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TU Wien spielt in der „Champions League“ der Forschung mit

Weltmeisterschaft, Europameisterschaft, Grand Slam. Wer wissen will, wer die Besten sind, schaut sich die Ergebnisse an. Wie aber misst man gute Forschung? Die Anzahl von WissenschafterInnen, die in einem Land tätig sind, ist mitunter weniger aussagekräftig, als die Anzahl und Qualität von wissenschaftlichen Publikationen. Eine kurze Bestandsaufnahme zur Technischen Universität (TU) Wien soll ein wenig Klarheit bringen.

Das Center for Science & Technology Studies (CEST) listet die weltweit besten Universitäten einer internationalen "Champions League der Forschungsinstitutionen" auf. Bewertet wird die Anzahl und die Qualität der Publikationen über den im Science Citation Index (SCI) ausgewiesenen Impact Factor. "Darin ist die TU Wien immerhin in fünf Disziplinen im Bereich Technik und Naturwissenschaften - bisweilen deutlich vor anderen renommierten Universitäten vertreten", so Prof. Rammerstorfer, Vizerektor für Forschung an der TU Wien.

In den Disziplinen (Qualified Subfields) "Applied Physics, Condensed Matter, Materials Science", "Instrumentation & Measurement", "Materials Science & Engineering", "Computer Science & Engineering" und "Physical Chemistry & Chemical Physics" spielt die TU Wien, die ganz nebenbei bemerkt auch über eineerstklassige Fußballmannschaft verfügt, in der weltweiten Champions League mit.

Aus dem Forschungs- und Technologiebericht 2002 der österreichischen Bundesregierung ist ferner ersichtlich, dass Österreich bei den im Science Citation Index (SCI) gelisteten Veröffentlichungen in den Gebieten Physik, Mathematik, Materialwissenschaften, Maschinenbau und Computerwissenschaften deutlich über dem Weltdurchschnitt liegt.

„Es ist natürlich außerordentlich wichtig und erfreulich wahrzunehmen, dass auch die Wirtschaft klar macht, dass die österreichischen Universitäten als Forschungsstätten nicht ausgehungert werden dürfen und dass die österreichische Landschaft so attraktiv sein muss, dass auch hochgradige, hochmotivierte Wissenschaftler zu uns kommen. Aber einem Bild, das die österreichischen Universitäten pauschal in der Öffentlichkeit schlecht darstellt, muss ich entgegentreten. Jedenfalls in den technischen Disziplinen sind wir Österreicher, und somit auch die TU Wien, gar nicht so schlecht - was nicht heißt, dass wir nicht noch besser werden können und besser werden wollen“, so Prof. Rammerstorfer resümierend ­ und bezieht sich dabei auf die jüngst erfolgte Presseaussendung des Österreichischen Gewerbevereins, in der eine schwache Publikationstätigkeit der österreichischen Universitäten konstatiert und überhaupt ein sehr düsteres Forschungsszenario an Österreichs Universitäten gemalt wird. Nicht zu Recht, wie Prof. Rammerstorfer meint.