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Zehn Jahre ERC: Ein europäisches Erfolgsprojekt

Mit einem ERC-Grant des European Research Council ausgezeichnet zu werden gilt als Ritterschlag in der Forschung. Über 18 ERC-Grants konnte sich die TU Wien bisher freuen.

Zehn Jahre ist es her, dass das European Research Council gegründet wurde – eine internationale Organisation zur Förderung wissenschaftlicher Exzellenz in Europa. Grundlagenforschungs-Projekte aus allen wissenschaftlichen Disziplinen können beim ERC eingereicht werden, einen der hochdotierten ERC-Grants einzuwerben gilt als hohe Auszeichnung.
 
Die TU Wien hat in diesen zehn Jahren stark vom ERC profitiert: Über insgesamt 18 ERC Grants konnte man sich an der TU Wien bisher freuen. „Die hohe Anzahl an ERC-Grants zeigt, dass an der TU Wien Forschung auf Spitzenniveau betrieben wird“, sagt Prof. Johannes Fröhlich, Vizerektor für Forschung und Innovation. „Besonders erfreulich ist auch, dass unter den ERC-Grants alle fünf Forschungsschwerpunkte der TU Wien vertreten sind. Wir haben also in all unseren Kernbereichen Spitzenforschung vorzuweisen.“

Vergeben werden die ERC-Grants in unterschiedlichen Varianten: Die „Starting Grants“, mit einem maximalen Fördervolumen von 2 Millionen Euro, sind für besondere Nachwuchstalente (2-7 Jahre nach Abschluss ihrer Dissertation) gedacht, denen mit dem ERC-Grant die Möglichkeit gegeben werden soll, ihre eigene Forschungsgruppe aufzubauen und sich international zu etablieren. Für die „ERC Consolidator Grants“ kann man sich 7-12 Jahre nach Abschluss der Dissertation bewerben. Mit bis zu 2.75 Millionen Euro sollen sie dabei helfen, die Position bereits etablierter Forschungsteams an der Weltspitze zu konsolidieren. Wer bereits auf eine längere Spitzenkarriere in der Wissenschaft zurückblicken kann, darf sich Hoffnungen auf einen „Advanced Grant“ machen, dotiert mit bis zu 3.5 Millionen Euro. Die Bewilligungsquote ist freilich in allen drei Sparten eher gering – sie bewegt sich in der Größenordnung von 10%.

Nachlese - Die ERC-Grantees der TU Wien:

Andrius Baltuska - Cycle‐Sculpted Strong Field Optics
Günter Blöschl - Deciphering River Flood Change
Silke Bühler‐Paschen - Quantum Criticality, The Puzzle of Multiple Energy Scales
Ulrike Diebold - Oxide Surfaces, Microscopic Processes and Phenomena at Oxide Surfaces and Interfaces
Georg Gottlob - Domain‐centric Intelligent Automated Data Extraction Methodology
Christian Hellmich - MICROBONE, Multiscale poro‐micromechanics of bone materials, with links to biology and medicine
Thorsten Schumm - Nuclear Atomic Clock
Siegfried Selberherr - Modeling Silicon Spintronics
Stefan Szeider - The Parameterized Complexity of Reasoning Problems
Franz Schuster - Isoperimetric Inequalities and Integral Geometry
Karsten Held - Ab initio Dynamical Vertex Approximation
Jörg Schmiedmayer - QuantumRelax: Non Equilibrium Dynamics and Relaxation in Many Body Quantum
Aleksandr Ovsianikov - Laser‐engineered Biomimetic Matrices with Embeddes Cells
Arno Rauschenbeutel - NanoQuaNt – Nanofiber Quantum Networks
Laura Kovacs - Symbolic Computation and Automated Reasoning for Program Analysis
Silvan Schmid - PLASMECS ‐ NanoPlasmoMechanical Systems
Jan Kunes - Excitonic Magnetism in Strongly Correlated Materials
Neven Barišić - TheONE – Janus‐face of the localized carrier in cuprates: generating pseudogap and high temperature superconductivity