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ArchitektInnen, der Computer und das Design

Die Konferenz "CAAD Futures 2005", die vom 20.-22. Juni 2005 an der TU Wien stattfindet, thematisiert die neuesten CAAD-Entwicklungen und Trends.

Wien (TU). - Mit der Konferenz "CAAD Futures 2005" wird die Technische Universität (TU) Wien zum Mekka des Computer Aided Architectural Design (CAAD). CAAD ist ein dynamisches Arbeitsgebiet, das ständig weiterentwickelt wird. Dafür sorgen ForscherInnen und TechnikerInnen genau so wie SoftwareentwicklerInnen und AnwenderInnen.

Kaum ein Architekturbüro kann mehr auf CAAD-Softwarepakete verzichten, denn sie sind mittlerweile im Entwurfs- und Designprozess unverzichtbare Werkzeuge geworden. Wie wichtig CAAD ist, zeigt die Tatsache, dass es bereits als Teilbereich der Informations- und Kommunikationstechnologie "gehandelt" wird. Mit einem Wort: CAAD bietet spannende Kombinationsmöglichkeiten für mehrere Professionen - von Architektur bis Informations- und Medientechnologie. "CAAD Future 2005" zieht Bilanz und gibt Ausblick auf die nächsten spannenden CAAD-Jahre.

Die "CAAD Futures 2005" gibt sich nicht mit Durchschnittlichem zufrieden. Sie forderte in ihrem Call zu Einreichungen mit innovativen und originellen Beiträgen auf dem Gebiet des computerunterstützten Entwerfens auf, die präzise und qualitativ hochwertige Forschungs- und Entwicklungsarbeit präsentieren. Mit dem hohen Qualitätsanspruch ist es auch gelungen, hochkarätige Keynotespeaker für die Konferenz zu gewinnen, so auch Mark Burry vom RMIT in Australien und Bill Mitchell vom MIT, USA.

Burry (RMIT) befasste sich langjährig mit dem Leben und Werk des katalanischen Architekten Antonio Gaudí und machte sich einen Namen im Bereich der "parametrischen Architektur". Dies führte zu consultancy bei der Fertigstellung der Sagrada Familia Kathedrale in Barcelona. Burry baute in Melbourne am RMIT das "Spatial Information Architecture Laboratory" auf. Bei der CAAD Future 2005 wird sich Burry dem Thema "Digitally Sponsored Convergence of Design Education, Research and Practice" widmen.

Bill Mitchell (MIT) wird über "Constructing Complexity" sprechen. Er gilt aufgrund seiner breiten publizistischen Tätigkeit und vielzitierten Werke wie z. B. The Logic of Architecture, The Reconfigured Eye, City of Bits, E-topia (wurde in viele Sprachen übersetzt) als "Prophet" im Bereich CAAD.

Bei der Gesprächsrunde "eLearning und Virtual Spaces" am 21. Juni 2005 von 16:00 bis 18:00 Uhr sind Interessierte herzlich willkommen. Sie erhalten bei freiem Eintritt einen Einblick in neueste Entwicklungen bei der Gestaltung virtueller Räume. Vortragende sind Mark Burry und Julian Lombardi, einer der Partner des Computerpioniers Alan Kay bei dessen jüngstem Projekt, CROQUET, das eine neue Programmierumgebung für verteilte Virtuelle Welten bietet, die herkömmliche zweidimensionale User-Interfaces ersetzen soll. In der nachfolgenden Podiumsdiskussion sprechen Christian Kühn von der Architekturfakultät der TU Wien und Orhan Kipcak vom Grazer Joanneum, die gemeinsam an einem EU-Projekt zur Schaffung eines Virtuellen Campus für dieses Gebiet (VIPA) arbeiten, mit den beiden Vortragenden über die Konsequenzen dieser neuen Aufgaben für die Ausbildung von ArchitektInnen.

Die CAAD Futures Foundation tritt als Schirmherrin der CAAD-Konferenz auf. Sie wurde nach niederländischem Stiftungsrecht im Jahre 1985 gegründet. Seitdem finden im Zweijahres-Rhythmus themenspezifische Konferenzen statt, die vor Wien bereits in Atlanta, Boston, Eindhoven, München, Pittsburgh, Singapur, Tainan und Zürich getagt haben.

20.-22. Juni 2005: CAAD Futures 2005
Festsaal, Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien
Weitere Infos zur Konferenz:

info.tuwien.ac.at/cf2005/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

und

www.caadfutures.org, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster