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Gutes Wasser, schlechtes Wasser

16.-21. 2. 2004: Ausstellung an der Technischen Universität (TU) Wien macht Hochwasserkatastrophe 2002 erlebbar.

Wien (TU). - Wasser - lebensnotwendig, doch gleichzeitig auch lebensbedrohlich. Eineinhalb Jahre nach der Hochwasserkatastrophe im August 2002 sind die Schäden kaum noch sichtbar. In den Köpfen der Betroffenen sind die Auswirkungen aber noch immer lebendig, in einigen Dörfern sogar noch spürbar. Die Ausstellung "Katastrophen schaffen neue Räume?" macht die Eindrücke von einst erlebbar, zeigt aber auch, welche Anstrengungen Wissenschaft und Politik seither unternommen haben, um die Gefahr zukünftiger Hochwässer einzudämmen.

Fachinformationen über die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse werden ebenso zu sehen sein wie die Alltagserfahrungen der Bevölkerung. Insbesondere die erlebte Menschlichkeit während der Hochwasserkatastrophe im Kamptal wird visuell und medial nachgezeichnet. Eingefangen und dokumentiert wurden die Eindrücke von einer Gruppe Studierender der TU Wien.

Ausstellungsorganisatorin Susanne Kratochwil, Institut der Soziologie für Architektur und Raumplanung, über ihre Motivation zur Ausstellung: "Schlamm bewegen bewegt alte Routinen und legt Wissen frei. Um dieses Wissen in neue Verantwortungen verwandeln zu können, müssen viele Gespräche geführt, recherchiert und analysiert werden. Und besonders wichtig - man braucht Humor, eine gewisse Blauäugigkeit und die Kostbarkeit Idealismus. Schüttelt man diese Zugaben mit sehr viel Wasser entsteht eine Ausstellung, die dazu gedacht ist, zu staunen, nachzudenken und - neue Routinen zu entwickeln. Bis zum nächsten Schlamm." Nicht ohne den Nachsatz: "Warum die ganze Aktion? Oder, wie Lao Tse es formuliert, 'Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling'".

Bleibt noch die Frage: schaffen Katastrophen wirklich neue Räume?

Katastrophen schaffen neue Räume?
Zeit: Montag, 16. Februar 2004, ab 19:30 Uhr (Eröffnung) und Samstag, 21. Februar 2004, ab 19:00 (Abschlussveranstaltung)
DI Dr. Susanne Kratochwil wird am Montag, 16. Februar 2004 zwischen 17:00-18:00 für Interviews zur Verfügung stehen!
Ort: Technische Universität Wien, Prechtl-Saal, Karlsplatz 13, 1040 Wien Die Ausstellung ist ab Dienstag, 17.2. bis Samstag, 21.2.2004, täglich von 10:00 - 17: 00 Uhr öffentlich zugänglich und wird fachlich betreut.

Programm unter:

isra.tuwien.ac.at/Ausstellung/index.htm, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster