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Flüssiges Salz ermöglicht neue Materialien

Ionische Flüssigkeiten verbinden die organische mit der anorganischen Chemie. Die TU Wien veranstaltet am 5. und 6. Dezember die Konferenz „Ionic liquid derived materials“.

ILMAT-Konferenz, organisiert von der TU Wien

ILMAT-Konferenz, organisiert von der TU Wien

ILMAT-Konferenz, organisiert von der TU Wien

ILMAT-Konferenz, organisiert von der TU Wien

Ionische Flüssigkeiten - eine recht junges, spannendes Forschungsgebiet in der Chemie

Ionische Flüssigkeiten - eine recht junges, spannendes Forschungsgebiet in der Chemie

Ionische Flüssigkeiten - eine recht junges, spannendes Forschungsgebiet in der Chemie

Ionische Flüssigkeiten - eine recht junges, spannendes Forschungsgebiet in der Chemie

Das Kochsalz im Salzstreuer besteht aus festen Kristallen. Natrium- und Chlor-Ionen binden sich so fest aneinander, dass die Kristalle erst bei einer Temperatur von 800 Grad schmelzen. In den letzten Jahren spielt aber eine ganz andere Klasse von Salzen in der Chemie eine große Rolle: Ionische Flüssigkeiten sind Salze, die oft schon bei Raumtemperatur flüssig sind. Sie bilden die Basis für ganz neue Materialien, die sich für Batterien, Solarzellen oder als Katalysatoren einsetzen lassen. Diese Materialien stehen im Mittelpunkt der Konferenz „Ionic liquid derived materials“ am 5. und 6. Dezember.

Organische Chemie trifft anorganische Chemie
„In den letzten zehn Jahren wurden aufregende neue Materialien entwickelt, die auf ionischen flüssigkeitsartigen Verbindungen basieren“, erzählt Marie-Alexandra Neouze vom Institut für Materialchemie der TU Wien, die Organisatorin der Konferenz. Durch die Verbindung von organischen und anorganischen Anteilen können große, komplizierte Strukturen entstehen, die dann kein starres Kristallgitter ausbilden und schon bei geringen Temperaturen flüssig sind.
Ganz neue Synthese- und Charakterisierungsmethoden hat man für die neuartigen Materialien entwickelt, die durch ionische Flüssigkeiten ermöglicht wurden. Auch neue theoretische Berechnungs- und Modellierungsmethoden sind für die Entwicklung dieses jungen Forschungsbereiches wichtig. 

Grüne Chemie
Einsatzmöglichkeiten gibt es für die neuen Materialien viele: Aufgrund ihrer speziellen elektrischen Eigenschaften lassen sie sich etwa als Elektrolyte in Batterien verwenden, sie können für Brennstoffzellen oder für neuartige Solarzellen eine wichtige Rolle spielen. Auch als maßgeschneiderte Katalysatoren lassen sich manche von ihnen einsetzen. Ihre Herstellung ist bemerkenswert umweltfreundlich: „Bei der Synthese entstehen keine Nebenprodukte, man benötigt keine hohen Temperaturen, und auch toxische Lösungsmittel sind hier nicht notwendig“, erklärt Marie-Alexandra Neouze. 

Konferenz in Wien
Am 5. und 6. Dezember findet ein zweitägiges internationales Symposium zu diesem Thema statt. Veranstaltet wird es vom Institut für Materialchemie der TU Wien, es findet im Französischen Kulturinstitut (Währinger Straße 30) statt. Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Teilen der Welt werden zusammenkommen, um die Entwicklung dieser neuen Materialien zu diskutieren und den jungen, aufstrebenden Forschungsbereich rund um die ionischen Flüssigkeiten bekannter zu machen.


Webseite der Konferenz: http://www.imc.tuwien.ac.at/ilmat/index.htm 


Nähere Information:
Marie-Alexandra Neouze
Institut für Materialchemie
Technische Unviersität Wien
T: +43-1-58801-165206