Cultural Collisions bietet Schüler_innen und Lehrer_innen einen völlig neuen Zugang, um die TU Wien, das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien und das Technische Museum Wien kennenzulernen und Einblicke zu bekommen. Schüler_innen tauchen durch die kreative Auseinandersetzung in topaktuelle Themen im universitären Umfeld ein. Die Erkenntnisse und Erfahrungen ermöglichen eine neue Perspektive und eine individuelle Planung der weiteren schulischen und beruflichen Laufbahn. 

Das Besondere an diesem Projekt ist für uns die Verknüpfung von Wissenschaft und Kunst. Die Workshops und Ausstellungen begleiten den Gestaltungsprozess ideal, theoretisches Wissen über Klimawandel in ein multimediales Kunstwerk umzusetzen. Die Schüler und Schülerinnen profitieren nicht nur inhaltlich. Sie machen als Individuum und als Klasse einen Entwicklungsprozess durch. Durch die finale Ausstellung erfahren sie zudem besondere öffentliche Wertschätzung für ihr Tun und ihre Ergebnisse.

Ulrike Schedl-Schrottmayer & Klemens Frick

BG/BRG Pichelmayergasse

Programmelemente 

Das Programm von Cultural Collisions gliedert sich in verschiedene Elemente. Die der Inspiration dienende Initiativausstellung an der TU Wien markiert den Beginn des Projekts, die Workshops an den Museen mumok und Technisches Museum Wien sowie die Erstellung eines Kunstwerks im Unterricht durch die Schüler_innen bilden die weiteren Programmelemente des Projekts.

Studierende der TU Wien bereiten, im Rahmen einer Lehrveranstaltung, technologische Themenstellungen wissenschaftlich auf und konzipieren eine interaktive Ausstellung für die Teilnehmer_innen des Projekts. Parallel dazu übersetzen Künstler_innen die technischen Problemstellungen in Kunstwerke, stellen diese aus und inspirieren durch einen anderen Blickwinkel. Die vermittelte Inspiration regt zur eigenen Kreativität und Begeisterung an.

Cultural Collisions beginnt nach der Ausstellung: Schüler_innen und Pädagog_innen erleben ein wissenschaftlich und künstlerisch aufbereitetes Thema, nehmen dieses mit und bearbeiten es in den Unterrichtsfächern entsprechend weiter. Die teilnehmenden Museen unterstützen in Workshops über das Semester auf dem Weg zum eigenen Kunstwerk.

Vermittlungsworkshop im mumok 

Das mumok mit seiner Kernkompetenz in der Kultur- und Geistesgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts hat eine substanzielle Verantwortung, die Diskrepanz zwischen alltäglicher Lebenswelt und immer spezialisierten und weitestgehend abstrakten beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen zu diskutieren und verringern.

Die moderne und zeitgenössische Kunst stellt bestehende Regeln und Konventionen infrage. Häufig folgt sie einem transdisziplinären Ansatz, den das mumok auch in seiner Bildungsarbeit im Schwerpunkt kreatives Lernen verfolgt. Wir laden die Schüler_innen ein, ihre kreativen Projekte zu realisieren und im Museum zu präsentieren. Die teilnehmenden Schulen werden zu einem intensiven Programm durch das gesamten Museumsgebäude eingeladen. Dabei erleben sie einen interaktiven Ausstellungsbesuch, einen Mitmachvortrag zum Thema „Was ist Kunst und was kann Kunst?“, Brainstorming-Sessions zu den eigenen Werken im Klassenverband und einen partizipativen Workshop zum Thema Gestaltung. 

Die Abschlussausstellung wird im Sinne der Cocreation mit einem Team aus Klassenkurator_innen in den mumok Räumlichkeiten konzipiert und umgesetzt. Sie wird von einem umfassenden Rahmenprogramm aus Führungen, Vorträgen und Publikationen begleitet.

Gemeinsam mit den Schüler_innen machen wir das mumok zu einem dialogischen Bildungsort, der komplexe Themen zusammenführt, Wissenschaft und Kunst gemeinsam denkt und gemeinsam erarbeitete Ergebnisse auch gemeinsam sichtbar macht. 

Vermittlungsworkshop im Technischen Museum Wien

Im Workshop des Technischen Museum Wien setzen wir einen Schwerpunkt, der oft nicht mit Wissenschaft in Verbindung gebracht wird, aber für uns Menschen in jeder Beziehung – und vor allem auch in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen – ganz zentral steht: unsere Gefühle. 

In den etwa 2-stündigen Workshops erleben die Schüler_innen zunächst einen interaktiven und diskursiven Rundgang durch die Ausstellungen, in der verschiedene Aspekte des Projektthemas auf jugendgerechte Weise beleuchtet werden: Wie haben technologische Entwicklungen zum Klimawandel beigetragen? Welche Antworten können innovative Forschung und Technik auf aktuelle Fragen geben? Wie ging die Gesellschaft in der Vergangenheit mit den Herausforderungen von Paradigmenwechseln in der Kultur- und Technikgeschichte um? Welche Geschichte(n) erzählen die Objekte – und was ist der Unterschied zu Kunst-Objekten? Und vor allem: Was löst das alles in mir aus? Bei jeder Station nehmen wir uns Zeit, unsere (Klima-)gefühle und die Bedürfnisse, auf die sie hinweisen, wahrzunehmen. Diese Reflexionen setzen wir kreativ um, und machen so einen Schritt hin zur eigenen Botschaft, die die Schüler_innen in ihren Kunstwerken zu Projektabschluss transportieren wollen.

Dieser Zugang über die emotionale Kompetenz lädt die Schüler_innen in einen Dialog ein, in dem alles ausgesprochen werden darf – zwischen Angst und Hoffnung, Widerstand und Gleichgültigkeit – um so Raum für und Umgang mit eigenen und anderen Positionen zu erleben, und eine Basis für selbstermächtigte und verantwortungsvolle Entscheidungsfindung zu schaffen – die Grundlage für breite Teilhabe und Mitgestaltung an einem gemeinsamen gesellschaftlichen Prozess.

Nach Projektstart erarbeiten die Schulklassen gemeinsam mit ihren Lehrkräften ein Kunstwerk zum entsprechenden Thema. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Vom Gemälde, über eine Skulptur, ein Gedicht bis hin zur Tanzperformance – alles ist möglich!

Ausgewählte Kunstwerke werden im mumok ausgestellt und können so der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das mehrjährige Projekt wird durch die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien begleitet und laufend evaluiert. Somit kann das Projekt bei Bedarf adaptiert werden. Weiters werden Methoden und Unterlagen, durch die Pädagogische Hochschule Wien, entwickelt, die Lehrkräfte dabei unterstützen diese Methodik in ihrem Unterreicht einfließen zu lassen.

Da es sich bei Cultural Collisions um ein interdisziplinäres Projekt handelt, ist es notwendig, dass sich pro Schulklasse zwei Lehrer_innen aus unterschiedlichen Fächern (z.B.: Bildnerische Erziehung und Physik, Technisches Werken und Chemie, o.ä.) zusammenschließen, um für Rückfragen der Schüler_innen zur Verfügung zu stehen.

Themenschwerpunkt Klimawandel

Die inhaltliche Ausrichtung widmet sich dem Klimawandel. Darunter befinden sich folgende Schwerpunktthemen:

  • Städte / Gebäude
  • Energie
  • Mobilität
  • Produktion / Technologien
  • Ressourcen / Materialien

Anmeldung 

Eine Anmeldung ist bis einschließlich 30. April 2024 unter culturalcollisions@tuwien.ac.at möglich.

Eine Zusage durch die TU Wien erfolgt bis spätestens Mitte Juni 2024. Nach Zusage der TU Wien ist Ihre Teilnahme verbindlich.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung folgende Infos bekannt:

  • Name der Schule
  • Namen der teilnehmenden Lehrkräfte (mind. 2) inklusive Mail-Adressen
  • Klasse + Schüler_innenanzahl
  • Hat Ihre Schule bzw. die Klasse schon an dem Projekt teilgenommen?

Zustimmungserklärung

Da im Rahmen des Projekts sowohl Fotos als auch Videos gemacht werden, bitten wir die Lehrkräfte vorab alle unterzeichneten Zustimmungserklärungen für Foto, Video und Audio an culturalcollisions@tuwien.ac.at zu übermitteln. Eine Teilnahme ist sonst nicht möglich. 
Das entsprechende Formular wird Ihnen nach der Bestätigung der Registrierung zugesendet. 

Fragen?

Bei Fragen können Sie sich gerne an culturalcollisions@tuwien.ac.at wenden.

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