Forschungskooperation zwischen der TU Wien, Fakultät Maschinenbau, und Bombardier Transportation Austria GmbH

Projektbeschreibung

Behindertengerechte Bauweisen unter Berücksichtigung eines barrierefreien Zugangs für mobilitätseingeschränkte Personen

Im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen der TU Wien und Bombardier Wien sollen im Schwerpunkt 5 die Grundlagen für die Entwicklung der nächsten Generation von Straßenbahnen entwickelt werden.

Die Arbeitsgruppe Ergonomie im Bereich Arbeitswissenschaft und Organisation am Institut für Managementwissenschaften erarbeitet innerhalb dieser Kooperation, Konzepte zur Verbesserung und Unterstützung des barrierefreien Zugangs im innerstädtischen Schienenverkehr. Während der Projektlaufzeit vom 01.02.2008 bis zum 31.01.2011 werden Ist-Zustände analysiert, die Anforderungen der Betroffenen erhoben, Funktionsanalysen erstellt um resultierende Richtlinien für den Einstiegsbereich und technische Konzepte zu erstellen.

Ziele

Lösungen für den barrierefreien Zugang zu den innerstädtischen Schienenbahnen sind zu generieren. Zu deren Umsetzung sollen Kataloge entwickelt werden, welche etwa die Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen von mobilitätseingeschränkten Personen aufzeigen, die technischen Normen und Gesetze zusammenfassen und über die ergonomischen Anforderungen beraten.

Als Endergebnis soll für die Mitarbeiter von Bombardier ein Leitfaden zur behindertengerechten Gestaltung des Einstiegsbereichs zur Verfügung stehen. Die darin enthaltenen Gestaltungsanforderungen und Gestaltungsrichtlinien sollen es in Zukunft erleichtern für eine vorliegende Problemstellung eine zufrieden stellende Lösung zu finden.

Zu diesem Zweck werden bei der vorliegenden Arbeit, parallel, zwei Untersuchungsbereiche betrachtet. Einerseits die Benutzer der Einrichtungen und deren Behinderungen, und andererseits die zu gestaltenden Einrichtungen und Schnittstellen selbst.

Zielgruppe

Der Begriff der mobilitätseingeschränkten Person beinhaltet physische Beeinträchtigungen (z.B. geh-, hör- oder sehbehinderte Menschen), psychische Beeinträchtigungen (z.B. verminderte Informationsverarbeitung), Reisebeeinträchtigungen (z.B. Kinderwägen oder Reisegepäck) und Lebensabschnittsbeeinträchtigte (z.B. ältere Menschen). Die Bedürfnisse der genannten Personenkreise werden anhand qualitativer und quantitativer Interviews berücksichtigt.

Einrichtungen/Schnittstellen

Als zweiten Bereich werden, wie bereits erwähnt, die vorhandenen (notwendigen) Einrichtungen betrachtet.

Neben der Optimierung des Zugangs ist es in weiterer Folge auch notwendig einige Bereiche im Wageninneren zu betrachten. Ohne der gemeinsamen Betrachtung dieser beiden Bereiche lässt sich keine optimale Lösung zur Verbesserung des Zugangs finden, da gewährleistet sein muss, dass sich die betroffenen Personen auch im Wageninneren „weiterbewegen“ und um eine entsprechend sichere Position einnehmen zu können.

 Die Systemgrenzen werden derart gewählt, sodass folgende Bereich untersucht werden:

  •  Schnittstelle Fahrzeug-Umgebung
    • Darunter ist sowohl die Problematik des Übergangs vom Bahnsteig in das Fahrzeug zu verstehen, als auch der Sonderfall des außerplanmäßigen Haltens und Aussteigens auf freier Strecke.
    • Dabei sollen, falls nötig, technische Hilfsmittel und deren Gestaltungsrichtlinien, bahnsteig- und fahrzeugseitig untersucht werden.
  •  Bedienelemente im Einstiegsbereich: Darunter fallen die Türbedienelemente (innen und außen) und Notfalleinrichtungen für die Türnotöffnung und die Kommunikation mit dem (Zug-)Personal.
  •  Anforderungen im Wageninneren: Platzbedarf, Anordnung von Informationsanzeigen, Bedienelementen, und generelle Anforderungen an Kartenentwerter und -automaten.

 Methodik

  •  Datenermittlung: Umfasst werden hier die Recherche und Analyse von Normen, Literatur, Gesetzen, vorhandenen Lösungen und Benutzererfahrungen. Außerdem werden der Untersuchungsgegenstand und die Problemstellung definiert und dargestellt.
  •  Funktionsanalyse: Mit Hilfe einer Funktionsanalyse der notwendigen Einrichtungen wird eine Abstrahierung der Vorrichtungen vorgenommen. Aus dieser lassen sich durch die Funktionszuweisung alternative Lösungsmöglichkeiten darstellen.
  •  Funktionszuordnung: Die Ergebnisse der Funktionsanalyse werden den ergonomischen Anforderungen zugeordnet.
  •  Synthese

Projektposter (PDF), öffnet eine Datei in einem neuen Fenster

Partner

  • Bombardier
  • Institut für Konstruktionswissenschaften und technische Logistik - Ecodesign
  • Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik
  • Institut für Mechanik und Mechatronik