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Wiener Forschungsfest 2013

Wissenschaft zum Angreifen will das Wiener Forschungsfest vermitteln - diesmal zum Thema "Smart City". Die TU Wien ist auch heuer wieder mit dabei.

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Fiaker, Sachertorte und… Pipette: Im Wiener Alltag ist nicht immer gleich spürbar, dass hier 38.000 ForscherInnen arbeiten. Zeit, die innovativen WissenschaftlerInnen vor den Vorhang zu bitten. Beim Wiener Forschungsfest am Naschmarkt wird von 14. bis 16. September 2013 gezeigt, wie spannend, unterhaltsam und innovativ Forschung sein kann. Die TU Wien ist gleich mehrfach vertreten.

ENUR – Energie im urbanen Raum
Mit energiebewusster Stadt- und Raumentwicklung beschäftigt sich das Forschungsprojekt ENUR von Prof. Rudolf Giffinger, Hartmut Dumke, Claudia Czerkauer-Yamu und den KollegInnen aus dem Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung. Erforscht wird die Raum- und Siedlungsentwicklung in österreichischen Städten im Kontext nachhaltiger Energieversorgung und –planung. Beim Wiener Forschungsfest zeigt das SimLab 3D-Energiemodelle.

Die Stadt als Bergwerk
Prof. Johann Fellner  vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft erforscht mit seinem Team im CD-Labor "Anthropogene Ressourcen", wie man Rohstoffe nutzen kann, die bereits in Konsumgütern oder Infrastruktur eingebaut sind. Abgerissene Gebäude oder weggeworfene Gebrauchsgegenstände könnten zu wichtigen Rohstofflieferanten werden. Statt natürlicher primärer Lagerstätten werden wir in Zukunft vom Menschen gemachte sekundäre Lager nutzen: Die Abriss-Baustelle wird zur gefragten Rohstoff-Lagerstätte. "Wir werden aufzeigen, welche Rohstoffe sich in unterschiedlichen Gütern (Bauwerken, Elektrogeräte, usw.) befinden. Unter anderem werden wir eine Abbruchwand eines Gebäudes ausstellen sowie unterschiedliche Elektronikgeräte und die Fraktionen die aus der Elektrogeräteaufbereitung zurückgewonnen werden können", so Fellner.  

L.I.S.I – Das nachhaltige Haus der Zukunft
An der TU Wien wurde unter der Leitung von Prof. Karin Stieldorf (Institut für Architektur und Entwerfen) ein Konzept für ein Atrium-Haus entwickelt, das sich seiner Umgebung öffnet. Bei schönem Wetter kann man Wände verschwinden lassen und die Grenze zwischen Innen- und Außenraum aufheben. Durch modulare Kombination mehrerer solcher Häuser können zusammenhängende Siedlungen und gemeinsame Innenhöfe gestaltet werden – das Projekt hat also nicht nur eine architektonische, sondern auch eine städteplanerische Komponente. Das Projekt wird beim Wiener Forschungsfest vorgestellt. Präsentiert wird das Haus allerdings nicht, da es derzeit in Kalifornien aufgebaut wird – als Vorbereitung für den Wettbewerb "Solar Decathlon", der im Oktober 2013 stattfindet.

"Smart Cities"-Slam
TU-Physiker Bernhard Weingartner veranstaltet mit Mitwirkung von Prof. Johann Fellner beim Wiener Forschungsfest einen "Science Slam". WissenschaftlerInnen bringen dabei ihre Themen in wenigen Minuten verständlich und unterhaltsam auf die Bühne. Powerpoint ist nicht vorgesehen, daher müssen komplexe Themen mit möglichst kreativen Anschauungsobjekten vermittelt werden.

Smart Talks im Forschungscafé
Das Café Horvath am Naschmarkt verwandelt sich beim Wiener Forschungsfest am Sonntag in einen Hörsaal: Prof. Helmut Rechberger vom Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft ist einer der sechs ExpertInnen, die spannende Kurzvorträge zu smarten Themen, die die Stadt berühren, halten. Interessierte können sich hier über die Zukunft der Mobilität informieren, neue Stadtgebäude erkunden, über die Stadt als Bergwerk diskutieren oder ganz einfach erfahren, was eine smarte Stadt mit den unendlichen Weiten des Weltraums zu tun hat. 

Sonntag, 15.09.2013 von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei!  

14:00 "Urban Mining – Die Stadt ist ein Bergwerk?"
Prof. Helmut Rechberger, TU Wien, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft

Zeit & Ort
14. bis 16. September 2013
Naschmarkt, U4 Kettenbrückengasse

Programm

SmartCity-Forschung an der TU Wien