News

Hall of Fame: Ludwig von Tetmajer-Przerwa

Im Portrait: Der Pionier der Materialprüfung und -forschung Ludwig von Tetmajer-Przerwa

Ludwig von Tetmajer-Przerwa: 14.07.1850 – 31.01.1905

Ludwig von Tetmajer-Przerwa: 14.07.1850 – 31.01.1905

Ludwig von Tetmajer-Przerwa: 14.07.1850 – 31.01.1905

Ludwig von Tetmajer-Przerwa: 14.07.1850 – 31.01.1905

Ludwig von Tetmajer wurde in Krompach/Krompachy (Ungarn) geboren. Nach Abschluss der Realschule in Kaschu/Košice studierte er Bauingenieurwesen am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. Nach einem einjährigen Praktikum bei der Schweizer Ostbahn kehrte er 1873 als Assistent des Statikers Carl Culmann an die ETH Zürich, wo er sich 1875 habilitierte. Seiner Berufung zum ao.Prof. 1878 folgte 1879 die provisorische Leitung der der Eidgenössischen Festigkeitsprüfanstalt. 1881 wurde Tetmajer zum o.Prof. für Baumechanik und Technologie der Baumaterialien und zum definitiven Leiter der Eidgenössischen Material-Prüfanstalt (EMPA) ernannt, die in der Folge von ihm musterhaft ausgestaltet wurde.

Seine wissenschaftliche Tätigkeit widmete er der Entwicklung experimenteller Materialprüfverfahren, insbesondere stellte er Knickversuche an und entwickelte empirische Formeln zur Festigkeitsprüfung. 1884 gründete er eine erstes Fachorgan für Materialprüfung, 1895 den Internationalen Verband für Materialprüfungen der Technik und wurde dessen erster Präsident.

1901 wurde Tetmajer zum o.Prof. für Technische Mechanik und Baumaterialkunde an die Technische Hochschule Wien berufen mit dem Auftrag, in Wien eine Materialprüfstelle ähnlich der EMPA aufzubauen. Zugleich wurde ihm der Hofrats-Titel verliehen. An der TH in Wien begründete er die Technische Versuchsanstalt (TVA), deren Eröffnung er allerdings nicht mehr erlebte. Er starb kurz nachdem er das Amt des Rektors an der Technischen Hochschule Wien übernommen hatte.


Quellen:
Tetmajer, Ludwig  von, AEIOU, in: Austria-Forum, das Wissensnetz, http://austria-forum.org/af/AEIOU/Tetmajer,_Ludwig_von, 29. März 2014  
"Tetmajer Ludwig von" in: ÖBL 1815-1950, Bd. 14 (Lfg. 65, 2014), S. 263f.

Bild: © Universitätsarchiv der TU Wien