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TU Wien: ARA System stiftet Professur für Ressourcenmanagement

Zum 10-jährigen Jubiläum unterstützt das ARA System die Forschung durch eine Stiftungsprofessur für Ressourcenmanagement an der Technischen Universität (TU) Wien.

Wien (TU/ARA). - Bei "Ressourcenmanagement" geht es um die optimale Nutzung von Energie und Stoffen zum Zweck der langfristigen Umweltverträglichkeit. Ein brandaktuelles Thema, dass hervorragend zum Auftrag an das ARA System, Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu unterstützen, passt.

Die Stiftungsprofessur "Ressourcenmanagement" wird am Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft der Technischen Universität (TU) Wien eingerichtet.

Dank dieser neuen Professur ist die Umsetzung des neuen Schwerpunkts Ressourcenmanagement an der Fakultät für Bauingenieurwesen auf hervorragende Weise möglich. Die Professur wird über 6 Jahre gemeinsam von TU und ARA System finanziert.

Anlass für das ARA System, diese Investition in die Zukunft vorzunehmen, ist eine neue Bestimmung des Abfallwirtschaftsgesetzes, nach der über die Abfallverwertung hinaus zukünftig auch Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu fördern sind. Seit Gründung des ARA Systems vor genau 10 Jahren wurden bereits mehr als sechs Millionen Tonnen Verpackungsabfälle verwertet und in den Produktionskreislauf eingebracht. "Abfallvermeidung geht aber über die Aufgaben und Möglichkeiten der Abfallwirtschaft weit hinaus, die sich naturgemäß mit sogenannten "End of pipe" Maßnahmen beschäftigt", meint Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA AG. "Das Konzept eines Produkts, dessen Design, Konstruktion und Verpackung geben vor, wie viel Abfall während und nach seiner Lebensdauer entsteht und welcher Aufwand dann noch erforderlich ist, um das entstandene Altmaterial wieder in eine Kreislaufwirtschaft einzubringen. Durch die Einrichtung der Professur "Ressourcenmanagement" kann eine Ausbildung angeboten werden, die sicherstellen soll, dass zukünftig Waren und Produkte entstehen, die nicht nur alle Wünsche der Konsumenten erfüllen, sondern auch den Anforderungen der Nachhaltigkeit entsprechen. Damit sind auch die erforderlichen finanziellen Mittel am effizientesten eingesetzt."

"Die Abfallwirtschaft muss aktiv mit der Industrie kommunizieren. Denn ein signifikantes Entkoppeln von wirtschaftlicher Entwicklung und Wohlfahrt vom Ressourcenverbrauch ist uns bislang nicht gelungen" beschreibt Dr. Christoph Scharff, ARGEV, die Forschungs- und Wissenschaftsorientierung des ARA Systems: "Wenn wir die Abfallwirtschaft nicht zur Planwirtschaft verkommen sehen wollen, ist die Weiterentwicklung zum Ressourcenmanagement der richtige Schritt . Durch die Kooperation mit der TU Wien und die neue Professur wollen wir im Interesse unserer Lizenzpartner die Chance nutzen, ökologische und ökonomische Ziele sinnvoll zu vereinbaren."

Dem Ruf auf die Professur wird DI Dr. Helmut Rechberger folgen. Der geborene Linzer (Jahrgang 1968) promovierte 1999 an der TU Wien. Bis 2000 war er Assistent am Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft an der TU Wien. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt in Yale/USA wechselte Rechberger als "Oberassistent" für Stoffhaushalt und Entsorgungstechnik an die ETH Zürich. Er erhielt für seine Dissertation "Entwicklung einer Methode zur Bewertung von Stoffbilanzen in der Abfallwirtschaft" den Umweltschutzpreis der Stadt Wien und 2000 den Phönix-Innovationspreis "Einfall statt Abfall". Um dem Ruf nach Wien nachkommen zu können, verzichtet Rechberger auf eine Juniorprofessur an der TU Berlin.

Fotos in Druckqualität zum Download unter:

www.tuwien.ac.at/pr/download/download_pa_43.shtml, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster