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WienerInnen haben ihre Charta formuliert

Bei den Wiener Charta-Gesprächen hatten die BürgerInnen die Möglichkeit, Grundsätze und Spielregeln für gutes Zusammenleben zu erarbeiten. Die WienerInnen bestimmten dabei selbst die Themen. Die TU Wien war ebenfalls mit einem Gespräch beteiligt.

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Die Wiener Charta ist ein zukunftsweisendes Projekt, eine Form der Beteiligung der BürgerInnen, die es in dieser Form europaweit bisher noch nicht gegeben hat. Es geht darum, Grundsätze und Spielregeln für gutes Zusammenleben zu erarbeiten. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die WienerInnen die Themen selbst bestimmen und die Charta in Diskussionen aktiv mitgestalten. Es wird nichts verordnet – die Stadt Wien ermöglicht diesen Prozess und bietet einen Rahmen dafür. Erarbeitet wird die Charta von den WienerInnen selbst.

"Das Besondere an diesem Projekt war die Offenheit zu allen ihren BürgerInnen, das Bekenntnis dazu, dass Wien Vielfalt auf unterschiedlichsten Formen lebt und teilt, die Transparenz und ihre unbürokratische Zugänglichkeit. Dieses Bekenntnis heißt, Wien ist genauso inländisch wie ausländisch, hetero wie LGBT, alt wie jung, Mann wie Frau und vieles mehr. Alle Menschen hatten zum ersten Mal in der Geschichte Wiens dieselben Startvoraussetzungen um in einem Prozess, der von der Stadt ins Leben gerufen wurde, mitzumachen", so der Integrationssprecher der Grünen Wien, Senol Akkilic. Auch Menschen, die sonst vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, insbesondere Drittstaatsangehörige, Flüchtlinge und papierlose Menschen hatten die Möglichkeit, mitzumachen.

Die Ergebnisse der Charta "Zukunft gemeinsam Leben" ist das Produkt aller WienerInnen, die aktiv in diesem Prozess mitgewirkt haben. Alle TeilnehmerInnen haben sich jeweils zwei Stunden Zeit genommen um darüber zu sprechen, wie sie selbst zu einem besseren Zusammenleben beitragen können. In Zentrum des Chartaprozesses stand der Dialog. Die TU Wien veranstaltete am 2. Oktober 2012 ein Charta-Gespräch zum Thema "Öffentlicher Raum – Lebensraum für uns alle" mit der Raumplanerin Dr. Anja Steglich (Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung).

"Die Ergebnisse der Wiener Charta wurden von allen Beteiligten, die in diesem Prozess mitgemacht haben erstellt. Es ist kein von der rot-grünen Regierung verfasster Text, sondern das Resultat jener Gespräche, die in unterschiedlichen Bezirken abgehalten wurden. Es ist erfreulich, dass hier die Politik nicht eingriff und eine Charta der Regierung formulierte, sondern die Charta die Meinung jener Menschen zum Ausdruck bringt, die in diesem Prozess mitgemacht haben", so Akkilic.

Webtipp: www.charta.wien.at