Publikationen

Open Source

Die Firefox-Extension wurde von Leo Zachl programmiert und bringt folgende Vorteile:

  • erleichterte Übernahme der Systematik aus den bibliografischen Datensätzen in Holdings
  • automatische Standortauswahl beim Login aufgrund der IP-Adresse des Rechners
  • gezielte Suche nach Datensätzen anhand von Listen von IDs (ISBNs, MMS-IDs, AC-Nummern, Barcodes)
  • Anzeige der Ausleihzahlen in der Exemplarübersicht
  • automatisierte Anpassungen in Holdings und Exemplaren
  • automatisiertes Befüllen von Feldern in neuen Holdings und Exemplaren (z. B. bei Hochschulschriften)
  • Ausdrucken von Laufzetteln bei Bedarf
  • direkte Anzeige der Exemplare aus dem Metadaten-Editor heraus
  • Unterstützung für die Einbindung eigener Bookmarklets

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Quellcode auf GitLab, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Highlights

Untenstehend finden Sie eine Auswahl von Projekten, Veranstaltungen und Neuerungen, welche in der Bibliothek stattgefunden haben.

Bibliothek setzt ihr Konzept zur Nachhaltigkeit konsequent um

Die Bibliothek bekräftigt ihr Bekenntnis zur Nachhaltigkeit nun auch durch die Unterzeichnung des Green Libraries Manifesto und hat 2022 ein entsprechendes Konzept entwickelt, das sich auf Gebäude, Bibliotheksservices, Verwaltung und Umweltschutzaspekte bezieht. Um den ökologischen Fußabdruck der Bibliothek zu verringern, wurde ein kontinuierliches Monitoring implementiert; zur Berechnung unserer Treibhausgaswerte pflegen wir CO2-relevante Daten zu Wärme-, Strom-, Brauchwasser-, Toner-, Papier- und Druckerzeugnisse-Verbrauch, IT-Gerätestand sowie Mobilität in den von der Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich zur Verfügung gestellten Kalkulator ein. Der Energieverbrauch konnte bereits reduziert werden; mit dem Sammeln alter und leerer Tonerbehälter wird ein Sozialprojekt der Kinder-Krebs-Hilfe unterstützt. Der ökologische Handabdruck zeigt eine Ersparnis von mindestens 1139,60 Kilo CO2 in diesem Jahr: Dieser Wert wurde bei der Aktion "Wien radelt" von 8 Bibliotheksmitarbeiter_innen erzielt, die im Zeitraum vom 20.03. bis zum 30.09.2022 insgesamt 6460,30 km mit dem Fahrrad und zu Fuß zurückgelegt hatten.

Open Urban Sustainability Hubs (OPUSH): Erstes Vor-Ort-Meeting des internationalen Projektteams und offizieller Kick-off mit den nationalen Partner_innen in Wien

Mit großem Enthusiasmus fanden zusammen mit Christian Peer als Principal Investigator im September zwei OPUSH-Workshops in Präsenz in Wien statt. Bei einem Workshop ging es darum, die nationalen Partner_innen zu vernetzen und erste Ideen für Citizen-Science-Experimente in Wien zu diskutieren. Am zweiten Workshop nahmen die internationalen Projektpartner_innen teil: Die TU Wien Bibliothek und Deck 50 des Naturhistorischen Museums wurden besucht und insbesondere die städtischen Nachhaltigkeitspraktiken mit Open-Science-Bezug in Barcelona, Delft, Tallinn und Wien sowie der aktuelle Forschungsstand zur Bedeutung von Citizen Science für die urbane Nachhaltigkeitstransformation bearbeitet.

Horizon-Europe-Projekt Skills4EOSC gestartet

Mit einem Kick-off-Meeting im September 2022 in Pisa startete das Projekt Skills4EOSC, das folgende Ziele verfolgt: 1. Die derzeitige Ausbildungslandschaft zu einem einheitlichen und vertrauenswürdigen, paneuropäischen Ökosystem zu vereinheitlichen; 2. Qualifizierung von europäischen Forscher_innen und Datenexpert_innen in den Bereichen FAIR und Open Data zu fördern; 3. Datenintensive Wissenschaft und das wissenschaftliche Datenmanagement effizienter zu gestalten. Die Kompetenzzentren, die im Projekt entstehen, werden als Gravitationszentren für Open-Science- und EOSC-Aktivitäten in ihren jeweiligen Ländern fungieren.
Seitens der TU Wien sind die Bibliothek, das Zentrum für Forschungsdatenmanagement und der Forschungsbereich Data Science beteiligt. Insgesamt wird die Expertise aus 18 europäischen Ländern in diesem Projekt gebündelt.

Erstes internationales Citizen-Science-Projekt an der TU Wien: OPUSH

Das Projekt Open Urban Sustainability Hubs, kurz OPUSH, zielt darauf ab, Kompetenzen für die urbane Nachhaltigkeitstransformation, soziale Innovation und Ko-Kreation in vier europäischen Städten aufzubauen, das heißt Wissen über nachhaltige Entwicklung und transformative Aktionen besser sichtbar zu machen und lokale Gemeinschaften durch einen dauerhaften Zugang zu Open-Knowledge-Ökosystemen zu stärken. Der Austausch zwischen Bibliotheken, Museen, Stadtplanung, Bürger_innen und lokalen Initiativen wird strategisch und operativ ausgebaut. Dadurch erweitert OPUSH die Aufgaben und Kompetenzen von Bibliotheken hinsichtlich Open Science und Citizen Science als Treiber für eine nachhaltige Entwicklung. Inhaltlich trägt das Projekt zur Erreichung der UN SDGs, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster 4, 11 und 16 bei. OPUSH wurde von Christian Peer vom future.lab als Principal Investigator und der TU Wien Bibliothek gemeinsam mit Partnern aus Barcelona, Delft, Tallinn und Wien im JPI Urban Europe Call ERA-NET Cofund Urban Transformation Capacities (ENUTC) eingereicht und unter 152 Einreichungen als eines von insgesamt 16 Projekten bewilligt. Hier finden sie eine Kurzbeschreibung des Projekts OPUSH, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster. Das Projekt startete mit 01.04.2022 und dauert drei Jahre.

Erfolgreicher Workshop "Key Performance Indicators" der österreichischen EOSC-Initiative

Die im Mai 2021 gegründete Arbeitsgruppe "Key Performance Indicators" des EOSC Support Office Austria, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster lud am 10.05.2022 zu einem gleichnamigen Workshop ins Naturhistorische Museum und startete so einen partizipativen Diskussionsprozess zur Evaluierung und Impactmessung der EOSC auf nationaler Ebene. 35 Expert_innen aus unterschiedlichen Stakeholdergruppen (Ministerien, Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Forschungsfördereinrichtungen, Infrastrukturanbietern, R&I-Beratung beziehungsweise -Evaluation, ...) nahmen engagiert daran teil: Das gemeinsame Verständnis über die Ziele der EOSC wurde geschärft, aktuelle österreichische Strategien wie die Open Science Policy Austria, die FTI-Strategie 2030 und der UniNEtZ-Optionenbericht wurden in Hinblick auf die EOSC reflektiert und Herausforderungen für das Monitoring identifiziert. Die Präsentationen des Workshops "Key Performance Indicators", öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster sind auf Zenodo öffentlich zugänglich. Hier finden Sie Näheres zur Arbeitsgruppe, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, die von Kathrin Vohland (NHM) und Beate Guba (TU Wien Bibliothek) geleitet wird.

Kick-off des Horizon-Europe-Projektes EOSC Focus in Wien

Im Call HORIZON-INFRA-2021-EOSC-01-02 konnte die EOSC Association gemeinsam mit der TU Wien und 7 weiteren Partnern das Projekt EOSC Focus einwerben, das die Governance der EOSC Association festigen und somit die Ergebnisse des Projektes EOSCsecretariat.eu fortsetzen wird. Vom 29.06.-30.06.2022 fand das Kick-off an der TU Wien statt, bei dem Karel Luyben und Ute Gunsenheimer von der EOSC Association sowie Michel Schouppe von der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission die Bedeutung des Memorandum of Understanding for the Co-programmed European Partnership for the European Open Science Cloud (EOSC), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster und der ambitionierten Projektziele deutlich machten. Die Abkürzung Focus steht für Focusing on Open, Collaboration and Useful Science und bringt zum Ausdruck, dass das Projekt Open Science als "neue Normalität" etablieren möchte. Seitens der TU Wien zählen der Forschungsbereich Information und Software Engineering, die Bibliothek und das Zentrum für Forschungsdatenmanagement zum Projektteam. Mehr zum Projekt EOSC Focus, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Ein prägnanter Einblick in die TU Wien Bibliothek

Ein kurzes YouTube-Video, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster präsentiert anschaulich die wichtige Rolle der Bibliothek in der Digitalisierung, bei der Transformation des Wissenschaftsbetriebs und bei der dritten Mission der Universität. Die TU Wien Bibliothek gibt darin Beispiele ihrer täglichen Arbeit, die von einer Vielzahl von Technologien wie etwa Cloud Computing, Suchmaschinentechnologien, RFID oder Robotik geprägt wird. Seit mehr als 30 Jahren treibt die Bibliothek mit ihren Services die Digitalisierung voran. Als Living Lab kombiniert sie neuerdings ihren physischen Raum mit der digitalen Welt der Daten. Für ein besseres Verständnis lohnt sich ein Blick in das Video.

Das Bibliotheksteam setzt sich ambitionierte Jahresziele für 2022

In einem mehrstufigen Diskussionsprozess hat sich die Bibliothek anspruchsvolle Ziele für das Jahr 2022 (PDF), öffnet eine Datei in einem neuen Fenster gesetzt, mit denen sie ihr Leitbild verwirklicht und ihre strategischen Schwerpunkte operationalisiert. Neben COVID-19-spezifischen Maßnahmen werden unser Data Visualisation Lab und internationale Entwicklungen umgesetzt bzw. konsolidiert. Um den ökologischen Fußabdruck der Bibliothek zu verbessern, beteiligt sich das Bibliotheksteam an der Aktion "Wien radelt" (20.03.-30.09.2022). Wir sind gespannt, wie viele Kilometer wir mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen werden, um so gemeinsam einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Ein neuer Service zur Erstellung barrierefreier Dokumente

Ein neuer Bibliotheksservice, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster erlaubt allen Studierenden und Mitarbeiter_innen der TU Wien, ihre PDFs auf Standards für Barrierefreiheit und vollständige Textextrahierbarkeit zu überprüfen, zu optimieren und gegebenenfalls aus mehreren Teilen verlustfrei zusammenzuführen. Das Tool kann vor Abgabe einer elektronischen Hochschulschrift oder vor Veröffentlichung eines Papers genutzt werden und macht spätere Korrekturen überflüssig. Die Textextraktion unterstützt eine allfällige Plagiatsprüfung. Das Bibliotheksteam wird in Kürze Informationen zur Vermeidung der gängigsten Problemquellen bereitstellen und die Software in Zusammenarbeit mit dem Hersteller kontinuierlich verbessern.

EOSC-Prozess nimmt Fahrt auf

Der Aufbau der Austrian EOSC Mandated Organisation erfolgte unter Federführung der TU Wien Bibliothek, die mit der Organisation der ersten Generalversammlung am 13.10.2021 im BMBWF für den ersten Meilenstein sorgte. Für die nächsten zwei Jahre stellt die TU Wien Bibliothek den Vorsitz der Generalversammlung und koordiniert das Monitoring der österreichischen Initiative. Weiters leitet sie zusammen mit dem Naturhistorischen Museum die Arbeitsgruppe Key Performance Indicators und wirkt in den Arbeitsgruppen Austria Country Profile und Researcher Engagement mit. Beate Guba und Paolo Budroni fungieren als EOSC Reference Points an der TU Wien, letzterer ist auch für den Aufbau des EOSC Support Office Austria mit Sitz an der TU Wien verantwortlich und Delegate der österreichischen Initiative in der EOSC Association in Brüssel. Auf internationaler Ebene nimmt die TU Wien Bibliothek an zwei Taskforces der EOSC Association teil, nämlich an der Taskforce PID Policy and Implementation und der Taskforce FAIR Metrics and Data Quality.

Erasmus+-Programm der Bibliothek im 2. Jahr der COVID-19-Pandemie

Um den fachlichen Austausch zwischen Bibliotheken aus ganz Europa in der Pandemie weiterzuführen, wurde von 16. bis 18.11.2021 ein virtuelles Erasmus+-Programm an der TU Wien Bibliothek angeboten. 17 ausgewählte Teilnehmer_innen aus der EU und der Türkei haben an interaktiven, von Mitarbeitenden der TU Wien Bibliothek und weiteren Expert_innen durchgeführten Workshops teilgenommen. Der Schwerpunkt lag auf der zeitnahen Gründung der österreichischen EOSC-Initiative sowie insbesondere auf Open Science, Research Assessment, Subject Registries, Controlled Vocabularies und der Bedeutung persistenter Identifikatoren (PIDs).

"Gender Equality"-Workshop im Projekt CO-VERSATILE

Am 22.10.2021 führte das Bibliotheksteam in Zusammenarbeit mit Brigitte Ratzer (Fachbereich Services Genderkompetenz) und Marjo Rauhala (Research Ethics Coordinator) im Projekt CO-VERSATILE einen Workshop zu "Gender and Intersectionability" durch. Das Thema stand mit der politischen Agenda für den Europäischen Forschungsraum (EFR) unter dem Titel "Vertiefung des EFR durch umweltbezogene Gleichstellung der Geschlechter" im Einklang.

Vielversprechende Ergebnisse des Projektes "Smart Campus - Smart Library"

Das .dcall-2020-Projekt "Smart Campus - Smart Library" hatte zum Ziel, ein Simulationsmodell des Bibliotheksgebäudes zu entwickeln und für Lehre und Forschung nutzbar zu machen. Lehrende und Studierende haben im Studienjahr 2020/21 an einem digitalen Modell gearbeitet, das in der Praxis eingesetzt wird und durch seinen Anwendungsbezug den Forschungsgegenstand und Lernstoff sehr anschaulich macht.
Der in Zusammenarbeit mit den Forschungsbereichen Bauphysik und Wireless Communications sowie mit GUT und IT Solutions entwickelte Prototyp umfasst verschiedene Datensätze zu Bauphysik und Benutzer_innenströmen. Das Projekt wurde zwar mit einer Veranstaltung am 14.10.2021 beendet, die Projektergebnisse motivieren aber sehr, die bisherigen Daten als Langzeitstudie fortzusetzen und für eine Verbesserung der Raumsituation der Bibliothek heranzuziehen. Allgemeine Informationen, das Simulationsmodell, die Datensätze und Visualisierungen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster stehen dauerhaft über einen Lernraum in TU coLAB für den Einsatz in Lehre und Forschung zur Verfügung.

Projekt "Austrian Transition to Open Access 2" (AT2OA2) gestartet

Die erfolgreichen Maßnahmen aus dem Projekt "AT2OA" werden mit dem Ziel fortgesetzt, den Transformationsprozess von Closed zu Open Access weiter voranzutreiben und eine Datendrehscheibe einzurichten, die Publikationsdaten aus verschiedenen Quellen aufbereitet. Hierfür wurden in Teilprojekt 1 Umfrageergebnisse zu bereits bestehenden und möglichen neuen transformativen Verlagsabkommen vorgelegt. In Teilprojekt 2 wurden zwei Arbeitsgruppen eingerichtet, die das Metadatenschema und die technischen Anforderungen für einen "Austrian Data Hub for Open Access Negotiations and Monitoring" definieren. Teilprojekt 3 startete mit der Erhebung des Status quo der Publikationskosten österreichischer Universitäten. Teilprojekt 4 widmet sich dem Thema Predatory Publishing. In Teilprojekt 5 wurde der Zugang zum Altmetric-Explorer eingerichtet, mit dem untersucht werden soll, wie sehr Open Access die Sichtbarkeit von wissenschaftlichen Publikationen erhöht. Die Bibliothek der TU Wien ist in allen Teilprojekten vertreten.

Leitbild der Bibliothek

Der fast zweijährige partizipative Prozess "Zusammenarbeit gestalten" ging im Juni 2021 mit dem Beschluss eines Leitbildes für die Bibliothek erfolgreich zu Ende. In extern und intern moderierten Workshops wurden Grundsätze im Führungsteam entwickelt und die Basis für ein Leitbild geschaffen, das mithilfe von Lego® Serious Play® gemeinsam erarbeitet und anschließend verschriftlicht wurde.

In diesem Leitbild bekennt sich die Bibliothek dazu, Wissen für alle zu öffnen und die Vernetzung von Menschen und Wissenschaften zu fördern. Der vollständige Text des Leitbildes findet sich auf der Bibliothekswebsite. Das Leitbild wurde am 29.06.2021 in Anwesenheit von VR Josef Eberhardsteiner in Kraft gesetzt.

Bibliothek bringt ihre Expertise national und international ein

Mit der Koordination des Aufbaus der Austrian EOSC Mandated Organisation und eines EOSC Support Office Austria unterstützt die TU Wien Bibliothek die derzeit wichtigste Infrastrukturinitiative der Europäischen Kommission auf nationaler Ebene. Anfang Juli 2021 wird die Konsensualvereinbarung dieser österreichischen Initiative beschlossen und im Oktober 2021 die erste Generalversammlung abgehalten.

Paolo Budroni, e-IRG-Chair und Leiter des in der Bibliothek neu eingerichteten Fachbereichs EOSC-Büro und Internationales, tritt im Juli 2021 seine dreijährige Tätigkeit als Mitglied im CLARIN Scientific Advisory Board, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster an.

Im Mai 2021 fanden auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung zwei Workshops zum Thema "Zukunft der <digitalen> Universitäten 2035" an der Donau-Universität Krems statt. Ein Kreis von ausgewählten hochrangigen in- und ausländischen Expert_innen, darunter auch zwei Vertreter_innen der TU Wien Bibliothek, waren eingeladen, um über den Einfluss der Digitalisierung auf die Lehre, Forschung, Organisation und dritte Mission der Universitäten zu diskutieren. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Vorgehensweise des Ministeriums dienen.

Bibliometrische Services der Bibliothek weiter ausgebaut

Die Bibliothek unterstützt mit diesem Angebot sowohl Fakultäten, Institute als auch einzelne Wissenschaftler_innen: Die Fachgruppe Szientometrie und Datenvisualisierung erstellt Berichte zur Forschungs- und Publikationstätigkeit von Bewerber_innen im Rahmen von Berufungsverfahren. Instituten stellt sie szientometrische Analysen für die Etablierung internationaler Kooperationen und strategischer Partnerschaften zur Verfügung. Einzelne Wissenschaftler_innen profitieren von Schulungen und Beratungen zu Publikationsstrategien (z. B. Publikationsmedien, Erhöhung der Sichtbarkeit, Autor_innenprofile). Das Monitoring von Metadaten in Recherchedatenbanken und allfällige Korrekturen verhelfen der TU Wien zu besseren Ranking-Ergebnissen. Für den Ausbau der Datenvisualisierungen wird ab Juli 2021 ein Data Visualisation Engineer angestellt.

Förderung von Englisch-Lektoraten für Doktorand_innen

Im März 2021 startete die Bibliothek den neuen "Lektoratsservice für Doktorand_innen der TU Wien", mit dem junge Wissenschaftler_innen zu Beginn ihrer Karriere unterstützt und die Acceptance Rate von Zeitschriftenartikeln oder Konferenzbeiträgen erhöht werden sollen. Der Service steht Doktoratsstudierenden aller Fakultäten offen und ist mit der Fachberatung der Bibliothek zu Themen wie Autorschaft, CC-Lizenzen und Predatory Publishing verknüpft. Die Überprüfung der englischsprachigen Manuskripte erfolgt durch ENAGO Editing Services und IATUL Academic Translation and Editing Service. Mit beiden Dienstleistern hat die Bibliothek Rahmenvereinbarungen abgeschlossen. Die vergünstigten Konditionen für Lektorat und Proofreading kommen allen Mitarbeiter_innen der TU Wien zugute.

Horizon2020-Projekt CO-VERSATILE

CO-VERSATILE ist eine Antwort auf ein EU-initiiertes Förderprogramm für rasche COVID-19-Maßnahmen und vereint 21 Partner aus Europa und Israel. Der Fertigungssektor soll in Zukunft schnell und angemessen auf Gesundheitskrisen reagieren können. Die TU Wien Bibliothek leitet das Arbeitspaket 6 "Data Management, GDPR, IPR and Ethics", das eine effiziente Umsetzung des Datenmanagements im Projekt sicherstellt. Diese Aufgabe steht ganz im Einklang mit der TU Wien Policy für Forschungsdatenmanagement, die den langfristigen Wert von Forschungsdaten für Forschung, Wissenschaft und Industrie sowie das Potenzial für eine breite Nachnutzung durch die Öffentlichkeit anerkennt. Der sorgsame Umgang mit rechtlichen und ethischen Aspekten wird ebenfalls ein Hauptbeitrag zum Projekt CO-VERSATILE sein. Das Projekt läuft bis November 2022.

Die Bibliothek als dritter Ort: Multimediales Programm bei "Österreich liest"

Im Oktober 2020 fand trotz erschwerter COVID-19-Bedingungen das Literaturfestival "Österreich liest" an der TU Wien Bibliothek statt. Die multimediale Ausstellung "Digitale Kunstachse Österreich - China. Ein Hauch von Purpur und Gold. Wissenschaft trifft Kunst in der TU Wien Bibliothek" wurde in Kooperation mit der Wiener Künstlerin Barbara Salaun gezeigt und unter anderem mit einem Fachvortrag von Alexandra Harrer eröffnet. Ergänzend dazu präsentierten Uwe Wössner und Fabian Dembski, beide vom HLRS Stuttgart, ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur 3D-Rekonstruktion des Oktogons in Ephesos im temporären Data Visualisation Lab der Bibliothek. Analoge und digitale Daten wurden im physischen Raum in Beziehung gesetzt und immersiv erlebbar gemacht. Augmented und Virtual Reality verliehen der Bibliothek als drittem Ort eine ganz neue Dimension in Hinblick auf den Zugang zu wissenschaftlichem Wissen bzw. Wissenstransfer.

Erweitertes Kurs- und Workshopangebot der Bibliothek

Im Wintersemester 2020/21 startete die Bibliothek erstmalig mit drei Lehrveranstaltungen zum wissenschaftlichen Arbeiten im Transferable-Skills-Katalog der TU Wien: Sie vermittelt darin Bachelor- und Masterstudierenden grundlegende Kompetenzen wie Recherchieren, Zitieren und Schreiben. Die Schwerpunkte für Doktoratsstudierende liegen auf der Publikation und Verbreitung von Forschungsoutput sowie Datenvisualisierung. Darüber hinaus werden regelmäßig Workshops zu Themen wie Forschungsbewertung, Academic Profiles Curation und Selbstarchivierung für (Nachwuchs-)Wissenschaftler_innen angeboten. Für Institute und Forschungsgruppen gibt es maßgeschneiderte Kurse nach Absprache.

Folgende erfolgreiche nationale und internationale Veranstaltungen fanden im 4. Quartal statt: e-IRG-Workshop under German Presidency, Focus on Open Science, Virtual Round Tables im Rahmen der Erasmus+ Staff Mobility Week sowie ORCID-Austria-Tech-Workshop, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster.

Bibliothek als Partner für die DOI-Vergabe an der TU Wien und in Österreich

Die Bibliothek fungiert als zentrale Anlaufstelle für alle Angehörigen und Bereiche der TU Wien, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse mittels Digital Object Identifiers (DOIs) langfristig auffindbar und eindeutig zitierbar machen möchten. Die Bibliothek vergibt DOIs für Dokumente in reposiTUm, die Veröffentlichungen von TU Wien Academic Press, die Open-Access-Journals der TU Wien (Journal for Facility Management, Der Öffentliche Sektor) und ebenso für andere technische Systeme, die den Anforderungen der am 09.07.2020 veröffentlichten Richtlinie des Rektorates entsprechen. Für andere österreichische Universitäten, Forschungs- und Fördereinrichtungen sowie Non-Profit-Organisationen betreibt die TU Wien Bibliothek den DOI-Service Austria, dem mittlerweile 13 Einrichtungen angehören.

Go-live reposiTUm mit DSpace

Am 03.09.2020 ging die Open-Access-Plattform reposiTUm mit neuen Funktionalitäten und neuem Design live. Vorausgegangen war die erfolgreiche Migration der Daten aus der bisherigen Software-Anwendung Visual Library in die Open-Source-Software DSpace. Die Bibliotheks-IT startete den Import am 27.06.2020 und konnte ihn am 01.07.2020 nach 81 Stunden Laufzeit für 14931 Datensätze abschließen. Es folgten Layoutanpassungen durch Campus Software Development.

Mitwirken in der EOSC Association

Die European Open Science Cloud (EOSC) ist die derzeit wichtigste Initiative der Europäischen Kommission im Bereich europäischer digitaler Infrastrukturen und verfolgt hierbei das Ziel, Wissenschaft und Gesellschaft enger zu verbinden, damit gesellschaftliche Herausforderungen schneller gelöst werden können. Ihrer langen Tradition als älteste technische Universität Österreichs folgend möchte die TU Wien diese europäische Infrastrukturinitiative aktiv mitgestalten und für die Erfüllung ihrer Aufgaben bestmöglich nutzen. Vizerektor Josef Eberhardsteiner hat nach entsprechendem Rektoratsbeschluss den Antrag auf Mitgliedschaft der TU Wien in der EOSC Association gestellt. Mit der Teilnahme an der EOSC Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) Open Consultation durch Beate Guba und der Mitarbeit in der Bylaws-Gruppe durch Paolo Budroni brachte sich die Bibliothek in die Ausgestaltung einer nachhaltigen Governance der im Juli 2020 gegründeten EOSC Association stark ein.

Bildungslandschaften in Bewegung

Die Lehrveranstaltungsreihe Bildungslandschaften in Bewegung widmete sich im Sommersemester 2020 dem Lernort Bibliothek und insbesondere dem Gebäude der TU Wien Bibliothek am Standort Resselgasse. Coronabedingt mussten die Inhalte angepasst und auf Distance Learning umgestellt werden (z. B. mit einer virtuellen Bibliotheksführung). Auch die plötzliche Schließung der Bibliothek wurde thematisiert. "Dort habe ich das vergangene Semester so viel Zeit verbracht, dass ich da locker meinen Zweitwohnsitz hätte melden können. Und genau diesen Ort hat man mir jetzt genommen, den Ort, an dem all meine Konzentration, Motivation und Kreativität gebündelt ist", so eine Studentin. Ein vielfältiger Methodenmix kam zum Einsatz: Unter anderem befragten die Studierenden Bibliotheksmitarbeiter_innen zu deren Tätigkeiten. Die Ergebnisse dieser qualitativen Studie werden im September vor Ort präsentiert. Sehr regen Zuspruch fand auch die in Kooperation mit der Bibliothek veranstaltete virtuelle Ringvorlesung "Frei-Raum-Kunst" mit Expert_innen aus Architektur, Kognitions- und Bibliothekswissenschaften: Daniel Bammer (Ö), Gareth Griffiths (FIN), Jef van den Putte (NL), Markus Peschl (Ö), Anna Maria Tammaro (ITA).

Go-live des neuen Webauftritts der TU Wien Bibliothek und der neuen Suchoberfläche von CatalogPlus

Am 30.06.2020 ging die neue Website der TU Wien Bibliothek online, auf der sie sich als breit aufgestellter zukunftsorientierter Partner im Universitäts- und Wissenschaftsbetrieb präsentiert. Sprache, Stil und Bildsprache sind von durchgängigen Prinzipien geprägt und unterstützen die Nutzerorientierung. Die Menüführung erfolgt entlang der wichtigsten Nutzer_innengruppen sowie wichtiger universitätsinterner und bibliotheksstrategischer Gliederungsaspekte. Gleichzeitig erfolgte der Relaunch von CatalogPlus, um die Suche nach Literatur noch intuitiver zu machen und für mobile Endgeräte zu optimieren. Über die gedruckten und digitalen Bestände der Bibliothek hinaus sind zahlreiche Open-Access-Volltexte zu den Forschungsschwerpunkten der TU Wien auffindbar.

Internationaler Wissensaustausch

Von KU Research und UCL Press wurde eine Studie mit Empfehlungen für TU Wien Academic Press erstellt, in der Verbreitungssysteme und Plattformen von Amazon über Google Scholar und OAPEN bis hin zu Datenbanken wie Scopus evaluiert wurden. Eine darauf aufbauende gezielte Auswahl wird schrittweise umgesetzt, um die Publikationen von TU Wien Academic Press international noch besser sichtbar und auffindbar zu machen.

Darüber hinaus war die Bibliothek eine begehrte Anlaufstelle für Kollegen_innen aus dem Ausland: Dr. Gavin Boyce, Vorstand der Fakultät für Engagement und Partnership der Western Bank Bibliothek der Universität Sheffield, suchte Austausch bezüglich Forschungsdaten. Thomas Eichenberger, Mitglied der Direktion der ETH Bibliothek, interessierte sich für die strategischen Ausrichtung der TU Wien Bibliothek und ihre Aktivitäten im Bereich von Open Science. Eine hochrangige Delegation der Universitäts- und Landesbibliothek Münster und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln stattete der Bibliothek einen Besuch ab, um von ihren Best Practices bei der Implementierung der cloudbasierten Bibliothekssoftware Alma in einem zweischichtigen Bibliothekssystem zu lernen.