News

Software-Entwicklung an der TU Wien wird von Google gefördert

Jahr für Jahr fördert der Suchmaschinenbetreiber Google im Rahmen seines "Google Summer of Code"-Projekts die Verbreitung und Weiterentwicklung quelloffener Software. An der TU Wien ist ein derartiges Projekt beheimatet - nur wenige Universitäten weltweit können einen solchen Erfolg für sich verbuchen.

v.l.n.r. Stefan Rotter, Dieter Pahr, Josef Weinbub, Karl Rupp, Joachim Schöberl

v.l.n.r. Stefan Rotter, Dieter Pahr, Josef Weinbub, Karl Rupp, Joachim Schöberl

v.l.n.r. Stefan Rotter, Dieter Pahr, Josef Weinbub, Karl Rupp, Joachim Schöberl

v.l.n.r. Stefan Rotter, Dieter Pahr, Josef Weinbub, Karl Rupp, Joachim Schöberl

Wien (TU). - Im Rahmen des "Google Summer of Code" werden Studierende für die Dauer von drei Monaten für ihr Mitwirken an Softwareprojekten bezahlt. Um diese Förderung zu bekommen, müssen sich jedoch sowohl die Studierenden, wie auch die Organisationen, welche die Software entwickeln, einem internationalen Auswahlverfahren stellen.

Dieses Jahr hat sich erstmals eine fakultätsübergreifende Forschungsgruppe der TU Wien (Karl Rupp, Josef Weinbub, Joachim Schöberl, Dieter Pahr und Stefan Rotter) im Rahmen des interdisziplinären Schwerpunkts "Computational Science and Engineering" beworben - und ihren Antrag auf Anhieb durchgebracht. Bei der nun durch Google geförderten Software an der TU Wien handelt es sich um Programmpakete, die Gitter-Diskretisierungsmethoden zur Simulation von komplexen Systemen verwenden. Das Anwendungsspektrum reicht von der Stabilität menschlicher Knochen bis hin zur Abstrahlcharakteristik von Mikrolasern.

Mit dabei im Konzert der Großen
Der Aufwand für die Bewerbung hat sich auf jeden Fall bereits gelohnt. So findet sich die Software der TU Wien nun auf einer Liste mit den weltweit größten Projekten wie etwa dem Linux Kernel, der für den Webbrowser Firefox verantwortlichen Mozilla Foundation oder Wikimedia, der Organisation hinter Wikipedia. Nur rund ein Dutzend anderer Universitäten weltweit kann einen ähnlichen Erfolg für sich verbuchen, wie etwa die Humboldt Universität zu Berlin, die University of California, Berkeley oder die Carnegie Mellon University. Auch an der TU Graz gibt es Grund zur Freude: Ihr Projekt 'catroid' wird ebenfalls von Google gefördert. Damit sind Österreichs Universitäten im Bereich der wissenschaftlichen Software stark vertreten.

Anfragen aus allen Erdteilen
"Kurz nach der offiziellen Bekanntgabe unserer Nominierung sind bereits konkrete Anfragen aus aller Welt eingetroffen", berichtet Karl Rupp begeistert. "Wir sind nun in der glücklichen Lage, dass sich hochbegabte Studenten aus verschiedenen Studienrichtungen weltweit um ein Mitwirken an unseren Forschungscodes bemühen. Dies wird zweifellos die Attraktivität unserer Software weiter steigern", ergänzt Josef Weinbub.

Interesse mitzumachen?
Studierende können sich bis 8. April um ein Mitwirken an den TU-Softwarepaketen Netgen, NGSolve, ViennaMesh und ViennaCL bewerben.

Weblinks:
http://www.iue.tuwien.ac.at/cse/ (Englisch)
http://www.google-melange.com/ (Englisch)

Rückfragehinweis:
Kolleg. Karl Rupp, MSc
E360 - Institut für Mikroelektronik
Technische Universität Wien
Gußhausstraße 25-29, 1040 Wien
T +43-1-58801-36054
karl.rupp@tuwien.ac.at

Aussender:
Herbert Kreuzeder
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
T +43-1-58801-41023
herbert.kreuzeder@tuwien.ac.at