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Jahresthema 2023/24: "Transformation des Bestands"

Das diesjährige Jahresthema der Fakultät Architektur und Raumplanung beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung mit dem Bestand als großen Zukunftsaufgaben der beiden Disziplinen.

Im Hintergrund sind Rasensteine zu sehen, davor steht geschrieben "Jahresthema 2023/23" und "Transformation im Bestand".

© Future.Lab

Banner zur Transformation im Bestand

Die Transformation des Bestands stellt eine der bedeutendsten Herausforderungen in den Bereichen Architektur und Raumplanung dar. Im  Winter- und Sommersemester 2024, und darüber hinaus wird daher der Fokus sowohl in der Lehre, als auch der Forschung auf Fragen des Bestands gerichtet sein. Themen wie Klimawandel, Flächensparen und nachhaltiges Bauen sind derzeit stark in den Medien vertreten. Durch das Jahresthema "Transformation im Bestand" wird die Vielfalt unserer Fakultät gebündelt und sichtbar gemacht.

Es wird auch verdeutlicht, welchen Beitrag Architektur und Raumplanung in diesem Kontext leisten können. Ein breites Spektrum an Lehrveranstaltungen unter dem Jahresthema der nachhaltigen und sozialen Transformation des Bestands, das über die Grenzen der eigenen Fachrichtung hinausgeht, fördert die trans- und interdisziplinäre Zusammenarbeit und ermöglicht den Studierenden einen umfassenden Blick auf eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Darüber hinaus sollen die Forschenden durch inter- und transdisziplinäre Forschung über die Grenzen ihres eigenen Fachgebiets hinaus wichtige Synergien erkennen und nutzen, um die Forschung insgesamt zu stärken.

 

Auch die Region widmet sich im Sommersemster 2024 mit einigen Lehrveranstaltungen dem Thema:
 

Wahlmodul 13 - Klimagerechte Raumplanung , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Die Klimagerechte Raumplanung setzt den Rahmen für die Situierung, Entwicklung und Gestaltung des Siedlungsraumes, von Wirtschaftsstandorten und von Landschafts- und Grünräumen. Sie koordiniert die Nutzung des Raumes durch die Integration von Sektorplanungen und eine Gebietskörperschaften übergreifende Planung. Mittels Vorträgen, Literaturstudium und moderierten Diskussionen werden klimarelevante Inhalte unterschiedlicher Sektoren und Fachplanungen sowie ihre Umsetzungen in der Raumplanung erläutert und reflektiert.

Masterprojekt P3 - NEXT LEP Burgenland , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Ziel des Masterprojekts ist es zukunftsfähige und frische Ideen für ein Leitbild für das Burgenland und den Grenzraum zu Ungarn zu entwickeln und zu verräumlichen, sowie sich Fragen der Transformation zu stellen. Dabei steht die Auseinandersetzung mit dem Bestands im Fokus, die auf einer verantwortungsvollen, problembewussten und kreativen Grundlage erfolgt.

Wahlmodul 4:  Energieraumplanung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Neben der grundsätzlichen Einführung in die Thematik (Trends, Herausforderungen im Bereich Energie, Relevanz des Themas für die Raumplanung) werden energiewirtschaftliche und energietechnische Grundlagen vermittelt, die Schnittstellen der Bereiche Raumplanung und Energie behandelt, die rechtlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen vorgestellt sowie relevante Stakeholder und Instrumente in Bezug auf die "klassische" Raumplanung behandelt. In der Übung wird als integrierter Denkansatz (Wärme, Strom, Siedlungsstrukturen und Mobilität) mit besonderem Schwerpunkt der Bestandstransformation verstanden. Dazu wird in enger Kooperation mit einer Gemeinde „geübt“, diesmal (Sommersemester 2024) im niederösterreichischen Biedermannsdorf. In Gruppenarbeiten in bestehenden Quartieren werden Energiebedarfe modelliert, berechnet und in Zukunftsszenarien eingespielt, die sowohl einen reduzierten Bedarf, aber auch mehr erneuerbare Energieversorgung und verbesserte Lebensqualitäten beinhalten. 

Soil Walks: Spaziergang als Methode zu Bewusstseinsbildung , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
In der Lehrveranstaltung wird die Methode des Spaziergangs als Bewusstseinsbildungsformat im Kontext Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung gemeinsam erarbeitet. Dabei werden Themen wie Leerstand, Baulandüberhang, Einfamilienhäuser, Siedlungsstrukturen etc. angesprochen. In Kleingruppen werden Spaziergänge für den Feldversuch in Drosendorf vorbereitet und im Juni vor Ort durchgeführt. Ziel ist es, verschiedene Formate, die im Rahmen von Spaziergängen zur Vermittlung von Inhalten angewandt werden können, zu testen, selbstständig Materialien dafür zu erstellen und im Anschluss an die Umsetzung zu evaluieren.

Ringvorlesung Leerstandsaktivierung für kreative und gemeinwohlorientierte (Zwischen-)Nutzungen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Die Ringvorlesung beleuchtet das Thema Leerstandsaktivierung in vielschichtiger Art und Weise. Neben einer theoretischen und praktischen Einordung aktueller Ansätze und Herausforderungen werden unter anderem auch Organisationsformen von Kollektiven sowie nationale und internationale Beispiele beleuchtet und vorgestellt.

Raumplanerische Positionen zur Klimakrise , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Um die großen Herausforderungen anzugehen, müssen Raumplaner*innen Position beziehen. Ziel des Seminars ist es, eine eigene raumplanerische Position zu Themen der Transformation des Bestands in der Klimakrise zu entwickeln und diese öffentlich sichtbar zu vermitteln. Im Laufe des Semesters erarbeiten die Studierenden eine Position, aufbauend auf einem ihrer Wahlmodule. In diskursiven Formaten formulieren und schärfen sie ihre Position und wählen ein Medium, mit dem sie diese öffentlich sichtbar vermitteln können. Am Ende des Semesters werden die Positionen und Endprodukte einem größeren Publikum präsentiert und Fragen zur Transformation des Bestands in der Klimakrise diskutiert
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Weitere Lehrveranstaltungen können Sie, wenn Sie hier klicken, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster aufgerufen werden.