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Ausstellung über Ferdinand von Hochstetter

Veranstaltungstipp für alle mit Fernweh: Vom 1. September bis 23. November 2008 findet in der Central City Library, Auckland (Neuseeland) eine Ausstellung zum 150. Jahrestag der Ankunft des Geologen Ferdinand von Hochstetter statt. Hochstetter war einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler seiner Zeit.

Ferdinand von Hochstetter (1829 - 1884)

Ferdinand von Hochstetter (1829 - 1884)

Ferdinand von Hochstetter (1829 - 1884)

Ferdinand von Hochstetter (1829 - 1884)

Diese Ausstellung am anderen Ende der Welt hat einen überaus engen TU Wien Bezug. Ferdinand von Hochstetter  war Professor für Mineralogie und Geologie am damaligen k.k. polytechnischen Institut. 1874/75 war er Rektor (die TU Wien hieß damals schon seit zwei Jahren k.k. Technische Hochschule).

Hochstetter stammt ursprünglich aus Württemberg (geb. 1829 in Esslingen, Studium an der Universität Tübingen). Seit 1853 war er Mitarbeiter ("Hilfsgeologe") an der k.k. Geologischen Reichsanstalt in Wien, habilitierte sich 1856 an der Universität Wien und nahm 1857/58 an der berühmten Novara-Expedition teil. Er trennte sich 1859 von der Expedition, um im Auftrag der neuseeländischen Regierung geologische Aufnahmen des Landes vorzunehmen und erarbeitete auf der Basis seiner Ergebnisse die ersten geologischen Karten Neuseelands überhaupt. Genau dieser Pioniertätigkeit ist die Ausstellung in Auckland gewidmet.

Wieder zurück in Europa unternahm er auch weiterhin geologische Forschungsreisen sowohl ins Ausland (Türkei) als auch innerhalb der Habsburgermonarchie. 1876 wurde er zum Intendanten des kaiserlichen Naturalienkabinetts (heutiges Naturhistorische Museum) ernannt und spielte eine bedeutende Rolle für dessen wissenschaftliche Ausgestaltung. Er war auch Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. 1881 wurde er als Professor in den Ruhestand versetzt, er starb 1884 in Wien.

Einen Nachruf über Ferdinand von Hochstetter können Sie hier nachlesen

Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.