurteilen hingegen nur 30,7 % der Befragten positiv. Das ist ein neuer Tiefstand. Zudem erwarten 76,3 % der Befragten innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Deindustrialisierung Österreichs. „Die Unternehmen zeigen trotz schwieriger Rahmenbedingungen Widerstandskraft. Doch hohe Kosten, geopolitische Unsicherheiten und internationaler Wettbewerbsdruck belasten den Standort. Um industrielle Wertschöpfung in Österreich zu sichern, müssen wir Forschung, Innovation und industrielle Produktion wirksamer verbinden”, fasst Studienautor Sebastian Schlund, Leiter des Forschungsbereichs Industrial Engineering am IMW der TU Wien und Geschäftsführer von Fraunhofer Austria, die Ergebnisse zusammen.

Über „Made in Austria: Zukunft Produktionsarbeit Österreich“

Das „Made in Austria IndustriePANEL” ist eine jährlich erscheinende Studie des Instituts für Managementwissenschaften (IMW) der TU Wien in Kooperation mit dem Institute for Digital Transformation and Strategy (IDS) der FHWien der WKW, Fraunhofer Austria, EIT Manufacturing East und dem Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI). Ziel der Studie ist eine regelmäßige und methodisch fundierte Darstellung des Status quo sowie der Zukunftserwartungen der heimischen Industrie. Dabei spielen die Themen Automatisierung, Digitalisierung, Assistenzsysteme und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle.

Team

Sebastian Schlund

© Fraunhofer Austria/interfoto.at

Univ. Prof. Dr.-Ing. Sebastian Schlund 

TU Wien | Institute of Management Science | Research Area Human-Machine Interaction 

(BMK Endowed Chair for Industry 4.0 „Human Centered Cyber Physical Production and Assembly Systems“) 

Center Director Sustainable Manufacturing and Logistics | Fraunhofer Austria Research GmbH 

Sebastian Schlund ist einer der treibenden Köpfe des Projekts "Made in Austria" und spielt eine in der fortlaufenden Entwicklung und erfolgreichen Umsetzung der Initiative. Mit seinen umfangreichen Kontakten und seinem Netzwerk unterstützt er maßgeblich bei der Suche nach hochkarätigen Referenten und Speakern für die Veranstaltung. Seine Expertise und Erfahrung tragen dazu bei, dass "Made in Austria" zu einer Plattform wird, die renommierte Experten und Persönlichkeiten zusammenbringt, um über die Zukunft der Produktionsarbeit in Österreich zu diskutieren. 

Walter Mayrhofer

© FHWien der WKW

FH-Prof. Dr. Walter Mayrhofer , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Head of Research der FHWien der WKW
Head of Institute for Digital Transformation and Strategy an der FHWien der WKW

Walter Mayrhofer ist einer der Initiatoren des Projekts "Made in Austria" und spielt eine zentrale Rolle bei der Erstellung der Studie. Mit seinem umfangreichen Fachwissen und seiner Expertise ist er maßgeblich daran beteiligt, das Panel in eine aussagekräftige Studie zu verwandeln. Außerdem wird das “Made in Austria IndustrieFORUM” durch seine Moderation zur informativen und dynamischen Diskussionsveranstaltung. Mit seiner engagierten Arbeit trägt FH-Prof. Dr. Walter Mayrhofer dazu bei, die Vision und Ziele von "Made in Austria" zu verwirklichen.

Porträt junger Mann, kurze dunkle Haare, hellblaues Hemd, nur Kragen sichtbar, darüber dunkle Jacke

© Klaus Ranger

Felix Blasl-Ziebermayr studiert Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau an der Technischen Universität Wien und ist seit Februar 2026 als studentischer Mitarbeiter am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien tätig. In dieser Funktion übernimmt er die Aufgaben von Tobias Granegger und verantwortet die Koordination des IndustriePANEL und des IndustrieFORUM sowie die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit seinem Engagement werden die Qualität und die Effizienz dieses Projektes fortgeführt und stetig verbessert.

Stefanie Eisl

© TU Wien

Univ.Ass.in Dipl.-Ing. Stefanie Eisl BSc, Universitätsassistentin (Pre-Doc), TU Wien 

"Als Forscherin im Bereich Kreislaufwirtschaft ist es mir eine Freude, Teil des MiA Teams zu sein und mit MiA eine Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft zu bieten. Ich bin davon überzeugt, dass eine solche enger Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie essenziell ist, um einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der österreichischen Produktionslandschaft zu leisten."

Link zur Person à https://www.tuwien.at/mwbw/im/ie/mmi/team-1/stefanie-eisl, öffnet in einem neuen Fenster 

 

Porträt Fazel Ansari

© TU Wien

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Fazel Ansari 

TU Wien | Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften

Leiter des Forschungsbereichs Produktions- und Instandhaltungsmanagement und Universitätsprofessor für Datengetriebenes Instandhaltungsmanagement

Fraunhofer Austria Research GmbH | Leitung Leuchtturmthemen und Mitglied des Board of Management, Center für Nachhaltige Produktion und Logistik

Fazel Ansari habilitierte sich in Betriebswissenschaften (Industrial Engineering) an der TU Wien und promovierte mit summa cum laude in Informatik an der Universität Siegen, Deutschland, im Bereich Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement. Er hat einen M.Sc. in Mechatronik von der Universität Siegen. Als interdisziplinärer Forscher betreibt er grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Wirtschaftsingenieurwesen und Produktionsmanagement. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des Datengetriebenes Instandhaltungsmanagements. Fazel Ansari ist Mitglied in mehreren internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen (IEEE, IFAC, IALF, CIRP). Er ist Mitherausgeber des Journal of Production and Manufacturing Research.

Porträt Nathalie Thon

© Michael Schelberger

Natalie Thon 

ist im Marketing- und Eventmanagement bei Fraunhofer Austria Research GmbH tätig und spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Initiative "Made in Austria" sowie der Organisation von Veranstaltungen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung setzt sie gezielte Marketingstrategien ein, um die Sichtbarkeit und den Erfolg der Initiative zu steigern. Ihr Engagement prägt maßgeblich das dynamische Profil des Marketing- und Eventmanagements bei Fraunhofer Austria.

Markus Kleinfercher

© Klaus Ranger

Markus Kleinfercher

ist für das Projektmanagement, sowie für die Kollaborationsprojekte des EIT Manufacturing mit KMU und Start-ups zuständig. Weiters fungiert er als Evaluation Board Member beim Horizon Projekt INDUSAC. 

Nach einer erfolgreichen Karriere im Innovationsmanagement eines österreichischen Halbleiterherstellers, widmet er sich nun der europaweiten Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. 

Porträt Christoph Tautscher

© FHWien der WKW

Christoph Tautscher, MSc | Research Communications | FHWien der WKW 

Seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn in der Automobilindustrie ist Christoph Tautscher dem österreichischen Wirtschaftsstandort verbunden. Als Kommunikationsexperte ist es ihm ein besonderes Anliegen die Erkenntnisse des "Made in Austria IndustriePANELS" für eine digitale und nachhaltige Entwicklung der Produktionsarbeit zu vermitteln. 

https://www.fh-wien.ac.at/forschung/forschung-an-der-fhwien/#team, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster 

Porträtfoto Eberwein

© familienfotos.at

Georg Eberwein hat Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaften studiert und war zuvor im IT-Consulting tätig. Heute beschäftigt er sich mit Zukunftsthemen an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Sein Fokus liegt auf der Digitalisierung industrieller Prozesse, dem verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie der Förderung von Forschung und Innovation in der metalltechnischen Industrie.