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Umweltpreis „Daphne“: Gold für die TU Wien

Der Solarkonzentrator der TU Wien gewann den Umweltpreis, die „Daphne – Spirit of Environment“ (vormals „Umwelt-Oscar“), der Verlagsgruppe Bohmann.

v.l.n.r.: Geschäftsführerin des Bohmann-Verlags Gabriele Ambros, Heliovis-Chef Felix Tiefenbacher, Prof. Markus Haider, Umweltminister Nikolaus Berlakovich (Foto: Anna Rauchenberger)

v.l.n.r.: Geschäftsführerin des Bohmann-Verlags Gabriele Ambros, Heliovis-Chef Felix Tiefenbacher, Prof. Markus Haider, Umweltminister Nikolaus Berlakovich (Foto: Anna Rauchenberger)

v.l.n.r.: Geschäftsführerin des Bohmann-Verlags Gabriele Ambros, Heliovis-Chef Felix Tiefenbacher, Prof. Markus Haider, Umweltminister Nikolaus Berlakovich (Foto: Anna Rauchenberger)

v.l.n.r.: Geschäftsführerin des Bohmann-Verlags Gabriele Ambros, Heliovis-Chef Felix Tiefenbacher, Prof. Markus Haider, Umweltminister Nikolaus Berlakovich (Foto: Anna Rauchenberger)

Bereits zum 25. Mal verlieh die Verlagsgruppe Bohmann am 2. Juni 2008 den Umweltpreis, die „Daphne – Spirit of Environment“. Umweltminister Nikolaus Berlakovich, UMWELTSCHUTZ-Herausgeber KR Rudolf Bohmann sowie die Geschäftsführer der Verlagsgruppe Bohmann, Gabriele Ambros und Gerhard Milletich, konnten gleich zweimal Gold vergeben: 

Die von der TU Wien unter der Leitung von Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Markus Haider gemeinsam mit Heliovis AG entwickelte Technologie zur Gewinnung von Strom aus Solarenergie – der Solarkonzentrator - sowie die Kühlgeräte-Recyclinganlage der UFH RE-cycling überzeugten letztendlich die Jury. Die „Daphne“ in Bronze ging an die Salzburg AG für ihre Netzausbau-Roadmap. Weitere sieben Projekte wurden als „Daphne Excellent Projects" ausgezeichnet.

Konzentrierte Sonne

Das Institut für Thermodynamik und Energiewandlung (ITE) ist in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner HELIOVIS maßgeblich an der Entwicklung einer revolutionären und patentierten Solarkonzentrator-Technologie beteiligt. Der 1. Versuchsträger wurde an der TU bereits in Betrieb genommen. Die Forschungsgruppe wird sowohl von der Stadt Wien als auch vom Klima- und Energiefonds gefördert. EU-Projekte und internationale Kooperationen sind in Vorbereitung.

Solarenergie hat von allen regenerativen Energieträgern das mit Abstand höchste Potential. Die auf die Erde eintreffende Strahlungsenergie beträgt circa das 8000fache des Welt-Primärenergieverbrauches. Für die solare Stromerzeugung ist es sinnvoll, die Strahlung zu konzentrieren. Solarthermische Stromerzeugung auf Basis parabolischer Spiegel, das heißt Konzentratoren, ist die aktuell kostengünstigste Technik, Solarstrom zu erzeugen. Das Konzentrator-Konzept kann in Verbindung mit Absorberkühlung auch für die Photovoltaische Stromerzeugung eingesetzt werden. Die am ITE entwickelte Technologie benützt anstelle von schweren und teuren Konzentratoren aus Stahl und Glas aufgeblasene und selbsttragende Folien-Systeme. Es wird erwartet, dass damit die Kosten des Solarfeldes, welche bis zu 50 % der Investitionskosten eines Solarkraftwerkes betragen können, auf ein Minimum reduziert werden und somit mittelfristig die Kosten der Solarstromerzeugung in die Nähe der Kosten von Windkraftwerken gebracht werden können.

Nähere Informationen zu der Preisverleihung sowie den weiteren GewinnerInnen erhalten Sie unter http://www.umweltschutz.co.at/index.cfm/id/26768.