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Ein europäisches Forschungsnetzwerk für Material-Modellierung

Eine neue Forschungs-Community entsteht: Das European Materials Modelling Council (EMMC) wird am 5. November offiziell gestartet. Die TU Wien ist mit dabei.

Eine Nanomembran - winzig klein, aber hochkomplex und schwer am Computer zu simulieren

Eine Nanomembran - winzig klein, aber hochkomplex und schwer am Computer zu simulieren

Eine Nanomembran - winzig klein, aber hochkomplex und schwer am Computer zu simulieren

Eine Nanomembran - winzig klein, aber hochkomplex und schwer am Computer zu simulieren

Nadja Adamovic

Nadja Adamovic

Nadja Adamovic

Nadja Adamovic

Durch immer leistungsfähigere Computer hat sich das Gebiet der Materialforschung in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Materialeigenschaften können heute mit Hilfe von Computersimulationen vorhergesagt und verbessert werden. Nun sollen die vielen bestehenden Material-Modellierungs-Aktivitäten in Europa durch die Gründung des „European Materials Modeling Council“ (EMMC) besser vernetzt werden. Das Kick-Off-Meeting für das EMMC findet am 5. November in Brüssel statt. Als „General Operational Manager“ bzw. „Chairing Person“ koordiniert   Nadja Adamovic (Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme,TU Wien) das neue Forschungsnetzwerk.

„Das EMMC versteht sich als dezentrale Bottom-Up-Organisation, die versuchen soll, die vielen unterschiedlichen Stakeholder der Community einander näher zu bringen“, erklärt Nadja Adamovic. Die Community umfasst ganz unterschiedliche Bereiche. Man kann Materialwissenschaft auf fundamentaler Ebene betreiben und mit elektronischen oder atomaren Modellen arbeiten. Man kann Kontinuumsmodelle erstellen, in denen Materialeigenschaften makroskopisch beschrieben werden, ohne auf die atomare Struktur einzugehen, und man kann mit mesoskopischen Modellen arbeiten, die dazwischen angesiedelt sind.

Computerleistung für bessere Materialien
Für all diese Teilbereiche sind Computersimulationen unerlässlich. Oft treibt man mit materialwissenschaftlichen Simulationsrechnungen heute die größten Computercluster an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Auch der VSC3, dem Computercluster an der TU Wien, wird nicht zuletzt für Materialforschung verwendet.

Das EMMC soll nicht nur akademische Forschungsgruppen vernetzen, sondern auch Softwareentwicklung und Industrie (Commercial End-User) miteinbeziehen. „Gemeinsam wollen wir Forschungsaktivitäten anstoßen, die in Europa heute vielleicht noch fehlen, wir wollen die vorhandene Expertise besser nutzen und uns Inputs darüber holen, wohin die Forschung in der Materialwissenschaft in Zukunft hingehen soll“, sagt Nadja Adamovic.
Das EMMC nimmt gerne noch weitere KooperationspartnerInnen auf. Wer sich bei dieser Initiative noch beteiligen möchte, kann sich auf der Webseite registrieren oder Näheres bei Nadja Adamovic erfahren.

EMMC online: www.emmc.info

Nähere Information:
Dr. Nadja Adamovic
Technische Universität Wien
Institut f. Sensor- und Aktuatorsysteme
Floragasse 7/ 2. Stock, 1040 Wien
T: +43-(0)1-58801-76648
http://www.isas.tuwien.ac.at