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Resilienz – nur ein Schlagwort? Eine Analyse österreichischer Strategien zur Infrastrukturentwicklung

Zwei Diagramme. Oberes Säulendiagramm zur Anzahl an Dokumenten nach Erscheinungsjahr. Unteres Diagramm: Thematische Schwerpunkte im strategischen Infrastrukturresilienzdiskurs

© Suitner | Authried

Im Rahmen des Forschungsprojekts RESIST hat das Projektteam den ersten Zwischenbericht , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenstervorgelegt. Johannes Suitner und Alexander Authried beschreiben darin die Ergebnisse ihrer Inhaltsanalyse von 123 Konzepten, Strategien und Berichten zur Entwicklung kritischer Infrastrukturen in Österreichs Stadtregionen.

Ziel der Analyse war es herauszufinden, ob Resilienz in den Dokumenten eine signifikante Rolle spielt, wie das Konzept definiert wird, und ob es als Handlungsprinzip für strategisch-politische Entscheidungen in der Entwicklung kritischer Infrastruktursysteme in Österreichs Stadtregionen dient. Das Ergebnis: Während der Begriff seit 2018 durch Klima- und Gesundheitskrise auf strategischer Ebene einmal mehr befeuert wird, bleibt Resilienz ein weitgehend undefiniertes Schlagwort. Stattdessen dominieren weiterhin rein technische Belange wie die Versorgungssicherheit, die mit sozialökologischen und sozioökonomischen Perspektiven systemischer Transformation konkurrieren.