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TU-Elektroauto hat sich bewährt

Seit dem Frühling 2012 steht der TU Wien ein Elektroauto zur Verfügung – nach den ersten Testmonaten wird eine positive Bilanz gezogen.

v.l.n.r.: Christian Bauer, Astrid Steiner,  Prof. Bernhard Geringer, Gudrun Weinwurm

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Die erzielbaren Reichweiten: Der Einfluss der benzinbetriebenen Innenraumheizung auf die Energiereserven der Hochvoltbatterie ist nur durch den erhöhten Energiebedarf des Innenraumgebläses gegeben. Zudem führen erhöhte Reibungswiderstände im Antriebsstrang zu einer 20 %-igen Reduktion der Reichweite bei -20 °C (gegenüber +20 °C).

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Die erzielbaren Reichweiten: Der Einfluss der benzinbetriebenen Innenraumheizung au

Die erzielbaren Reichweiten: Der Einfluss der benzinbetriebenen Innenraumheizung auf die Energiereserven der Hochvoltbatterie ist nur durch den erhöhten Energiebedarf des Innenraumgebläses gegeben. Zudem führen erhöhte Reibungswiderstände im...

Die erzielbaren Reichweiten: Der Einfluss der benzinbetriebenen Innenraumheizung auf die Energiereserven der Hochvoltbatterie ist nur durch den erhöhten Energiebedarf des Innenraumgebläses gegeben. Zudem führen erhöhte Reibungswiderstände im Antriebsstrang zu einer 20 %-igen Reduktion der Reichweite bei -20 °C (gegenüber +20 °C).

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Wie praxistauglich sind Elektroautos? Seit April 2012 steht der TU Wien ein Citroen Berlingo First Electrique zur Verfügung. Hauptsächlich wurde das Auto für innerstädtische Fahrten zwischen den TU-Standorten verwendet, zusätzlich wurde es auch vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik unter der Leitung von Werner Tober wissenschaftlich untersucht. Jedes Auto hat Vor- und Nachteile – doch das Forschungsteam zieht insgesamt eine positive Bilanz: Für den derzeitigen Einsatzzweck hat sich das Auto bewährt.

Elektromobilität im Alltagstest

Das Anmieten des Autos wurde durch eine Kooperation mit Wien Energie im Rahmen des EU-Projekts „Vibrate“ möglich. Das Projekt Vibrate hat zum Ziel, Stromladestationen an öffentlichen Plätzen zu errichten und das Bewusstsein für Elektromobilität zu fördern. „Für uns ergab sich damit eine interessante Forschungsmöglichkeit. Wir konnten den Citroen Berlingo auf Effizienz und Praxistauglichkeit untersuchen, wie wir das in der Vergangenheit auch schon mit verschiedenen anderen Elektrofahrzeugen gemacht haben“, sagt Christian Bauer vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik.

ZEBRAs brauchen Wärme
Der Citroen Berlingo hat keine Lithium-Ionen Batterie wie viele andere Elektrofahrzeuge, sondern eine sogenannte ZEBRA-Batterie (Natrium-Nickelchlorid). „ZEBRA-Batterien sind mittlerweile technologisch ausgereift und sind günstig“, sagt Christian Bauer. Der Nachteil dieses Batterie-Typs ist allerdings, dass die Batterie konstant auf rund 250°C gehalten werden muss. Auch bei voller Batterie zieht das Fahrzeug daher weiterhin Strom aus der Ladestation, damit sie nicht abkühlt. Nicht am Stromnetz angeschlossen würde das Fahrzeug bei einer Umgebungstemperatur von +10 °C nach 8 Tagen Stillstand, vor dem Betrieb erneut geladen werden müssen.

Heizen mit Benzin
Probleme bringen Elektroautos oft mit sich, wenn die Batterie im Winter auch die Innenraumheizung mit Energie versorgen muss. Die Reichweite sinkt dann empfindlich. Beim Citroen Berlingo ist das anders gelöst: Für die Innenraumheizung gibt es einen eigenen Benzintank. Dadurch verursacht die Heizung zwar Emissionen, dafür ist aber die erzielbare Reichweite kaum von der Außentemperatur abhängig.

Die Studie, in der die TU Wien auch mehrere andere Fahrzeuge analysierte, wurde vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK)a und dem Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring-Club (ÖAMTC) in Auftrag gegeben. Sie kann hier online bezogen werden.