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News aus der Elektrotechnik

Sub auspiciis Promotionen am 2. Juni 2021 an der TU Wien

Sechs Absolvent_innen der TU Wien wurden am 2. Juni 2021 im Rahmen der sub auspiciis Promotionen für ihre herausragenden Leistungen in Schule und Studium geehrt. Zwei von unserer Fakultät. Dr. Michael Ludwig verlieh in Vertretung von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen den Ehrenring der Republik Österreich.

Johannes Hillbrand, Martin Halla, Rektorin Sabine Seidler, Judith Jagenteufel, Bürgermeister Michael Ludwig, Anita Gerstenmayer, Vizerektor Kurt Matyas, Thomas Hack, Christian Hartl-Nesic (von links)

Johannes Hillbrand, Martin Halla, Rektorin Sabine Seidler, Judith Jagenteufel, Bürgermeister Michael Ludwig, Anita Gerstenmayer, Vizerektor Kurt Matyas, Thomas Hack, Christian Hartl-Nesic (von links)

Im Kuppelsaal der TU Wien wurden zum „Doktor der Technischen Wissenschaften“ promoviert:

DI Anita Gerstenmayer BSc
Dissertationsthema: Analytic and numerical study of a cross-diffusion model for ion transport
Fakultät für Mathematik und Geoinformation, Institut für Analysis und Scientific Computing
Univ.Prof. Dr.rer.nat. Ansgar Jüngel

DI Christian Hartl-Nesic BSc
Dissertationsthema: Surface-based Path Following Control on Freeform 3D Objects
Fakultät für für Elektrotechnik und Informationstechnik, Institut für Automatisierungs- und Reglungstechnik
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Andreas Kugi

DI Judith Jagenteufel BSc
Dissertationsthema: A Sundaram type bijection for SO (2k + 1): vacillating tableaux and pairs consisting of a standard Young tableau and an orthogonal Littlewood Richardson tableau
Fakultät für Mathematik und Geoinformation, Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie
Privatdoz. Dr.rer.nat. Martin Rubey

DI Martin Halla BSc
Dissertationsthema: Analysis of radial complex scaling methods for scalar resonance problems in open systems
Fakultät für Mathematik und Geoinformation, Institut für Analysis und Scientific Computing
Associate Prof. Dipl.-Math. Dr.rer.nat. Lothar Nannen

DI Thomas Hack BSc
Dissertationsthema: Spherical Isoperimetric Inequalities
Fakultät für Mathematik und Geoinformation, Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie
Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Franz Schuster

Johannes Hillbrand BSc MSc
Dissertationsthema: Microwave photonics using semiconductor laser frequency combs
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik Institut für Festkörperelektronik

Anita Gerstenmayer

Nachdem die gebürtige Niederösterreicherin Anita Gerstenmayer das Bundesrealgymnasium Tulln mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, entschied sie sich für das Bachelorstudium Mathematik in Technik und Naturwissenschaften. Danach vertiefte sie ihr Wissen in einem Masterstudium in derselben Fachrichtung. Anschließend folgte ein Doktorratsstudium in der Technischen Mathematik. Zeitgleich begann sie ihre Arbeit als Universitätsassistentin am Institut für Analysis and Scientific Computing.

3 Fragen an Anita Gestenmayer

Wie hat Ihr direktes Umfeld auf die sub auspiciis-Promotion reagiert? Mussten Sie erst erklären, was das genau ist?
Meine Familie und Freunde sind natürlich sehr stolz und freuen sich, dass es nun, zweieinhalb Jahre nach meiner Defensio, auch mit der Verleihung des Doktortitels klappt. Die meisten kannten das Konzept der sub auspiciis Promotion, einige hatten sogar schon länger spekuliert, ob sich diese Auszeichnung für mich ausgehen würde.

Wo liegt Ihre Leidenschaft/Ihr Interesse, und zwar außerhalb Ihres Fachgebiets?
Meine große Leidenschaft gilt dem Reisen, deshalb habe ich mich direkt nach Abschluss des Doktorats auf eine mehrmonatige Weltreise begeben. Ich liebe es, andere Kulturen kennenzulernen, halte mich aber auch gerne in der Natur auf. Am liebsten bereise ich tropische Länder mit schönen Tauchgründen und erkunde die Unterwasserwelt.

Wenn Sie sich mit einer bekannten/berühmte Persönlichkeit – bereits verstorben oder noch lebend zu einer Plauderei bei Kaffee treffen könnten: wer wäre das und wieso?
Meine Wahl fiele auf die kürzlich verstorbene US-amerikanische Mathematikerin Katherine Johnson, deren Arbeit maßgeblichen Anteil am Erfolg der ersten bemannten Raumfahrtmissionen der USA hatte. Ihre Geschichte wurde mir erst durch den Film "Hidden Figures" bekannt, welcher eindrücklich die Hürden zeigt, die sie und ihre Kolleginnen als Frauen afroamerikanischer Abstammung überwinden mussten, um ihre herausragenden Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können. Sie war eine beeindruckende, starke Persönlichkeit und könnte sicherlich spannende Geschichten aus ihrer Zeit bei der NASA erzählen.

Christian Hartl-Nesic

Nach der Matura an der HTL Hollabrunn, inskribierte Christian Hartl-Nesic Elektrotechnik an der TU Wien Elektrotechnik. Nach einem Bachelor- und Masterstudium, absolvierte Herr Hartl-Nesic ein Doktoratsstudium in derselben Fachrichtung und spezialisierte sich darin auf den Bereich Robotik. Neben dem Studium arbeitete er 10 Jahre als Softwareentwickler bei der Firma Redl GmbH in Hollabrunn sowie als Universitätsassistent am Institut für Automatisierungs- und Reglungstechnik.

3 Fragen an Christian Hartl-Nesic

Wie hat Ihr direktes Umfeld auf die sub auspiciis-Promotion reagiert? Mussten Sie erst erklären, was das genau ist?
Da für meine Familie und Freunde ein Doktor in einem nichtmedizinischen Gebiet schon eine ungewöhnliche Sache war, habe ich die Art der Promotion nicht groß beworben. Lange wusste ich selbst gar nicht, dass es so etwas gibt und entsprechend habe ich nicht darauf hingearbeitet. Dass es sich so ausging, erfüllt natürlich meine Familie mit Stolz. Meine Frau nannte es spaßhalber "Super-Spezies", in Anlehnung an den Namen der Promotion.

Wo liegt Ihre Leidenschaft/Ihr Interesse, und zwar außerhalb Ihres Fachgebiets?
Außerhalb meines Fachgebietes, nämlich der Robotik, endet mein Interesse an fortgeschrittener Technik natürlich nicht bei der Haustüre der TU Wien. Das Aufbauen, Analysieren, Zerlegen, Verstehen und Reverse-Engineering von technischen Systemen in Hard- und Software begeistert mich schon immer. Ich repariere auch sehr gerne alles Mögliche: Vom Mikrowellenherd bis zum Traktor war schon vieles dabei. Abgesehen davon, bewege ich mich gerne hoch hinaus: Wandern, Klettern und Klettersteige - diese Aktivitäten sind in der Pandemie allerdings etwas kurz gekommen.

Wenn Sie sich mit einer bekannten/berühmte Persönlichkeit – bereits verstorben oder noch lebend zu einer Plauderei bei Kaffee treffen könnten: wer wäre das und wieso?
Für mich wäre es zwar kein Kaffee, sondern ein Glas Leitungswasser, aber am Interessantesten wäre für mich ein Gespräch mit Erwin Schrödinger. Ich bewundere sein Werk und die Tatsache, dass auch helle Köpfe aus dem kleinen Österreich weltbewegende Beiträge zur Wissenschaft hervorbringen können. Ich würde gerne mit ihm die vergangenen und aktuellen Entwicklungen in der Quantenphysik diskutieren, die er nach seinem Tod nicht mehr erleben konnte - und ihm vielleicht Gedanken und Ideen entlocken, die er nicht mehr verfolgen konnte.

Judith Jagenteufel

Judith Jagenteufel hatte seit ihrer Schulzeit ein großes Interesse für Informatik und Mathematik. Nachdem sie das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Stockerau mit Schwerpunkt Informatik mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, entschied sich Frau Jagenteufel für ein Studium der Technischen Mathematik an der TU Wien, das sie von Bachelor- über Master- bis hin zum einem Doktoratsstudium durchführte. Neben ihrem Studium arbeitete sie sowohl als Tutorin als auch als Studienassistentin am Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie.

3 Fragen an Judith Jagenteufel

Wie hat Ihr direktes Umfeld auf die sub auspiciis-Promotion reagiert? Mussten Sie erst erklären, was das genau ist?
Meine Familie war natürlich irrsinnig stolz auf mich, allen voran meine Eltern und mein Mann. Die wussten auch, was eine sub auspiciis Promotion ist und haben sich richtig mit mir gefreut. Auch in meinem Freundeskreis wussten es die meisten (zumal ich da ja nicht die einzige sub auspiciis Promoventin bin) und fanden es richtig cool. In der Arbeit habe ich es schon öfter erklären müssen.

Wo liegt Ihre Leidenschaft/Ihr Interesse, und zwar außerhalb Ihres Fachgebiets?
Ich liebe Geschichten. Ich lese viel, aber noch lieber schreibe ich Geschichten selbst. Ich liebe es andere Welten zu entdecken, in andere Rollen zu schlüpfen und meiner Kreativität freien Lauf zu geben. Was mich sonst noch begeistert: Krähen, Bäume und Felsen.

Wenn Sie sich mit einer bekannten/berühmte Persönlichkeit – bereits verstorben oder noch lebend zu einer Plauderei bei Kaffee treffen könnten: wer wäre das und wieso?
Greta Thunberg, um ihr Danke zu sagen, für das was sie für unseren Planeten macht; weil wir mitten in einer Krise stecken (und da meine ich jetzt nicht Corona) und außer ihr kaum wer auf der Welt darauf aufmerksam macht; und weil die Welt mehr Menschen braucht wie sie.

Martin Halla

Nachdem der gebürtige Wiener Martin Halla das Bundesgymnasium Maroltingergasse mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, entschied er sich für ein Bachelorstudium gefolgt von einem Masterstudium der Mathematik in Technik und Naturwissenschaften. Daran schloss er 2007 ein Doktoratsstudium in derselben Studienrichtung an. Neben dem Studium arbeitete er für 3 Jahre als Projektassistent mit Lehrtätigkeit am Institut für Analysis and Scientific Computing. Seit Dezember 2019 arbeitet er am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. 

3 Fragen an Martin Halla

Wie hat Ihr direktes Umfeld auf die sub auspiciis-Promotion reagiert? Mussten Sie erst erklären, was das genau ist?
Die meisten waren nicht sehr überrascht. Besonders mein 92-jähriger Großvater freut sich darauf, meine Promotion noch erleben zu dürfen.

Wo liegt Ihre Leidenschaft/Ihr Interesse, und zwar außerhalb Ihres Fachgebiets?
Ich betreibe gerne Sport (zum Beispiel Radfahren, Wandern) und spiele gerne Brett- und Kartenspiele.

Wenn Sie sich mit einer bekannten/berühmte Persönlichkeit – bereits verstorben oder noch lebend zu einer Plauderei bei Kaffee treffen könnten: wer wäre das und wieso?
Erwin Thoma. Mich fasziniert wie er altes Wissen und eigene Erfahrung mit moderner Technik verbindet, um eine gesündere Welt zu gestalten.

Thomas Hack

Thomas Hack hat wie sein Kollege Martin Halla nach der Matura am Bundesgymnasium Maroltingergasse durch seine Begeisterung für Mathematik das Bachelor- und Masterstudium der Mathematik in Technik und Naturwissenschaften. Danach entschied er sich für ein Doktoratsstudium in derselben Studienrichtung. Drei Jahre lang arbeitete Herr Hack neben seinem Studium als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie.

3 Fragen an Thomas Hack

Wie hat Ihr direktes Umfeld auf die sub auspiciis-Promotion reagiert? Mussten Sie erst erklären, was das genau ist?
Ich muss gestehen, dass ich mich da kaum an konkrete Momente erinnern kann. Unter den Kolleg_innen wussten wir ja so ungefähr, wer „auf Schiene“ ist, weswegen da nie viele Worte darüber verloren wurden. Zudem war klar, dass die größten Hürden irgendwo in der Mitte des Studiums lagen - da gehörte auch ein bisschen Glück dazu, wer wie durchkommt.
In meinem nicht-Uni-Freundeskreis habe ich die Promotion nie besonders erwähnt, das Spektakel war da eher das Rigorosum selbst, mitsamt Umtrunk danach. Die mit Abstand glücklichste beziehungsweise von Ehrfurcht erfüllteste Person ist mit Sicherheit meine Oma, die diesem Touch Republik einiges abgewinnen kann. Ihre nach den Worten „Präsident“ und „Hofburg“ strahlenden Augen werden sich jedenfalls auch am Bürgermeister und dem Kuppelsaal sehr erfreuen.

Wo liegt Ihre Leidenschaft/Ihr Interesse, und zwar außerhalb Ihres Fachgebiets?
Sehr gerne musiziere ich, jedoch nicht gänzlich außerhalb meines Fachgebiets. Während unseres zweiten Studienjahres haben mein Kollege (und mittlerweile sehr guter Freund), Denis Polly, und ich begonnen, Haus-Weihnachtskonzerte unter dem Titel „AKMath“ (AdventKonzert Mathematik) zu veranstalten. Eine über die Jahre wachsende Menge musikalischer Mathematiker_innen treffen sich dabei im Wohnzimmer, trinken Punsch und spielen sich gegenseitig etwas vor: ich meistens aus der Schublade geholte Klavierstücke meiner Musikschulzeit, Denis mit jazzigen Gesangsnummern, und dazu ein bunter Mix an Geigen- Trompeten-, Vibraphon- (!), Gitarren- und a-capella Darbietungen, welche von Kolleg_innen oft extra für diesen Abend bereits im November eingeübt wurden (die ebenfalls promovierende Judith Jagenteufel übrigens immer mit sehr tollen, selbst-geschriebenen und rezitierten Texten). Zum Schluss jedes Mal gemeinsames, lautstarkes „Es wird scho glei dumpa“. Das Ganze hat über Jahre gehalten, obwohl viele schon längst fertig sind mit der Mathematik, zuletzt fand die virtuelle, neunte Edition im Coronajahr statt.

Wenn Sie sich mit einer bekannten/berühmte Persönlichkeit – bereits verstorben oder noch lebend zu einer Plauderei bei Kaffee treffen könnten: wer wäre das und wieso?
Vielleicht würde ich gerne Kellner bei einem Kaffee zwischen Albert Einstein und Kurt Gödel sein, leise einer Diskussion über Relativitätstheorie lauschend. Ich glaube aber nicht, dass ich einen der beiden besonders lange selbst unterhalten könnte. Jedenfalls merke ich, dass ich in Wahrheit wenig Bezug zu berühmten Persönlichkeiten habe. Die Held_innen waren für mich immer vorne im Hörsaal, wenn sie geniale Ideen in die Luft legten. Ich glaube, diese guten Ideen sind einerseits wichtiger als gute Noten, und andererseits das, wofür ich der TU Wien am meisten dankbar bin, sie sind nämlich von den äußeren Umständen unabhängig (mutmaßlich) ein Leben lang schön.

Johannes Hillbrand

Der gebürtige Vorarlberger Johannes Hillbrand fokussierte sich bei seiner Studienwahl auf das Thema Physik. Seinen Bachelor machte er in technischer Physik an der TU Wien. Danach zog es Hillbrand in die Schweiz, wo er am ETH Zürich seinen Master im Bereich Physik machte. Nach Abschluss des Masterstudiums kehrte er wieder nach Österreich zurück und schrieb an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik seine Doktorarbeit. Neben dem Studium arbeitete Herr Hillbrand als wissenschaftlicher Mitarbeiter am ETH Zürich und an der Harvard School of Engineering. Während seiner Zeit als Doktorratsstudent arbeitete er als Universitätsassistent am Institut für Festkörperelektronik.

3 Fragen an Johannes Hillbrand

Wie hat Ihr direktes Umfeld auf die sub auspiciis-Promotion reagiert? Mussten Sie erst erklären, was das genau ist?
Natürlich hat sich mein Umfeld sehr mit mir gefreut! Es wird schließlich nach der formellen Promotion ein angemessenes (und corona-gerechtes) Fest mit meiner Familie, meinen langjährigen Freunden und Arbeitskollegen geben. Die Bedeutung der sub auspiciis Promotion musste ich zumindest meiner Familie nicht erklären, da mein Onkel bereits 1972 an der TU Wien sub auspiciis promovierte. Auch am Institut für Festkörperelektronik, an dem ich meine Doktorarbeit durchgeführt haben, hat es bereits einige sub auspiciis Promotionen gegeben.

Wo liegt Ihre Leidenschaft/Ihr Interesse, und zwar außerhalb Ihres Fachgebiets?
Ich spiele seit meiner Kindheit Schach und Cello. Leider lassen seit einiger Zeit wegen fehlender Übung sowohl meine Elo-Zahl als auch die Töne am Cello zu wünschen übrig. In der Freizeit ist mir der soziale Kontakt mit Freunden und Familie ebenfalls sehr wichtig.

Wenn Sie sich mit einer bekannten/berühmte Persönlichkeit – bereits verstorben oder noch lebend zu einer Plauderei bei Kaffee treffen könnten: wer wäre das und wieso?
Ein Gespräch mit Angela Merkel wäre sicher sehr interessant. Als Angehöriger einer jüngeren Generation würde mich besonders interessieren, warum in Europa offensichtlich zukunftsweisende Entwicklungen oft nur schleppend ablaufen. Wie konnte der Ausstieg aus der Atomenergie innerhalb kürzester Zeit beschlossen werden, aber das Ende der Kohlekraftwerke ist erst 2038 in Sicht? Wie kommt es, dass man in Spanien mit dem Zug schneller und günstiger von Madrid nach Barcelona (600 km) reist als mit der Deutschen Bahn von München nach Lindau (180 km)?