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Korrosions-Monitoring bei AUDI

ElektrochemikerInnen der Technischen Universität (TU) Wien testen am Modell eines Audi Q7, welche Faktoren die Korrosion in Bauteilen aus verzinktem Stahl und Aluminium beeinflussen. Leichtbauweisen nehmen einen immer höheren Stellenwert im Karosseriebau ein, andererseits ist der Korrosionsschutz im Mischbau eine große Herausforderung. Am Testfahrzeug aus Ingolstadt sollen anhand von elektrochemischen Untersuchungen Oberflächenbeschichtungen mit geringem Korrosionspotenzial gefunden werden.

Audi Q7 an der TU Wien by Udo Starzacher zur Verwendung unter Angabe der Quelle

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Audi Q7 an der TU Wien by Udo Starzacher zur Verwendung unter Angabe der Quelle

Audi Q7 an der TU Wien by Udo Starzacher zur Verwendung unter Angabe der Quelle

Audi Q7 an der TU Wien by Udo Starzacher zur Verwendung unter Angabe der Quelle

David Jerolitsch mit dem Testfahrzeug

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David Jerolitsch mit dem Testfahrzeug

David Jerolitsch mit dem Testfahrzeug

David Jerolitsch mit dem Testfahrzeug

Deutliche Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit durch die Anwendung von Korrosionsschutzprimern

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Deutliche Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit durch die Anwendung von Korrosionsschutzprimern

Deutliche Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit durch die Anwendung von Korrosionsschutzprimern

Deutliche Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit durch die Anwendung von Korrosionsschutzprimern

Wien (TU). – Sogenannte Falzverbindungen kommen zwischen einzelnen Bauteilen der Karosserie immer wieder zum Einsatz, wenn beispielsweise Stahlteile und Aluminiumteile durch Kleben, Clinchen oder Schweißlöten miteinander verbunden werden. Genau an diesen Stellen kann es vermehrt zu Kontaktkorrosionen kommen, da es große Unterschiede bei den elektrochemischen Materialeigenschaften von Zink, Stahl und Aluminium gibt. Gerade deswegen ist es besonders aufwändig hier einen zuverlässigen Korrosionsschutz zu gewährleisten. „AUDI Ingolstadt ist an uns herangetreten und möchte das Auftreten von Korrosion in mehreren Testphasen mit Hilfe von elektrochemischen Messungen untersuchen. Das Modell Q 7, ein Geländefahrzeug von AUDI, wurde zu diesem Zweck in der letzten Augustwoche nach Wien gebracht. Wir haben das Fahrzeug an verschiedenen neuralgischen Punkten mit Prüfkörpern und speziellen Sensoren versehen, sogenannten Mikrokapillarbezugselektroden, die an den Mischbauteilen angebracht sind. Damit werden elektrische Korrosionsströme und -spannungen zwischen den unterschiedlichen Materialien gemessen“, erzählt Günter Fafilek, Professor am Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien.

In Zusammenarbeit mit dem K1 Zentrum CEST in Wiener Neustadt (Center for Electrochemical Surface Technology, ehemals Kompetenzzentrum für Angewandte Elektrochemie ECHEM) und der Oberflächentechnologieabteilung des deutschen Chemieunternehmens Henkel sowie dem österreichischen Stahlhersteller voestalpine testen die TU-ForscherInnen Oberflächenbeschichtungen zur Eindämmung der Kontaktkorrosion. Projektmitarbeiter David Jerolitsch: „Zumeist sammelt sich in den Nähten Wasser, das im Winter durch Salzstreung mit Chlorid belastet ist und die Korrosion voranschreiten lässt. Unter anderem haben wir die Mechanismen der Kontaktkorrosion und von Korrosionsschutzmaßnahmen im Labor grundlegend untersucht. Im Feldversuch werden nun die dabei entwickelten Modelle praxisnahe bewertet.“

Die Tests finden kontinuierlich während des mehrmonatigen Testbetriebes über den Winter statt. Günter Fafilek und seine MitarbeiterInnen sprechen von einem aktiven „Korrosions-Monitoring“. Ziel des Projektes ist die systematische Untersuchung des Korrosionsverhaltens von Falzverbindungen zwischen Stahl und Stahl sowie Aluminium und Stahl. Darüber hinaus leisten die TU-ChemikerInnen zur Entwicklung von alternativen Fügeverfahren und Abdichtemaßnahmen mit verbesserter Korrosionsstabilität einen wertvollen Beitrag. Nicht zuletzt sollen bei den Tests auch besonders exponierte und korrosionsgefährdete Stellen an Flanschen im Fahrzeug ermittelt werden.

Fotodownload: https://www.tuwien.ac.at/index.php?id=7969

Rückfragehinweis:
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Günter Fafilek      
Dipl.-Ing. David Philipp Jerolitsch
Institut für Chemische Technologien und Analytik              
Technische Universität Wien
Getreidemarkt 9// 164, 1060 Wien
T +43/1/58801 – 15850, -15853
F +43/1/58801 - 15899
E fafilek@tuwien.ac.at
E djerolit@mail.tuwien.ac.at

Aussender:
Mag. Daniela Hallegger
TU Wien - PR und Kommunikation
Karlsplatz 13/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E daniela.hallegger@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/pr