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So einfach kann die Diagnose von Schlafapnoe sein!

Apnoe ist eine Schlafstörung, an der zwar schätzungsweise ein- bis zweihunderttausend ÖsterreicherInnen leiden, die aber oft nicht diagnostiziert wird. Eine Diagnose bedeutet nämlich meist den Aufenthalt in einem Schlaflabor. Am Institut für Theorie und Grundlagen der Elektrotechnik der TU Wien wurden billige und einfach handhabbare Diagnosesensoren für die Heimanwendung entwickelt.

Abb.1: akustischer Sensor

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Abb.1: akustischer Sensor

Abb.1: akustischer Sensor

Abb.2: vom akustischen Sensor erfaßte Parameter (y=dB, x=min)

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Abb.2: vom akustischen Sensor erfaßte Parameter (y=dB, x=min)

Abb.2: vom akustischen Sensor erfaßte Parameter (y=dB, x=min)

Abb.3: magnetischer Sensor

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Abb.3: magnetischer Sensor

Abb.3: magnetischer Sensor

Abb.4: Vorteil der Innovation: nur ein Sensor!

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Abb.4: Vorteil der Innovation: nur ein Sensor!

Abb.4: Vorteil der Innovation: nur ein Sensor!

Die Erkrankung ...

... äußert sich durch häufige kurze Atemstillstände (die sog. Apnoen) während des Schlafs. Zwar wird das Ersticken durch eine Weckreaktion (Aurosal) verhindert, der Schlaf bleibt aber oberflächlich. Ursachen von Schlafapnoe können eine krankhafte Verengung der Atemwege, Streß, Müdigkeit, Alter usw. sein. Die gravierenden Folgen sind gesundheitliche Schäden wie Hypertonie und soziale Beeinträchtigungen wie z.B. durch Tagesschläfrigkeit.

Konventionelle Diagnosemethode ...

... ist die Polysomnographie (PSG). Sie führt für den Patienten zu erheblicher Schlafbehinderung, benötigt mindestens sieben Sensoren, ist daher kompliziert in der Anwendung, muss in der Folge üblicherweise im Schlaflabor von Fachpersonal angewendet und manuell ausgewertet werden. Unter der Leitung von Prof. Helmut Pfützner arbeiteten Prof. Karl Futschik, DI Eugenijus Kaniusas und DI Lars Mehnen von der Abteilung für Bioelektrizität und Magnetismus an der Realisierung einer einfacheren und billigeren Diagnosemöglichkeit.

Das Ergebnis ...

... waren zwei neuartige, physiologische Sensoren. Der akustische Sensor (Abb. 1) - lediglich aus Stethoskop, Plastikschlauch und Mikrofon bestehend - zeichnet u.a. Apnoen, Herzrate und Atemrate auf (Abb. 2). Der magnetische Sensor (Abb. 3) besteht aus einem Bimetallstreifen und einer Detektionsspule. Erfaßt wird die Muskulaturdeformation über die Verbiegung des Streifens. Somit können Atmung/Apnoen, Schnarchen, Schlucken und Puls ausgewertet werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: beide Sensoren sind einfach in der Handhabung, billig in der Herstellung und können mehrere Parameter gleichzeitig erfassen (Abb. 4). Allein für Produktion und Vertrieb hat sich noch keine Firma gefunden ...