Publikationen

  • Broeder, D., Budroni, P., Degl’Innocenti, E., Le Franc, Y., Hugo, W., Jeffery, K., Weiland, C., Wittenburg, P., & Zwolf, C. M. (2021). SEMAF: A Proposal for a Flexible Semantic Mapping Framework (1.0). Zenodo. https://doi.org/10.5281/ZENODO.4651421
  • Budroni, P. (2021). About Open Science and Autonomy of Science. Data Intelligence, 3(1), 52-63. https://doi.org/10.1162/dint_a_00077
  • Suchenwirth, L. (2020). Sacherschließung in Zeiten von Corona - neue Herausforderungen und Chancen. Mitteilungen der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, 73(3-4), 496-503. https://doi.org/10.31263/voebm.v73i3-4.5332
  • Bauer, B., & Budroni, P. (2020). Open Science: Paolo Budroni beantwortet 10 Fragen von Bruno Bauer zur Bedeutung von Forschungsdatenmanagement sowie zur Entwicklung der European Open Science Cloud. Mitteilungen der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, 73(2), 217-237. https://doi.org/10.31263/voebm.v73i2.4013

Open Source

Die Firefox-Extension wurde von Leo Zachl programmiert und bringt folgende Vorteile:

  • erleichterte Übernahme der Systematik aus den bibliografischen Datensätzen in Holdings
  • automatische Standortauswahl beim Login aufgrund der IP-Adresse des Rechners
  • gezielte Suche nach Datensätzen anhand von Listen von IDs (ISBNs, MMS-IDs, AC-Nummern, Barcodes)
  • Anzeige der Ausleihzahlen in der Exemplarübersicht
  • automatisierte Anpassungen in Holdings und Exemplaren
  • automatisiertes Befüllen von Feldern in neuen Holdings und Exemplaren (z. B. bei Hochschulschriften)
  • Ausdrucken von Laufzetteln bei Bedarf
  • direkte Anzeige der Exemplare aus dem Metadaten-Editor heraus
  • Unterstützung für die Einbindung eigener Bookmarklets

Informationen zum Add-on, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Quellcode auf GitLab, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Highlights

Untenstehend finden Sie eine Auswahl von Projekten, Veranstaltungen und Neuerungen, welche in der Bibliothek stattgefunden haben.

Bibliometrische Services der Bibliothek weiter ausgebaut

Die Bibliothek unterstützt mit diesem Angebot sowohl Fakultäten, Institute als auch einzelne Wissenschaftler_innen: Die Fachgruppe Szientometrie und Datenvisualisierung erstellt Berichte zur Forschungs- und Publikationstätigkeit von Bewerber_innen im Rahmen von Berufungsverfahren. Instituten stellt sie szientometrische Analysen für die Etablierung internationaler Kooperationen und strategischer Partnerschaften zur Verfügung. Einzelne Wissenschaftler_innen profitieren von Schulungen und Beratungen zu Publikationsstrategien (z. B. Publikationsmedien, Erhöhung der Sichtbarkeit, Autor_innenprofile). Das Monitoring von Metadaten in Recherchedatenbanken und allfällige Korrekturen verhelfen der TU Wien zu besseren Ranking-Ergebnissen. Für den Ausbau der Datenvisualisierungen wird ab Juli 2021 ein Data Visualisation Engineer angestellt.

Förderung von Englisch-Lektoraten für Doktorand_innen

Im März 2021 startete die Bibliothek den neuen „Lektoratsservice für Doktorand_innen der TU Wien“, mit dem junge Wissenschaftler_innen zu Beginn ihrer Karriere unterstützt und die Acceptance Rate von Zeitschriftenartikeln oder Konferenzbeiträgen erhöht werden sollen. Der Service steht Doktoratsstudierenden aller Fakultäten offen und ist mit der Fachberatung der Bibliothek zu Themen wie Autorschaft, CC-Lizenzen und Predatory Publishing verknüpft. Die Überprüfung der englischsprachigen Manuskripte erfolgt durch ENAGO Editing Services und IATUL Academic Translation and Editing Service. Mit beiden Dienstleistern hat die Bibliothek Rahmenvereinbarungen abgeschlossen. Die vergünstigten Konditionen für Lektorat und Proofreading kommen allen Mitarbeiter_innen der TU Wien zugute.

Horizon 2020-Projekt CO-VERSATILE

CO-VERSATILE ist eine Antwort auf ein EU-initiiertes Förderprogramm für rasche COVID-19-Maßnahmen und vereint 21 Partner aus Europa und Israel. Der Fertigungssektor soll in Zukunft schnell und angemessen auf Gesundheitskrisen reagieren können. Die TU Wien Bibliothek leitet das Arbeitspaket 6 "Data Management, GDPR, IPR and Ethics", das eine effiziente Umsetzung des Datenmanagements im Projekt sicherstellt. Diese Aufgabe steht ganz im Einklang mit der TU Wien Policy für Forschungsdatenmanagement, die den langfristigen Wert von Forschungsdaten für Forschung, Wissenschaft und Industrie sowie das Potenzial für eine breite Nachnutzung durch die Öffentlichkeit anerkennt. Der sorgsame Umgang mit rechtlichen und ethischen Aspekten wird ebenfalls ein Hauptbeitrag zum Projekt CO-VERSATILE sein. Das Projekt läuft bis November 2022.

Die Bibliothek als dritter Ort: Multimediales Programm bei "Österreich liest"

Im Oktober 2020 fand trotz erschwerter Covid-19-Bedingungen das Literaturfestival „Österreich liest“ an der TU Wien Bibliothek statt. Die multimediale Ausstellung "Digitale Kunstachse Österreich - China. Ein Hauch von Purpur und Gold. Wissenschaft trifft Kunst in der TU Wien Bibliothek" wurde in Kooperation mit der Wiener Künstlerin Barbara Salaun gezeigt und unter anderem mit einem Fachvortrag von Alexandra Harrer eröffnet. Ergänzend dazu präsentierten Uwe Wössner und Fabian Dembski, beide vom HLRS Stuttgart, ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zur 3D-Rekonstruktion des Oktogons in Ephesos im temporären Data Visualisation Lab der Bibliothek. Analoge und digitale Daten wurden im physischen Raum in Beziehung gesetzt und immersiv erlebbar gemacht. Augmented und Virtual Reality verliehen der Bibliothek als drittem Ort eine ganz neue Dimension in Hinblick auf den Zugang zu wissenschaftlichem Wissen bzw. Wissenstransfer.

Erweitertes Kurs- und Workshopangebot der Bibliothek

Im Wintersemester 2020/21 startete die Bibliothek erstmalig mit drei Lehrveranstaltungen zum wissenschaftlichen Arbeiten im Transferable-Skills-Katalog der TU Wien: Sie vermittelt darin Bachelor- und Masterstudierenden grundlegende Kompetenzen wie Recherchieren, Zitieren und Schreiben. Die Schwerpunkte für Doktoratsstudierende liegen auf der Publikation und Verbreitung von Forschungsoutput sowie Datenvisualisierung. Darüber hinaus werden regelmäßig Workshops zu Themen wie Forschungsbewertung, Academic Profiles Curation und Selbstarchivierung für (Nachwuchs-)Wissenschaftler_innen angeboten. Für Institute und Forschungsgruppen gibt es maßgeschneiderte Kurse nach Absprache.

Folgende erfolgreiche nationale und internationale Veranstaltungen fanden im 4. Quartal statt: e-IRG-Workshop under German Presidency, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, Focus on Open Science, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, Virtual Round Tables, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster im Rahmen der Erasmus+ Staff Mobility Week sowie ORCID Austria Tech-Workshop, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster.

Bibliothek als Partner für die DOI-Vergabe an der TU Wien und in Österreich

Die Bibliothek fungiert als zentrale Anlaufstelle für alle Angehörigen und Bereiche der TU Wien, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse mittels Digital Object Identifiers (DOIs) langfristig auffindbar und eindeutig zitierbar machen möchten. Die Bibliothek vergibt DOIs für Dokumente in reposiTUm, die Veröffentlichungen von TU Wien Academic Press, die Open-Access-Journals der TU Wien (Journal for Facility Management, Der Öffentliche Sektor) und ebenso für andere technische Systeme, die den Anforderungen der am 09.07.2020 veröffentlichten Richtlinie des Rektorates entsprechen. Für andere österreichische Universitäten, Forschungs- und Fördereinrichtungen sowie Non-Profit-Organisationen betreibt die TU Wien Bibliothek den DOI-Service Austria, dem mittlerweile 13 Einrichtungen angehören.

Go-live reposiTUm mit DSpace

Am 03.09.2020 ging die Open-Access-Plattform reposiTUm mit neuen Funktionalitäten und neuem Design live. Vorausgegangen war die erfolgreiche Migration der Daten aus der bisherigen Software-Anwendung Visual Library in die Open-Source-Software DSpace. Die Bibliotheks-IT startete den Import am 27.06.2020 und konnte ihn am 01.07.2020 nach 81 Stunden Laufzeit für 14931 Datensätze abschließen. Es folgten Layoutanpassungen durch Campus Software Development.

Mitwirken in der EOSC Association

Die European Open Science Cloud (EOSC) ist die derzeit wichtigste Initiative der Europäischen Kommission im Bereich europäischer digitaler Infrastrukturen und verfolgt hierbei das Ziel, Wissenschaft und Gesellschaft enger zu verbinden, damit gesellschaftliche Herausforderungen schneller gelöst werden können. Ihrer langen Tradition als älteste technische Universität Österreichs folgend möchte die TU Wien diese europäische Infrastrukturinitiative aktiv mitgestalten und für die Erfüllung ihrer Aufgaben bestmöglich nutzen. Vizerektor Josef Eberhardsteiner hat nach entsprechendem Rektoratsbeschluss den Antrag auf Mitgliedschaft der TU Wien in der EOSC Association gestellt. Mit der Teilnahme an der EOSC Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) Open Consultation durch Beate Guba und der Mitarbeit in der Bylaws-Gruppe durch Paolo Budroni brachte sich die Bibliothek in die Ausgestaltung einer nachhaltigen Governance der im Juli 2020 gegründeten EOSC Association stark ein.

Bildungslandschaften in Bewegung

Die Lehrveranstaltungsreihe Bildungslandschaften in Bewegung widmete sich im Sommersemester 2020 dem Lernort Bibliothek und insbesondere dem Gebäude der TU Wien Bibliothek am Standort Resselgasse. Coronabedingt mussten die Inhalte angepasst und auf Distance Learning umgestellt werden (z. B. mit einer virtuellen Bibliotheksführung). Auch die plötzliche Schließung der Bibliothek wurde thematisiert. "Dort habe ich das vergangene Semester so viel Zeit verbracht, dass ich da locker meinen Zweitwohnsitz hätte melden können. Und genau diesen Ort hat man mir jetzt genommen, den Ort, an dem all meine Konzentration, Motivation und Kreativität gebündelt ist", so eine Studentin. Ein vielfältiger Methodenmix kam zum Einsatz: Unter anderem befragten die Studierenden Bibliotheksmitarbeiter_innen zu deren Tätigkeiten. Die Ergebnisse dieser qualitativen Studie werden im September vor Ort präsentiert. Sehr regen Zuspruch fand auch die in Kooperation mit der Bibliothek veranstaltete virtuelle Ringvorlesung "Frei-Raum-Kunst" mit Expert_innen aus Architektur, Kognitions- und Bibliothekswissenschaften: Daniel Bammer (Ö), Gareth Griffiths (FIN), Jef van den Putte (NL), Markus Peschl (Ö), Anna Maria Tammaro (ITA).

Go-live des neuen Webauftritts der TU Wien Bibliothek und der neuen Suchoberfläche von CatalogPlus

Am 30.06.2020 ging die neue Website der TU Wien Bibliothek online, auf der sie sich als breit aufgestellter zukunftsorientierter Partner im Universitäts- und Wissenschaftsbetrieb präsentiert. Sprache, Stil und Bildsprache sind von durchgängigen Prinzipien geprägt und unterstützen die Nutzerorientierung. Die Menüführung erfolgt entlang der wichtigsten Nutzer_innengruppen sowie wichtiger universitätsinterner und bibliotheksstrategischer Gliederungsaspekte. Gleichzeitig erfolgte der Relaunch von CatalogPlus, um die Suche nach Literatur noch intuitiver zu machen und für mobile Endgeräte zu optimieren. Über die gedruckten und digitalen Bestände der Bibliothek hinaus sind zahlreiche Open-Access-Volltexte zu den Forschungsschwerpunkten der TU Wien auffindbar.

Internationaler Wissensaustausch

Von KU Research und UCL Press wurde eine Studie mit Empfehlungen für TU Wien Academic Press erstellt, in der Verbreitungssysteme und Plattformen von Amazon über Google Scholar und OAPEN bis hin zu Datenbanken wie Scopus evaluiert wurden. Eine darauf aufbauende gezielte Auswahl wird schrittweise umgesetzt, um die Publikationen von TU Wien Academic Press international noch besser sichtbar und auffindbar zu machen.

Darüber hinaus war die Bibliothek eine begehrte Anlaufstelle für Kollegen_innen aus dem Ausland: Dr. Gavin Boyce, Vorstand der Fakultät für Engagement und Partnership der Western Bank Bibliothek der Universität Sheffield, suchte Austausch bezüglich Forschungsdaten. Thomas Eichenberger, Mitglied der Direktion der ETH Bibliothek, interessierte sich für die strategischen Ausrichtung der TU Wien Bibliothek und ihre Aktivitäten im Bereich von Open Science. Eine hochrangige Delegation der Universitäts- und Landesbibliothek Münster und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln stattete der Bibliothek einen Besuch ab, um von ihren Best Practices bei der Implementierung der cloudbasierten Bibliothekssoftware Alma in einem zweischichtigen Bibliothekssystem zu lernen.