
Research Security
Die Freiheit der Wissenschaft ist der Grundstein für das Europäische Wissenschafts- und Innovationssystem und bildet gleichzeitig die Grundlage für wissenschaftliche Integrität, Transparenz, und vertrauensvolle Kooperationen.
Diese essentielle Freiheit kann sich nur weiterentwickeln, wenn sie geschützt wird. Dazu dient in erster Linie eine erhöhte Wachsamkeit.
Research Security ist das neue Thema in der Scientific Community in Europa. Sie ist dem rasanten geopolitischen Wandel geschuldet, in dem die Zukunftstechnologien eine entscheidende Rolle spielen und spielen werden. Die Gefahr des unerwünschten Datenabflusses ist evident und findet unter dem Schlagwort „Wissenschaftsspionage“ immer öfter auch den Weg in die weltweiten Medien.
Research Security beschäftigt sich daher mit dem Management von Risiken, die sich aus der unerwünschten Weitergabe von Informationen, ausländischer Einmischung sowie Verstößen gegen die Integrität der Wissenschaft ergeben.
Grundsätzlich können diese unerwünschten Aktionen überall an der TU Wien Probleme mit teils schwerwiegenden Folgen verursachen. Folgende Formen sind international bekannt:
Diebstahl von Geistigem Eigentum: z.B. durch Cyberangriffe
Beeinflussung akademischer Einrichtungen durch finanzielle Zuwendungen (auch in Form von Partnerschaften) um Agenden in Drittstaaten zu forcieren
Anwerben von Forschenden: zielgerichtet werden Forschende angesprochen, um sie für ausländische Interessen zu gewinnen. Dazu dienen z.B. verlockende Finanzierungsmodelle oder die Bereitstellung großzügiger Infrastrukturen
Kooperationen werden genutzt, um Forschungsdaten zu erhalten, die für militärische oder wirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden können
Für die Auseinandersetzung mit diesem vielfältigen Thema wurde an der TU Wien eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gebildet, die eng mit dem Vizerektor für Forschung, Innovation und Internationales zusammenarbeitet. Die Arbeitsgruppe bietet eine niederschwellige Beratung für den Umgang mit problematischen Fällen an, und bereitet allfällige Entscheidungsgrundlagen für das Rektorat auf.
Eva Bartlmä, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster (Legal Affairs) und Marjo Rauhala, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster (Senior Advisor for Research Ethics and Integrity) koordinieren die Arbeitsgruppe und sind auch die offiziellen Kontaktpunkte zum Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
Hier finden Sie nähere Informationen zu Kooperationen mit China: https://colab.tuwien.ac.at/x/SxpfDg, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster (TUW-Login erforderlich)
Kontaktieren Sie uns unter research-security@tuwien.ac.at, falls:
Sie Kooperationen mit kritischen Drittstaaten in Planung haben
Sie Konferenzen in kritischen Drittstaaten besuchen wollen
Sie Konferenzen organisieren, an denen auch Gäste aus kritischen Drittstaaten teilnehmen könnten
Gastprofessor_innen oder Studierende aus kritischen Drittstaaten an die TU Wien kommen wollen