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Preisgekrönt: Digitales Baugenehmigungsverfahren

Das TUW-Forschungsprojekt BRISE-Vienna erhält den Österreichischen Verwaltungspreis in der Kategorie Innovatives Servicedesign/digitale Services.

Das Panorama der Stadt Wien ist zweigeteilt: rechts sieht man ein Foto, links ist dieses mit einer Augmented Reality-Ansicht überschattet.

© PID Schaub-Walzer

Erstellung eines virtuellen Modells unter Einsatz von künstlicher Intelligenz und Augmented Reality.

Verwaltung – alles andere als trocken

Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport verleiht den Österreichischen Verwaltungspreis in sieben Kategorien – eine davon ist „Innovatives Servicedesign/digitale Services“. Mit dem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die die Verwaltung smarter und effizienter gestalten sollen. Aus insgesamt 167 Einreichungen konnte sich in diesem Jahr das EU-Projekt BRISE-Vienna durchsetzen, das unter anderem von der TU Wien durchgeführt wird. BRISE steht für Building Regulations Information for Submission Envolvement und soll die städtische Verwaltung modernisieren und nachhaltiger gestalten, konkret sollen Baueinreichungen digital erfolgen und bewertet werden. Wissenschaftler_innen der TU Wien arbeiten gemeinsam mit der Stadt Wien, BIM-Expert_innen und der Kammer der ZiviltechnikerInnen an der Umsetzung des Projektvorhabens.

Überzeugt hat die Jury der Kategorie „Innovatives Servicedesign/digitale Services“ insbesondere das Zusammenspiel mehrerer technischer Möglichkeiten, nämlich dem Einsatz künstlicher Intelligenz, einer dreidimensionalen Gebäudemodellierung und digitalisierter Verfahrensabläufe.

Ein Projekt, viele Potenziale

Die Stadt Wien wächst – in den vergangenen zehn Jahren um rund 300.000 Einwohner_innen. Entsprechend müssen Bestandsgebäude saniert und Neubauten errichtet werden. Da der Prozess der Baueinreichung zunehmen komplexer wird, verlängert sich die Bearbeitungszeit dieser jedoch. „Durch Digitalisierungsmaßnahmen wird BRISE-Vienna den Bearbeitungsprozess beschleunigen und ist durch die Verwendung von openBIM Software-unabhängig“, sagt Christian Schranz, Assistant Professor im Zentrum Digitaler Bauprozess der TU Wien. Auch die Jury hebt die großen Potenziale des Gemeinschaftsprojekts hervor: „Durch BRISE-Vienna wird das digitale Amt mit dem sehr komplexen Ablauf von Bauvorhaben somit Realität – wir gratulieren!“ Langfristig betrachtet, lassen sich die digitalen Abläufe auch auf weitere Verwaltungsbereiche übertragen.

Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt BRISE-Vienna wird durch die Europäische Union mittels Urban Innovative Actions (UIA) mit 4,8 Millionen Euro gefördert.