Campus Freihaus

DA – DB – DC – Freihaus

Das Freihaus ist aufgrund des Alters und der sehr intensiven Nutzung als Laborgebäude sanierungsbedürftig. Als Folge der Zusammenführung der Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften am Getreidemarkt werden im Rahmen von TU-Nachnutzungen freiwerdende Bereiche saniert und modernisiert. 

Mit den Fakultäten Mathematik und Geoinformation sowie Physik wurden zur Zusammenführung der Institute im Freihaus entsprechende Projekte entwickelt. 

Mit dem Auszug der Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften begannen ab 2014 im grünen Bereich (A-Turm – vorwiegend Mathematik) im 3. bis 8. Obergeschoß und im gelben Bereich (B-Turm) im 3. und 4. Stockwerk die Bauaktivitäten. Es erfolgten Sanierungsarbeiten, Adaptierungen von Teilbereichen und strukturbereinigende -Maßnahmen. 

DE – Treitlhörsaal

Im kulturellen Leben der Stadt Wien spielte das Gebäude Treitlstraße schon immer eine Rolle. Fritz Judtmann und Egon Riss errichteten 1930 mit dem Objekt den ersten Stahlbetonskelettbau in Wien. Karl Kraus nutzte den Festsaal dieses Gebäudes 1932 mehrfach für seine Offenbach-Vorlesungen. Schon bald nannte man den Veranstaltungsraum im 1. Untergeschoß mit Galerie im Erdgeschoß „Offenbach-“ oder „Karl-Kraus-Saal“. Ab Februar 1937 nutzte die „Gesellschaft der Filmfreunde -Österreichs“ den Saal für Filmvorführungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude als Informationszentrum für die russische Armee. Ab 1959 kehrten wieder Kunst und Kultur in das Gebäude zurück: Im Frühjahr veranstaltete die Wiener Gruppe ihr 2. Literarisches Cabaret. Friedrich Achleitner und Konrad Bayer zertrümmerten dabei ein Klavier und provozierten so einen Polizeieinsatz. Ein Aufreger war beispielsweise auch die Aktion # 43 – das „Direct Art Festival“ – von Otto Mühl gemeinsam mit Günther Brus, in der kurze „revueartige“ Aktions-Sketches aufgeführt wurden. Ein musikalisches Highlight in den 1970er Jahren war der Auftritt der britischen Punkrock-Band „The Clash“ („Should I Stay or Should I Go“).

1986 mietete das Wissenschaftsministerium das ehemalige Gewerkschaftsgebäude für die TU Wien an, da es günstig in den Komplex Freihaus/ TU-Bibliothek eingebunden werden konnte. Der ursprüngliche Veranstaltungssaal wird seitdem als Hörsaal vor allem von der Fakultät für Informatik, aber auch für diverse kulturelle Veranstaltungen genutzt. 

In den Sommermonaten 2012 wurde der Hörsaal von Grund auf instandgesetzt. Die Haustechnik, insbesondere die Lüftung und die elektrotechnische Infrastruktur, wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, um den Anforderungen eines modernen Lehrraums gerecht zu werden. Der gesamte Bereich wurde barrierefrei besser -erschlossen. 

Die Sanierung wurde vom damaligen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen des Programmes „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) finanziert.