Vor nicht allzu langer Zeit wurden im Stahlbetonbau glatte Stäbe anstelle der heute typischen gerippten Bewehrungsstäbe verwendet. Zur Unterscheidung wird daher häufig von "Eisenbeton" gesprochen, wenn glatter Stahl verbaut wurde. Durch den Entfall der Rippen wird die Verbindung zwischen Stahl und Beton maßgeblich reduziert und eine Verankerung des Stabes wurde daher durch Endhaken realisiert.

 

Dr. Tobias Huber vor dem Rissbild eines Laborversuchs

Dr. Huber vor dem Rissbild eines Laborversuchs

Glatte Bewehrung mit Endhaken (links) und gerippte Bewehrungsstäbe (rechts)

Glatte Bewehrung mit Endhaken (links) und gerippte Bewehrungsstäbe (rechts)

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TU Wien Glatte Aufbiegungen

Deshalb untersucht das Institut für Tragkonstruktionen in einem Forschungsprojekt im Auftrag der ÖBB Infrastruktur AG, der DB Netz AG und der Asfinag das Tragverhalten der glatten Stäbe. Dabei werden acht Plattenstreifen (9 m lang) mit der historischen Bewehrungsart in unserem Labor im TU Wien Science Center bis zum Bruch getestet. Anschließend wird die Anwendbarkeit der Normmodelle kontrolliert und diese gegebenenfalls angepasst. Auf dieser Grundlage kann dann realistischer berechnet werden, welche Belastung eine Brücke aushält. Für eine Modellanwendung an einer bestehenden Brücke wird zurzeit ein Diplomand / eine Diplomandin gesucht. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Dr. Tobias Huber.

Ansprechpartner:

Dr. Tobias Huber, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

E-Mail: tobias.alexander.huber@tuwien.ac.at

Telefon: +43 1 58801 21242

Dipl. Ing. Franz Untermarzoner , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

E-Mail: franz.untermarzoner@tuwien.ac.at

Telefon: +43 1 58801 21264