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TU Wien ist erfolgreichste Universität bei Prototypenförderung

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft fördert die Entwicklung von Prototypen an Österreichs Universitäten. Die TU Wien kann sich über mehr Förderungszusagen freuen als jede andere Forschungseinrichtung.

Die TU Wien entwickelt Prototypen

Die TU Wien entwickelt Prototypen

Die TU Wien entwickelt Prototypen

Die TU Wien entwickelt Prototypen

Wenn aus einer tollen Idee ein Produkt werden soll, dann kostet das Geld. Das österreichische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft unterstützt die Entwicklung von Prototypen an Österreichs Universitäten mit der Förderungs-Ausschreibung PRIZE. Fünfzehn Projekte wurden ausgewählt, mit gleich vier geförderten Projekten ist die TU Wien die erfolgreichste Universität dieser Förderungsrunde. "Insgesamt stellen wir jetzt 1,43 Millionen Euro zur Verfügung, um Grundlagenforscher an den Universitäten bei der Entwicklung eines patentfähigen Prototyps zu unterstützen", sagt Wissenschafts-, Forschungs und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Rund 413.000 Euro der Fördersumme gehen an Projekte der TU Wien.

Türme aus Beton
Eine neue Methode zum Errichten von Türmen entwickeln Prof. Johann Kollegger und Charlotte Schönweger: Sie planen einen Betonturm-Prototypen mit einer Gesamthöhe von 21 Metern, der aus drei Segmenten bestehen soll. Am Boden werden mehrere Doppelwandelemente aus Beton ringförmig aneinandergefügt, auf das vorhergehende Turmsegment gehoben und dann mit Beton ausgegossen. Durch die Verwendung von Doppelwandelementen, die viel leichter sind als gleich große massive Teile, können größere Turmsegmente verwendet werden – man kommt also mit einer geringeren Zahl von Arbeitsschritten aus. Durch das Ausgießen entsteht Füllbeton ohne Fugen. Diese Bauweise eignet sich beispielsweise für die Errichtung von Windkraftanlagen.

Hochsensible Magnetfeld-Messungen

Prof. Franz Keplinger hatte eine Idee für einen neuartigen Magnetfelddetektor: Er nutzt winzige Schwingungen von Silizium-Strukturen. Auf diesen Strukturen befinden sich elektrische Leitungsbahnen, durch die man Strom fließen lassen kann. Dadurch wirkt in einem Magnetfeld eine Kraft auf die Struktur, und die Amplitude der Schwingung ändert sich. Nicht nur das Magnetfeld selbst, sondern auch winzige räumliche Änderungen des Magnetfeldes auf kleinsten Abmessungen können mit einem solchen Sensor direkt gemessen werden. Der Prototyp soll mindestens zehnmal sensitiver werden als herkömmliche Messgeräte.

Schwefelfreies Biogas
An umweltfreundlicherer Biogastechnik arbeitet Prof. Michael Harasek. Brennbares Gas – etwa Methan, Wasserstoff, Kohlenmonoxid oder Kohlenwasserstoffe – kann man aus biologischen Materialien gewinnen, entweder durch Vergärung oder durch thermische Vergasung. Dabei entstehen aber Gasgemische, die auch Schwefelwasserstoff enthalten, eine korrosive, umweltschädliche und toxische Komponente. Harasek möchte nun einen kompakten Apparat herstellen, der den Schwefelwasserstoff abscheidet.  

Analytik-Methoden
Das Team um Prof. Bernhard Lendl entwickelt einen neuen Inline-Sensor für die "Process Analytical Technology". Ein Patentanmeldungsprozess ist derzeit im Laufen - Details wird die TU Wien bekanntgeben, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist.

Für die TU-interne Unterstützung bei der Projekteinreichung war die Abteilung Forschungs- und Transfersupport zuständig.