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Laserscanning

Das Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (I.P.F.) an der Technischen Universität (TU) Wien führt zur Zeit gerade einen Universitätslehrgang zum Thema "Laserscanning" durch. Das rege Interesse zeigt die Aktualität des Themas

Abb. 1: Marc-Anton-Denkmal "in Natur"

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Abb. 1: Marc-Anton-Denkmal "in Natur"

Abb. 1: Marc-Anton-Denkmal "in Natur"

Abb. 2: Der Laserscanner erzeugt eine "Punktewolke". Jeder Punkt repräsentiert eine Messung.

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Abb. 2: Der Laserscanner erzeugt eine "Punktewolke". Jeder Punkt repräsentiert eine Messung.

Abb. 2: Der Laserscanner erzeugt eine "Punktewolke". Jeder Punkt repräsentiert eine Messung.

Abb. 3: Am Schluss steht ein digitales Modell

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Abb. 3: Am Schluss steht ein digitales Modell

Abb. 3: Am Schluss steht ein digitales Modell

Ursprünglich wurde mit 30 TeilnehmerInnen kalkuliert. Angemeldet haben sich schlussendlich doppelt so viele. Der rege Zuspruch freut Institutsvorstand Professor Karl Kraus: "Wir sehen diesen Unilehrgang als geeignete Möglichkeit an, unser Know-How weiterzugeben. Außerdem stellt er im ´Saisonbetrieb´ Universität einen Beitrag zur Kapazitätsauslastung dar."

So funktioniert´s

Laserscanner verleihen der klassischen "Vermessung" eine neue Dimension. Durch die modernen Geräte werden eine Unmenge an Daten aufgezeichnet. Sinn macht das freilich nur, wenn man diese in geeigneter Weise interpretiert. Zur Veranschaulichung ist in Abb. 1 ein Foto des Marc-Anton-Denkmals vor der Secession zu sehen. Positioniert man den Laserscanner rund um das Denkmal, erhält man - visualisiert - die Punktewolke in Abb. 2, wobei jeder Punkt eine Messung repräsentiert. Die verschiedenen Farben symbolisieren die verschiedenen Standorte des Scanners bei der Messung. Abb. 3 zeigt schließlich das Modell, das durch Analyse der Punktewolke entstanden ist. Die Linien geben Begrenzungen von Flächenelementen an. Das rekonstruierte Modell besteht aus einer Vielzahl solcher Flächenelemente. Damit hat man eine getreue digitale Rekonstruktion des Denkmals geschaffen.

Mediales Echo

Eine der Stärken des Instituts liegt in der Analyse der Datenmengen. So haben wir an dieser Stelle bereits über zwei "nicht-terrestrische" Projekte berichtet: die Teilnahme an der Mars-Express-Mission der ESA , wo die via Satellit gewonnenen Daten beim I.P.F. gespeichert und für die beteiligten WissenschafterInnen zur Verfügung gestellt werden sowie über die Fernerkundung zur Sicherung der Wiener Wasservorräte , die für das Managment der Trinkwasserreserven wesentliche Vorteile bringt. Zuletzt sorgte das I.P.F. durch die Einrichtung des Christian Doppler-Labors "Spatial Data from Laser Scanning and Remote Sensing" für Schlagzeilen. In diesem CD-Labor sollen neue Methoden entwickelt werden, um mit Hilfe von Fernerkundungsdaten überflutungsgefährdete Gebiete feststellen.