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11. Februar TUW: Wir sind Women & Non-Binary People in Science

Frauen und Non-Binary People an der TU Wien zeigen ihr Gesicht anlässlich des UN-International Day of Women and Girl’s in Science.

Collage mit 60 Frauen und nicht-binäre Personen.

unter: https://www.tuwien.at/tu-wien/organisation/zentrale-bereiche/genderkompetenz/womens-day-urheber-innen

Über 60 Frauen und nicht-binäre Mitarbeiter_innen der TU Wien haben anlässlich des „International Day of Women and Girls in Science, öffnet eine externe URL“, der am 11. Februar stattfindet, bei der Aktion „Wir sind „Women & Non-Binary People in Science“ mitgemacht und ihr Bild für eine Collage mit den vielen weiblichen und nicht-binären Gesichtern der TUW geschickt. Mit dieser Aktion möchten wir den wichtigen Beitrag dieser Personen für die TU Wien ins Zentrum rücken. Vielen Dank allen, die sich dafür engagiert haben!

Women in Science*

Die UN veranstaltet den International Day of Women and Girls in Science, öffnet eine externe URL um den Zugang von Frauen und ihre Beteiligung an Bildungs- und Forschungsaktivitäten im „MINT“-Bereich zu stützen und zu fördern. Die TUW wird rund um dieses Datum Frauen und nicht-binäre Personen vorstellen, die an der TU Wien für und in der Wissenschaft arbeiten und damit der Technik eine weibliche bzw. nicht-binäre Seite geben.

Ungleichheit in Wissenschaft und Gesellschaft

Die Ungleichheit in unserer Gesellschaft schlägt sich auch in der Wissenschaft und den Universitäten nieder – so zeigt sich, dass Frauen* weniger Forschungsgelder als ihre männlichen Kollegen erhalten und dass nur 12 Prozent der Mitglieder in den nationalen Wissenschaftsakademien Frauen sind. In Spitzenbereichen ist nur eine von fünf Expert_innen eine Frau, die Karrieren von Frauen in der Wissenschaft dauern weniger lang als jene von Männern und in Fachzeitschriften sind sie unterrepräsentiert (s. hier, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster).

Frauen schließen in Österreich bereits häufiger als Männer ein Studium ab, aber in den MINT-Fächern sind sie nach wie vor stark unterrepräsentiert – es sind jene Fächer, in denen die Technologien der Zukunft erforscht und entwickelt werden. Zudem können Fachleute dieser Fächer ein höheres Einkommen erwarten: Der Frauenanteil für das Studienjahr 2020/21 lag bei 55,8 Prozent (Statistik Austria: 02/2023) – in den Fachrichtungen „Technik“ und „Montanistik“ liegen die Frauenanteile bei den Studienabschlüssen bei nur 28,9 bzw. 24,6 Prozent (Studienjahr 2020/21, Statistik Austria: 02/2023).

Ein Blick auf die TUW

Die TU Wien ist überzeugt davon, dass die Technologien, die uns umgeben, von allen Bevölkerungsgruppen und für alle Bevölkerungsgruppen gestaltet sein sollen. Das funktioniert am besten, wenn auch die Personen divers sind, die an ihrer Erforschung und Entwicklung beteiligt sind.

An der TU Wien liegt das Geschlechterverhältnis der Studierenden bei etwa 33 Prozent Frauen und 66 Prozent Männern (Studienjahr 2021/22). Jedoch variieren die Frauenanteile an den verschiedenen Fakultäten stark. Während an der Fakultät für Architektur und Raumplanung und an der Fakultät Technische Chemie die Frauenanteile bei Studierenden bei etwas über 50 Prozent bzw. etwa 44 Prozent liegen, liegt der Frauenanteil der Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik oder Maschinenwesen und Betriebswissenschaften jeweils bei nur 13–14 Prozent.** Positiv entwickelt sich der Frauenanteil bei den Professuren an der TU Wien: Innerhalb eines Jahres – von 2021 auf 2022 stieg er um knappe drei Prozent: von 16,3 (2021) auf 19 Prozent (2022).
Während im sogenannten „Allgemeinen Personal“ der TU Wien mehr Frauen als Männer tätig sind (52,1 Prozent), sind Frauen im „Wissenschaftlichen Personal“ mit einem Anteil von etwa 25 Prozent deutlich unterrepräsentiert. Detaillierte und ausführliche Zahlen und Fakten zu den Geschlechterverhältnissen an der TU Wien werden im jährlich von der Abteilung Genderkompetenz herausgegebenen Gender Monitoring erfasst und analysiert.

An der TU Wien ist die Gleichstellung der Geschlechter unter anderem in den beiden Dokumenten Frauenförderungs, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster- und Gleichstellungsplan, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster verankert. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung aller TU-Angehörigen. Diese wird durch verschiedenste Formate, wie beispielsweise die E-Learnings zum Thema "Unconscious Bias" oder "Diversity Basics" für Mitarbeiter_innen und Studierende der TUW, vorangetrieben.

Betrachten wir die Zahlen, stellen wir fest: Es geht in die richtige Richtung. Um das Ziel einer geschlechtergerechten Universität zu erreichen, braucht es mehr als diese Maßnahmen. Es braucht ein Aufbrechen alter Geschlechterstereotype und einen Kulturwandel vor allem in jenen Fachrichtungen, die nach wie vor stark männlich konnotiert sind. Personen, die sich nicht in binäre Geschlechterkategorien einteilen, sind (derzeit noch) in den Daten weitgehend unsichtbar. Auch hier bleibt viel zu tun. Und dafür, so sind wir überzeugt, braucht es die Anstrengung von uns allen.

 

* Wir beziehen uns im Folgenden auf die Situation von Frauen, da für nicht-binäre Personen noch keine Daten vorliegen.
** alle Zahlen aus dem Jahr 2022

 

Artikel: Ruth Strobl und Edith Wildmann

Quellen:

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