.dcall 2021 Projekte Kurzinfos

Informationen zu den laufenden .dcall 2021-Projekten

Auch im .dcall 2021 wurden Projektideen gesucht, die die Zukunft der TU Wien mitgestalten können - sei es in der Lehre, in Verwaltungsprozessen, im Forschungssupport oder in der digitalen Infrastruktur. Wichtig war zusätzlich zum zentralen Aspekt eines Digitalisierungsvorhabens, dass die geförderten Projekte der gesamten TU zu Gute kommen können. Nachhaltigkeit und die Zusammenarbeit über einzelne Organisationseinheiten hinweg waren ebenfalls wichtige Faktoren, da Querschnittsthemen in möglichst viele Bereiche hineinwirken können.

Zusätzlich zu den derzeitigen 12 neuen Projekten hat das Rektorat drei Folgeprojekte zu Themen aus dem .dcall 2020 genehmigt. Mit besonderem Fokus auf die Zukunft der Lehre an der TU Wien werden ebenfalls zwei Projekte aus dem eTUcation-Programm des Vizerektorats für Studium und Lehre im Rahmen dieses .dcalls unterstützt.

Hier finden Sie eine Liste aller Projekte, die im .dcall 2021 bereits zur Umsetzung eingeladen wurden.

.dcall 2021 Gewinner

Projekt Kurzbeschreibung Projektleitung

Gemeinsam zum One-Stop-Shop mit University Service Management

Serviceprozesse für Studierende und Mitarbeiter_innen werden an der TU Wien noch selten organisationsübergreifend abgestimmt bzw. durchgeführt. Auch die digitale Unterstützung ist dafür nicht vorhanden. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer Übersicht über die an der TU Wien angebotenen Services samt deren Anbieter_innen/Verantwortliche, Strukturierung dieser Angebote nach Kunden_innengruppen und Kontext und Bereitstellung in Form eines digitalen TU Servicekataloges. Im Fokus stehen dabei in diesem Projekt vor allem nachhaltige Nutzbarkeit, Qualität der Inhalte, einfache Pflege durch die Service-Anbieter_innen und gute Durchsuchbarkeit durch Kunden_innen.

Angelika Müller

e-xam

Prüfungen sind nicht mehr an einen Hörsaal, an Papier, an lineare Korrektur gebunden. Welche digitalen Möglichkeiten zu ganzheitlichen Prüfungsszenarien zur Zeit gibt, die auch den Realitäten der einzelnen LVAs entsprechen, ist noch sehr unklar. Nach eine Recherchearbeit in diesem Feld sollen in diesem Projekt Prüfungsszenarien für den Einsatz von digitalen Technologien im Prüfungsbetrieb entwickelt werden.

Christian Huemer
Teaching 4.0 -  FEM-Simulation into AR In diesem Projekt soll die bestehende AR-Lehrplattform, welche im Rahmen des .dcall 2020 entwickelt wurde, um neue Dateiformate sowie eine für diverse Fachgebiete relevante Dokumentation ergänzt werden. Die reinen 3D-Modelle werden mit Ergebnissen aus FE-Analysen (FEA) überlagert (augmented reality), zB.: die 3D-Spannungen in einem Bauträger eingeblendet und die Stromlinien um einem umströmten Körpers dargestellt, um anschaulich die Auswirkungen verschiedener Trägergeometrien auf die Spannungsverteilung oder Formen auf die Stromlinien zu verdeutlichen. Durch diese Aufbereitung in verschiedenen Dateiformaten kann die Plattform dann von mehreren Fakultäten der TU Wien und anderen Applikationen genutzt werden. Harald Urban
Project Support as a Service – ProSAAS In den verschiedensten Bereichen der TU Wien werden Forschungsprojekte unterschiedlichster Ausprägung und Größenordnung abgewickelt. Die notwendige Projektplanung und -abwicklung ist zur Zeit von Projekt zu Projekt, von Manager_in zu Manager_in und von Bereich zu Bereich unterschiedlich. In diesem Projekt soll ein Konzept für eine möglichst vollständige digitale Abbildung und Unterstützung des Projekt- und Projektportfolio-Managementprozesses erstellt werden. Es sollen einerseits die verschiedenen Anforderungen für Management, Ressourcenplanung und Repräsentation erfasst, und andererseits bereits umgesetzte Lösungen/Tools analysiert werden. Das Konzept soll sowohl auf wissenschaftliche (Drittmittel-)Projekte als auch auf Projekte im Dienstleistungsbereich anwendbar sein. Langfristig soll hier der Grundstein für einen TU-weiten Support für das Management von Projekten, Ressourcen und Außenrepräsentation gelegt werden. Sabine Sint
Bringing the lab to the student: digital twin models In diesem Projekt soll ein digitales Zwillingmodell von einem physischen Labor erstellt werden, sodass ein zeit- und ortsunabhängiger Zugang zum Labor möglich wird. Das Projekt basiert auf TUWEL in der Umgebung von der Jupyter Infrastruktur, wodurch Methoden, Prozesse und Anwendungen erprobt werden können ohne ein Labor physisch betreten zu müssen. Stan Thorez 
TUW DataServices

Dieses Projekt soll überprüfen ob die verschiedenen TUW-Datenquellen, wie DataLAB, DataLake, TUW Repository, JaaS, EODC und EGI gemeinsam nutzbar sind. VMs sollen dabei am dataLAB implementiert, die Datenquellen / Prozessstandards zu einheitlichen Services an der TU Wien entwickelt und die Verknüpfung zu EGI erstellt werden.

Matthias Schramm
JaaS-MOOC (Massive open online Course via TUW Jupyter-as-a-Service) Angehende Studierende und Studienanfänger_innen verschiedener Studienrichtungen starten mit heterogenen EDV-Kenntnissen ihr Studium. Aufgrund von EDV-Defiziten kommt es häufig zu Überforderung und schließlich zu Studienabbrüchen. Um die Dropout-Quote zu senken, soll ein interaktiver Online-Kurs entstehen, durch den Studierende ihre Wissenslücken erkennen und schließen können. Auf Basis von TUWEL und durch die Etablierung von Jupyter-as-a-Service soll ein niederschwelliger Zugang zu Computergrundlagen im look-and-feel der digitalen TUW Lehre ermöglicht werden. Gottfried Mandlburger
Digitalen Wandel Gestalten Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt soll auch in Form eines neuen Studiengangs mitgetragen und an die nächsten Generationen weitervermittelt werden. Deshalb soll in diesem Projekt unter Einbeziehung diverser Fakultäten und andererseits eines Industriebeirats ein neues Curriculum erstellt werden. Ferner soll ein Demonstrator aufgebaut werden, welcher die Idee der "digitalen Lernfabrik" veranschaulicht. Stefanie Elgeti
Open Data | Open Science: 
Wissensverteilung anhand audiovisueller Medien Durch die technische Nutzbarmachung von Videos im wissenschaftlichen Kontext entsteht ein Anreiz für Forscher_innen, Videos zu ihrer Arbeit zu produzieren und zu publizieren. Um die schnelle und bessere Auffindbarkeit der wissenschaftlichen Videos zu unterstützen, werden in diesem Projekt reiche Metadaten samt Identifikatoren im wissenschaftlichen Kontext verankert und über die fachlich passenden Disseminationskanäle verteilt. Dabei soll ein Prozess für die Eingabe und Wartung der Metadaten bei Syndication von Videos via reposiTUm definiert werden.  Heidrun Bellio
Digitale Innovationsplattform Das Projekt hat zum Ziel, eine digitale Innovationsplattform zu schaffen, die durch den Innovationsprozess führt und die Kollaboration universitärer interner Bereiche sowie externer Partner ermöglicht. Dies dient einerseits der TUW Community-Strategie und andererseits soll es interne Organisations- sowie Forschungsbereiche zur Kooperation animieren. 

Michael Kaiser

Gernot Pöchgraber

digiTeachVR - Digitale, integrale Lehrveranstaltung für den Einsatz von Virtual Reality in Industrial Data and Building Science Das Ziel des Projektes ist die Konzeption und Erstellung einer hybriden Lehrveranstaltung, welche auf einer digitalen, integralen Wissens- und Lernplattform auf der Basis von TUWEL fußt. Die Lehrveranstaltung wird dann durch die beiden wissenschaftlichen Partner angeboten und nutzt hierbei die von der TU.it bereitgestellte Infrastruktur. Hierbei werden vorhandene Lehrinhalte aus IDS (Smart and Knowledge-Based Maintenance (SKBM) und VR (Integrale Bauplanung und Industriebau (IBAU) mit den Jupyter as a Service (JaaS) Infrastruktur der TU.it kombiniert, erweitert und für die jeweiligen Studienrichtungen der Fakultäten angepasst zur Verfügung gestellt.  Fazel Ansari
Call.fit - Personalisierte Call-Informationen für TUW Forscher_innen

Unzählige Fördergeber sowie hunderte Förderprogramme machen es Forschenden oft schwer, passende Fördermöglichkeiten oder Alternativen für stark nachgefragte Programme mit niedriger Erfolgsquote zu finden. Das Recommender-System „call.fit“ soll das Framework und die Standards von RIS Synergy nutzen, personalisierte Call-Informationen zu liefern und damit Forschende bei der Drittmittelakquise zu unterstützen. Das Ziel des Projektes ist eine Machbarkeitsstudie, um Parameter und ein Recommender-Modell für ein in einem Nachfolgeprojekt zu entwickelndes „score model“ zu finden. Dieses soll (inter-)nationale Calls, basierend auf internen Informationen aus TISS, reihen und strukturiert als individuelle Empfehlung in TISS ausgeben. Dadurch wird eine höhere Qualität der Empfehlungen im Vergleich zu kommerziellen Lösungen erwartet und die Nutzung von TISS weiter attraktiver gestalten.

Christian Maszl-Kantner

Folgeprojekte aus dem .dcall 2020

Projekt Kurzbeschreibung Projektleitung

Folgeprojekt Digital Media Classroom - vom Design in den Betrieb

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Vorgängerprojekts "Cluster Digital Media Classroom", soll an den erreichten Zielen in diesem Projekt angeknüpft werden. Ziel ist es, dass Präsenzlehre, Online-Meeting und E-Learning in einer hybriden Lehrform perfekt ineinandergreifen – mit dem bestmöglichen Support, um die digitalen Möglichkeiten optimal zu nutzen.

Thomas Rothen

Heinz-Bodo-Schmiedmayer

Jürgen Fränzer

Digitales Prüfen - ein Rahmenwerk für die TU Wien

Ziel dieses Nachfolgeprojektes ist es, ein Rahmenwerk vorzustellen, welches den gesamten Prozess rund um eine Prüfung abbildet. Dieser Prozess soll die gesamte Bandbreite einer Prüfung behandeln, also von möglichen Vorbereitungsaufgaben zur Übung, über die Ankündigung, die Abhaltung, die Verbesserung und das Feedback bis hin zur statistischen Auswertung. Viele Maßnahmen, die in der Zeit der Pandemie schon erprobt wurden, können so der breiten Masse der Lehrenden zugänglich gemacht und dadurch erhalten werden.

Andreas Körner
Jupyter as a Service 2.0 Die durch die erfolgreichen .dcall 2020 Projekte „Jupyter as a Service“ und „digiLab“ geschaffene Jupyter Notebook-Infrastruktur verzeichnete eine Verdoppelung an Lehrveranstaltungen und Nutzer_innen. In diesem Folgeprojekt soll die bestehende Jupyter as a Service-Infrastruktur weiterentwickelt werden, sodass LV-Leiterinnen selbstständig neue JupyterHubs anlegen können und ihre individuellen Software-Images mit Unterstützung des Projektteams selbständig anpassen und erweitern können. Dafür ist u.a. die Integration unseres neuen „Grader Service“ notwendig. Weiters sollen zur Unterstützung von Deep-Learning LVAs Grafikkarten bereitgestellt werden. Elias Wimmer

eTUcation-Projekte

Projekt Kurzbeschreibung Projektleitung

Barrierefreie Videos in der Lehre

Ausgehend von den bisher erarbeiteten Anleitungen und Schulungen zur Erstellung von barrierefreien Lehrvideos soll in diesem Projekt ein Leitfaden mit den fehlenden oder unscharfen Aspekten erstellt werden. Dabei soll auch ein Schulungskonzept für Lehrende entstehen und ein Pilotprojekt mit ausgewählten Lehrveranstaltungen ausgeführt werden.

Anna Lena Füssl

Digitaler Anerkennungsworkflow

Durch die Digitalisierung des Anerkennungsworkflows soll die Durchführung von Anrechnungen vereinheitlicht und vereinfacht werden. Die Transparenz wird damit deutlich erhöht und langfristig gesehen können Standardanrechnungen festgelegt werden. Damit werden Studiendekan_innen bzw. Dekanate im Arbeitsaufwand entlastet. Auch können alle Neuerungen, die sich durch die UG Novelle zum Thema Anrechnungen ergeben haben, in den Prozess eingearbeitet werden.

Shabnam Tauböck

Student Life Hacks 2.0

Projekt Kurzbeschreibung

ID 3.0 - digitaler Studierendenausweis

"Karte adeiu!" In der Einreichung "digitaler Studierendenausweis" wird die Weiterentwicklung des Studierendenausweises vorgeschlagen – vom Scheckkartenformat ab in die Smartphone-Wallet.

In den letzten Monaten haben sich einige unserer wichtigsten Dokumente im Smartphone angesiedelt: bei den Eingangskontrollen zücken wir dieses um unsere aktuellen Zutrittsberechtigung anzuzeigen; im Café weisen wir damit unseren G-Status aus - alles einfach am Smartphone, ohne dabei zusätzliches Papierwerk mit uns tragen zu müssen. Den selben Zugang stellt die Idee des digitalen Studierendenausweises dar, am Smartphone hinterlegt und im Abgleich mit der TU immer auf Aktualität und Authentizität geprüft. Mit allen wichtigen Informationen ausgestattet soll der digitale Studierendenausweis eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Studierenden eröffnen. Die digitale Umsetzung erlaubt es weitere Funktionen durch Updates zu ergänzen, die Funktion als Ausweis ist somit nur der erste Schritt in der Umsetzung.

TUtor

In der zweiten prämierten Idee wird eine Lösung für die Frage: "Wie bewältige ich die Stolpersteine im Studium?" geboten, denn wenn man selber nicht mehr weiterweiß hilft TUtor aus! In der Projektidee wird die Vernetzung von Studierenden zum gemeinsamen Lernen. Studierende die durch Erfolge brillieren, können auf der vorgeschlagenen Plattform zu Tutor_innen werden und dadurch ihren Kolleg_innen durch Nachhilfe unter die Arme greifen. Eine_n passende_n Tutor_in zu finden ist eine große Herausforderung, auf "TUtor" werden Wissenssuchende und Hilfeanbietenden verknüpft, unabhängig vom eigenen Netzwerk können Studierende mit Kolleg_innen, die sich besonders gut in einer LVA oder in einem Wissensgebiet auskennen, in Kontakt treten. Das TU weite Angebot soll zentral zugänglich sein und somit eine Gemeinschaft bieten, die es möglich macht das Studium schnell und erfolgreich zu meistern. 

Video Cloud 

Videoaufzeichnungen von Vorlesungen ermöglichen den Studierenden eine einfache Nachschau der Lerninhalte und erlauben, nicht nur in der Distanzlehre, das Studium flexibler zu gestalten. Aufzeichnungen von Vorlesungen und Vorträgen gehören als Ergänzung zu Präsenzvorlesungen zum Alltag der Studierenden. Vorlesungsübertragung, Nachschau und vertiefende Inhalte finden sich auf den unterschiedlichsten Plattformen, oft verlinkt oder hinter Anmeldungen verborgen, sind die Videos nicht immer leicht auffindbar. Mit der Idee einer neuen "Video Cloud" soll dies gelöst werden. Dabei wird die Auffindbarkeit der Videos unter die Lupe genommen und gelöst. Eine einheitliche Suche soll den Zugriff auf Lerninhalte, einfach und schnell ermöglichen - unabhängig davon wo die Videos hinterlegt wurden. Die Studierenden der TU Wien sollen somit Lernvideos ohne viel Aufwand finden und aufrufen können – damit keine Inhalte übersehen werden und dem Lernerfolg nichts im Weg steht.