Thought Leader Award für Bernhard Lendl

Mit dem von Agilent Technologies vergebenen Preis werden Wissenschaftler_innen ausgezeichnet, die herausragende Forschung auf den Gebieten der instrumentellen Analytischen Chemie, der Biowissenschaften und der Diagnostik leisten.

Porträt von Bernhard Lendl

Prof. Bernhard Lendl

Professor Bernhard Lendl forscht in dem Bereich Molekülspektroskopie mit Schwerpunkt auf der Infrarot und Raman Spektroskopie. Für seine innovativen Arbeiten wurde er nun mit dem Thought Leader Award ausgezeichnet, einem Preis für einflussreiche wissenschaftliche Influencer. Kriterien für die Vergabe dieses Preises bei Agilent sind internationale Sichtbarkeit und Renommee der ausgezeichneten Person sowie erfolgsversprechende Vorarbeiten an einem zukunftsträchtigen Themengebiet.

Lendl erzielte mit seinem Team an der TU Wien große Erfolge beim Entwickeln neuer spektroskopischer Messkonzepte für die analytische Chemie. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf den Einsatz neuer Lichtquellen: Zum Einsatz kommen spezielle Laser mit Wellenlängen im mittleren Infrarot-Bereich. „In den letzten Jahren haben sich halbleiterbasierte Mid-IR-Laser zu zuverlässigen Quellen entwickelt, die nun als Schlüsselkomponenten für den Aufbau neuartiger Sensoren für Flüssigkeiten und Gase sowie für die chemische Bildgebung im Mikro- und Nanobereich verwendet werden können. Durch die Ausnutzung der einzigartigen Eigenschaften dieser Quellen wie Kohärenz, Modulierbarkeit sowie die erzielbare spektrale Leistungsdichte, lassen sich grundlegend neue Sensorkonzepte realisieren“, so Lendl.

„Die mit diesem Preis geförderte Forschung wird dazu beitragen, wichtige neue Anwendungen für die spektroskopische Analyse pharmazeutisch relevanter Biomoleküle in wässriger Umgebung zu entwickeln“, sagt Phil Binns, Vice President und General Manager der Spectroscopy Division von Agilent. „Ein Prozess, der für die Infrarot-Spektroskopie aufgrund der starken Interferenzen durch Wasser besonders schwierig ist.“

Der von Prof. Lendl verfolgte Ansatz hat dabei das Potenzial, sich in biochemische Arbeitsabläufe einzufügen und eine schnelle Bewertung von Proteinen, viralen Vektoren und anderen therapeutisch vielversprechenden Biomolekülen zu erlauben. „Für uns an der TU Wien ist es sehr aufregend, aktiv zu dieser technologischen Revolution beizutragen und zu erfahren, dass unsere Arbeit auch das Interesse von Agilent, einem der führenden Unternehmen im Bereich der analytischen Messtechnik, geweckt hat", so Bernhard Lendl.

Agilent, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster ist in den Bereichen Instrumentelle Analytische Chemie, Biowissenschaften und Diagnostik und tätig. Mit dem Thought Leader Award, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster unterstützt das Unternehmen die Entwicklung von Infrarot-Quantenkaskadenlaser-Anwendungen für die Biopharmazie.

Kontakt

Prof. Bernhard Lendl
Forschungsbereich Umwelt-, Prozessanalytik und Sensoren
Technische Universität Wien
+43 1 58801 15140
bernhard.lendl@tuwien.ac.at

Text: Sarah Link