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„robots@home“

Beim Projekt „robots@home“ befassten sich ArchitekturstudentInnen der TU Wien mit Robotern in Alltagssituationen. Sie entwickelten Modelle mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Die Ergebnisse werden von 1. bis 4. Juli 2009 vorgestellt.

„robots@home“ Foto/Credit: Markus Engel

„robots@home“ Foto/Credit: Markus Engel

„robots@home“ Foto/Credit: Markus Engel

„robots@home“ Foto/Credit: Markus Engel

Der Wunsch nach Maschinen, die den Alltag erleichtern und selbständig Aufgaben in Haushalt, Produktion und sozialen Zusammenhängen übernehmen, ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst. Dass diese Vision demnächst Wirklichkeit wird, scheinen die schon jetzt verfügbaren, automatischen Rasenmäher, Staubsauger und Industrieroboter zu beweisen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich 16 Studierende der TU Wien im Sommersemester 2009 im Rahmen der Lehrveranstaltung „Objekt- und Produktdesign“ der Fakultät für Architektur und Raumplanung mit folgenden Fragen:
Welche Einsatzmöglichkeiten im Alltag gibt es für Roboter? Welches Erscheinungsbild führt zur Akzeptanz eines Roboters im privaten, halböffentlichen und öffentlichem Umfeld? Ist ein Roboter technisches Gerät, Möbel oder mobile Skulptur, Haustier oder sogar Ersatzmensch? Und: Welche Anwendung ist in welchem Umfeld sinnvoll?

Das Ergebnis sind acht StudentInnenprojekte, in deren Rahmen Roboter für unterschiedliche Einsatzgebiete wie Stadt, Flughafen, Shop, Schule, Veranstaltungen, Park, Garten und Wohnung entworfen werden. Während ein Roboter beim Einkaufen berät, bringt ein anderer Transportgut von A nach B oder gießt die Blumen, wenn man selbst auf Urlaub ist.

Auf Basis ausgiebiger Recherchen, Konzeptcollagen und Modellstudien wurde im Maßstab 1:1 ein „Mock-up“ hergestellt. Letzteres ist ein nicht funktionstüchtiges Modell, welches das Design des geplanten Roboters hinsichtlich Form und Materialität präsentiert.

Die Arbeit am Projekt

Für die Ausarbeitung stehen den StudentInnen verschiedene Arbeitsplätze an der TU Wien zur Verfügung: eine Werkstatt für computerunterstützten Modellbau, das Studio der Abteilung „Dreidimensionales Gestalten e264/2“, das „Raumlabor“ der Abteilung für „Raumgestaltung und Entwerfen e2533“ und die Werkstätten der Abteilung Gebäude und Technik. Für eine ernsthafte wie spannende Arbeitsatmosphäre sorgt zudem der konsequent geführte Dialog zwischen Studierenden und Lehrbeauftragten. Um die Aufgaben möglichst umfassend zu bearbeiten, wird – in Ergänzung zu den Hauptfächern – eine Reihe verwandter Fächer angeboten: Designtheorie, Grundlagen der plastischen Formgebung, Material und Technologie als Formbedingung, Objekt und Raum, Objekt im Raumkontext, Angewandte Laborpraxis, Digitales Modell, Techniken der plastischen Formgebung, Grafikdesign, PR für ArchitektInnen, Objektfotografie und Numerische Fertigungsmethoden.

Institutsübergreifende Lehre sorgt für Praxisnähe

Die Lehrveranstaltung „Objekt- und Produktdesign“ ermöglicht den Studierenden Einblicke in die Welt des Designs, eine der Architektur verwandte Disziplin.

Das Unterrichtsmodul wird von der Abteilung „Raumgestaltung und nachhaltiges Entwerfen“ sowie vom Institut für „Dreidimensionales Gestalten und Modellbau“ angeboten. Die Kooperation zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen erlaubt fächerübergreifendes Arbeiten sowie das Studieren und Erfassen komplexer Zusammenhänge.

Die StudentInnen entwickeln ihre Projekte ausgehend von zwei bereits fertig gestellten Prototypen, welche ihre Umwelt auf eine Weise erfassen, die weitgehend selbständiges Handeln ermöglicht. Die beiden Roboter wurden von der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der TU Wien, der ETH Zürich sowie von einigen Unternehmen wie Austrian Research Centers GmbH - Arc, Blue Botics SA, Legrand SA, Nestlé Nespresso SA und Otto Bock HealthCare GmbH konzipiert.

Studierende & ihre Projekte:

  • "make your mate": Lang Elisabeth & Muhr Nadine
  • "minga": Kocarslan Pinar & Zlatkovic Iva
  • "homekeeper": Zetter Martin & Engel Markus
  • Projekttitel in Arbeit: Pöchacker Clemens, Pircher Stephan & Trifina Carmen
  • "poo-bot": Sautter Daniel & Medvecka Jekaterina
  • "outdoor surface care robot": Trpenoski Kostantin
  • "shoprobot": Zlatkov Sonja
  • "cat-cab": Palosz Monika, Cehak Katrin & Jaroszkiewicz Monika

Ausstellung im Prechtl-Saal

Vernissage: 30. Juni 2009, um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 01.07 - 04.07.2009
Öffnungszeiten:  8 – 20 Uhr
Ort: Prechtl-Saal, TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

Nähere Informationen finden Sie unter www.robots-at-home.org/design.