Geschlecht & Innovation

Innovationen haben nichts mit Geschlecht zu tun!?

Sicher? Diese Homepage entstand als Ressource für all jene, die im Rahmen der Forschungsförderung mit der Frage konfrontiert werden: "Was ist der Gender-Aspekt in Ihrer Forschung?" Was zunächst oft als ärgerliche Zusatzarbeit gesehen wird, kann sich bei genauerer Betrachtung als Glücksfall für Ihre Forschung erweisen.

Und denken Sie jetzt bitte nicht an rosa Laptops und pinkfarbene Werkzeug-Sets. „Shrink it and pink it“ - also mach es kleiner und rosa - ist nicht die korrekte Antwort auf die gestellte Frage. Denken Sie vielmehr an

  • einen Mehrwert in Forschung und Technik, weil sie die Exzellenz und Qualität Ihrer Ergebnisse sichern und die Nachhaltigkeit steigern.
  • gesellschaftlichen Mehrwert, weil sich Forschungs- und Technikprojekte stärker an den Bedürfnissen von Gesellschaft und Umwelt orientieren.
  • wirtschaftlichen Mehrwert, weil neue Ideen, Patente und Technologien entwickelt werden. 

Einen weiteren Baustein zur Mehrwertsteigerung bietet intersektionale Geschlechteranalyse, welche die Interaktion von "sich überschneidenden" Faktoren wie etwa Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Alter, geografischer Standort u.a. zulässt und den Prozess um die Erfahrungen und sozialen Möglichkeiten einer Person oder einer Gruppe vervollständigt. An der Stanford University wurden Intersektionale Designkarten, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster entwickeln, durch die Sie als Forscher_in zur Entwicklung von inklusiven Technologien angeleitet werden. 

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann finden Sie auf den Portalen dieser Webseite detaillierte Informationen sowie umfangreiche Fallbeispiele zum Thema Geschlecht und Innovation. Die TU Wien wünscht Ihnen Gutes Gelingen beim Erforschen von Gender Aspekten in Ihrer Forschung und hofft, Ihnen mit diesem Service eine nützliche Ressource zu eröffnen.

Willkommen und Gratulation!

Mit Hilfe unserer Homepage zu "Geschlecht und Innovation" haben sie künftig die Nase vorne. Was im Bereich der Grundlagenforschung derzeit kaum eine Rolle spielt, wird in der anwendungsnahen und angewandten Forschung zunehmend State of the Art. Naturwissenschaft und Technik entwickeln sich nicht "im Vakum" sondern mitten in unserer Gesellschaft. die Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen einzelner Menschen oder Gruppen können dabei höchst unterschiedlich sein.
Doch wer braucht das? Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden, es gibt bereits viele Ressoruchen, die zur Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen zur Verfügung stehen. So ist die Homepage zu weiten Teilen eine Übersetzung der an der Standford University gemeinsam mit einem EU-Projekt erstellen Homepage genderedinnovations.stanford.edu, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster.

Wo kann Sie die "Geschlecht und Innovation" Website unterstützen? 

  • Sie können Fragen nach der Genderrelevanz ihrer Forschung beantworten, ggf. entsprechenden Input für Gender-Fragestellungen bei Forschungsprojekten erhalten.
  • Sie können soziale und ökologische Zusammenhänge besser erfassen.
  • Sie entdecken neue Zielgruppen / Nutzer_innen / Betroffene und deren Bedürfnisse.
  • Sie entdecken vielleicht auch ganz neue Produkte und Marktlücken.
  • Sie können die Probleme unserer Gesellschaft genauer erfassen und adäquate Lösungen entwickeln. 

Die TU Wien stellt diese Seite der deutsprachigen Forschungs-Community zur Verfügung. Wir stehen für innovative Forschung und "Technik für Menschen" und hoffen, damit die Debatte um Genderaspekte in der naturwissenschaftlich-technischen Forschung anzuregen und spannende Forschungsfragen zu initiieren.

dfd

Vizerektor für Forschung
Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Johannes Fröhlich

Diese Homepage ist eine Übersetzung großer Teile der Gendered Innovations Homepage, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster. Das Projekt Gendered Innovations wurde im Juli 2009 an der Stanford University initiiert. Im Januar 2011 setzte die Europäische Kommission für zwei Jahre eine Expert_innengruppe zu „Innovation through Gender“ ein, um die Geschlechterdimension in der EU-europäischen Forschung und Innovation zu entwickeln. Neben aus den USA beigezogenen Expert_innen waren Expert_innen aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten an diesem Projekt beteiligt.

Der Begriff Gendered Innovations wurde 2005 von Londa Schiebinger geprägt. 
© Europäische Union, 2011;  © Stanford University, 2011
 

Londa Schiebinger, Standford-Professorin, zu geschlechterreflexiven Innovationen in Naturwissenschaft, Technik, Medizin und Umwelt:

Nach Aktivierung werden u. U. Daten an Dritte übermittelt. Datenschutzerklärung., öffnet in einem neuen Fenster

Londa Schiebinger on Gendered Innovations in Science, Medicine and Engineering

Übersetzung aus dem US-Amerikanischen von Dagmar Fink und Birgit Mennel für gender et alia (http://www.genderetalia.net/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster)

Brigitte Ratzer

Dr.in Brigitte Ratzer
Leiterin der 
Abteilung Genderkompetenz