News

Von der Idee zum Produkt: Dreimal Prototypenförderung für die TU Wien

Anwendungstaugliche Ideen gibt es genug – aber die technologische Umsetzung ist oft nicht einfach. Eine wertvolle finanzielle Unterstützung dabei bringt der Förderungspreis „PRIZE 2010“ – und gleich drei von acht geförderten Projekten kommen diesmal von der TU Wien.

v.l.n.r.: Prof. Johann Kollegger, DI Herbert Pardatscher, Prof. Karl Stich, Dr. Christian Gosch, Dr. Heidrun Halbwirth, Vizerektorin für Forschung/designierte Rektorin Prof. Sabine Seidler, Prof. Thilo Fischer, Prof. Michael Harasek, Saeed Gul, MSc

v.l.n.r.: Prof. Johann Kollegger, DI Herbert Pardatscher, Prof. Karl Stich, Dr. Christian Gosch, Dr. Heidrun Halbwirth, Vizerektorin für Forschung/designierte Rektorin Prof. Sabine Seidler, Prof. Thilo Fischer, Prof. Michael Harasek, Saeed Gul, MSc

v.l.n.r.: Prof. Johann Kollegger, DI Herbert Pardatscher, Prof. Karl Stich, Dr. Christian Gosch, Dr. Heidrun Halbwirth, Vizerektorin für Forschung/designierte Rektorin Prof. Sabine Seidler, Prof. Thilo Fischer, Prof. Michael Harasek, Saeed Gul,...

v.l.n.r.: Prof. Johann Kollegger, DI Herbert Pardatscher, Prof. Karl Stich, Dr. Christian Gosch, Dr. Heidrun Halbwirth, Vizerektorin für Forschung/designierte Rektorin Prof. Sabine Seidler, Prof. Thilo Fischer, Prof. Michael Harasek, Saeed Gul, MSc

Von einer zündenden technologischen Idee an einer Universität bis zu einem marktfähigen Produkt ist der Weg oft weit. Partnerunternehmen aus der Industrie zu finden ist häufig schwer, solange nur die technische Grundidee da ist. Viel einfacher wird es für universitäre ErfinderInnen, wenn ein fertiger Prototyp vorgezeigt und die Praxistauglichkeit demonstriert werden kann.
Um herausragende universitäre Innovationen zu fördern, die bereits patentiert sind, wurde daher der „PRIZE 2010“ vergeben – ein Förderpreis, der die Entwicklung von Prototypen an einer Universität finanziell ermöglichen soll. Acht Projekte wurden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer unabhängigen internationalen Fachjury ausgewählt und vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ausgezeichnet. Drei dieser Förderpreise gehen an Forscherteams der TU Wien.

Substanzen trennen mit Membranen
Professor Michael Harasek und Saeed Gul wurden für ihr Projekt „Energieeffizientes Verfahren zur Aufkonzentrierung von Wertstofflösungen“ ausgezeichnet. Die neuentwickelte Technologie basiert auf einer intelligenten Verschaltung von Umkehrosmose- und Nanofiltrationsmembranen zur Wasser- bzw. Lösungsmittelentfernung. Mit dem Verfahren können so konventionelle Eindampfprozesse in der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie oder der Pharmaindustrie substituiert werden, wobei das Einsparungspotential an thermischer Energie deutlich über 50% beträgt. Fördersumme: EUR 147.140,-

Umweltverträglicher Kampf gegen Pflanzenkrankheit
Dem Feuerbrand, einer weltweit gefürchteten Pflanzenkrankheit, widmeten sich Professor Karl Stich, Christian Gosch, Professor Thilo Fischer und Heidrun Halbwirth. Ihnen gelang es, gegen Feuerbrand wirksame Bakterizide aus Pflanzen zu identifizieren und zu gewinnen– zum Beispiel aus Walnüssen. So soll ein umweltschonender und nachhaltiger Kampf gegen Pflanzenkrankheit möglich werden. Fördersumme: EUR 95.712,-

Windsichere Brückenträger
Professor Johann Kollegger machte sich gemeinsam mit Philipp Egger und Herbert Pardatscher Gedanken über die Stabilität von Brücken: Die Lebensdauer von Zuggliedern wie Tragseilen, Kabeln oder Stangen hängt davon ab, wie gut die Struktur die Energie abdämpfen kann, die durch den Wind auf sie übertragen wird. Durch ein simples Dämpfungssystem aus Rohren, die mit einem flüssigen Medium gefüllt sind, sollen solche Probleme gemeistert werden können. Fördersumme: EUR 57.311,-
Im Rahmen der TU-internen Feier wurden die Siegerprojekte von Vizerektorin Sabine Seidler bei der Urkundenvergabe gewürdigt.

Für die Abwicklung des „PRIZE“-Wettbewerbs wurde die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) beauftragt. Für die TU-interne Unterstützung bei der Projekteinreichung war die Abteilung Forschungs- und Transfersupport zuständig.

Die TU Wien gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern ganz herzlich!