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INiTS Award 2009: 1. Preis in der Kategorie Life Sciences an die TU Wien für innovative Nachweismethoden von Schimmelpilzen

Am 22. Oktober 2009 wurden im Microsoft Innovation Center die GewinnerInnen in drei Kategorien (Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Science sowie allgemeine technologische Bereiche) mit dem INiTS Award ausgezeichnet.

Die glückliche Gewinnerin bei der Preisverleihung (Copyright: INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH)

Die glückliche Gewinnerin bei der Preisverleihung (Copyright: INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH)

Die glückliche Gewinnerin bei der Preisverleihung

Die glückliche Gewinnerin bei der Preisverleihung

Die Jury bestehend aus Wirtschafts-, Wissenschafts- und GründungsexpertInnen prämiert dabei wissenschaftliche Arbeiten mit besonders hohem Potential zur kommerziellen Verwertung. Die in der Arbeitsgruppe von Prof. Robert Mach am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften durchgeführte Masterarbeit von Frau Maria Paula Kovalsky Paris wurde in der Kategorie Life Sciences mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Schimmelpilze der Gattung Fusarium verursachen weltweit schwere Schäden an Getreide durch Ernteeinbußen und durch die Produktion giftigen Substanzen. Aufgrund der Ernsthaftigkeit der Problematik führte die Europäische Union im Jahr 2006 Limits für toxinhaltige Getreideprodukte ein. In der Arbeitsgruppe von Prof. Robert Mach wurde in den letzten Jahren unter der praktischen Anleitung von Dr. Kurt Brunner an neuen molekularbiologischen Nachweisen für Fusarium geforscht. Es gelang der Gruppe ein PCR-Verfahren (PCR = Polymerase Chain Reaction) zu entwickeln, das es erlaubt die toxinproduzierenden Schimmelpilze anhand ihres DNA Fingerabdruckes zu identifizieren und auch den Grad der Infektion von geerntetem Getreide genau zu quantifizieren. Im Zuge der Masterarbeit von Frau Maria Paula Kovalsky Paris wurde das Verfahren erheblich verbessert und erstmals erfolgreich in praxisnahen Versuchen getestet. Diese neue Nachweismethode soll künftig vor allem Pflanzenzüchter dabei unterstützen, die Resistenz von Getreidesorten gegenüber Fusarium erheblich zu verbessern und unterstützend zur schnellen Beurteilung von Getreidequalität dienen.

Da die Lebensmittelindustrie und die Anwendungen in der Agrarbiotechnologie im Focus der weiteren Entwicklungsarbeiten liegt, wurden die Forschungsarbeiten zum molekularbiologischen Nachweis von Schimmelpilzen in Lebensmittel an das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie (IFA-Tulln) nach Tulln verlegt. Seit September 2009 betreibt die TU Wien die PCR Arbeitsgruppe am Analytikzentrum des IFA-Tulln mit dem Ziel die Forschungen gemeinsam mit der am Standort ansässigen Industrie noch schneller vorantreiben zu können.

Links:
INiTS Award 2009: http://www.inits.at/templates/content.php?pk=4991&ber=105&sber=163
IFA-Tulln: http://www.ifa-tulln.ac.at/