© Arthur Schindelegger
Laufende Projekte
Hier finden Sie die laufenden Projekte des Forschungsbereichs Bodenpolitik und Bodenmanagement.
Projektliste
Beginn: 09/2023, laufend
Prof. Arthur Kanonier betreut mit Mitarbeitern des Forschungsbereichs seit vielen Jahren die Rechtssammlung der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK). Diese wird auf der ÖROK-Webseite (www.oerok.gv.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster) halbjährlich (April und September) aktualisiert. Vor dem Hintergrund des stark differenzierten Raumordnungsrechts verfolgt die ÖROK-Rechtssammlung zur Raumordnung das Ziel, einen Überblick über die jeweils gültigen Fassungen zu bieten und den Umgang mit den unterschiedlichen raumrelevanten Rechtsnormen zu erleichtern. Die komplexe Kompetenzverteilung und die neun unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben zur Folge, dass die rechtlichen Grundlagen vielfältig und nicht von vornherein übersichtlich sind.
In einer kurzen Zusammenfassung wird ein Überblick über die wichtigsten Änderungen sowie Neuerungen im Raumordnungsrecht in den vergangenen sechs Monaten, wie auch ein Überblick über die aktuelle Judikatur der Höchstgerichte (VfGH, VwGH) gegeben.
Die Rechtschronik ist online zugänglich via: www.oerok.gv.at/raum/daten-und-grundlagen/rechtssammlung/rechtschronik, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Über 40% der Österreicher:innen leben im ländlichen Raum. Als Wohn- und Wirtschaftsstandort gewinnen die ländlichen Regionen und Kleinstädte zunehmend an Bedeutung. Allerdings bedeutet Mobil sein am Land ein hohes Maß an Selbstorganisation, was sich in einer vergleichsweise hohen PKW-Affinität niederschlägt. Gleichzeitig birgt dieser Umstand großes Potenzial für innovative Mobilitätsangebote, die auf Teilen statt Besitzen setzen.
Als Regionales Mobilitätslabor für den ländlichen Raum knüpft das land.mobil:LAB an dieser Herausforderungen an. Verankert im Waldviertel (NÖ) setzt das LAB inhaltliche Schwerpunkte (u.a. im Bereich des Flex-ÖV) und begleitet Innovationsvorhaben auf dem Weg in die Umsetzung. Durch die Etablierung eines Mobilitätslabors, das sich auf ländliche Mobilität spezialisiert, bietet sich die besondere Gelegenheit, Mobilitätsinnovationen, die aus den spezifischen Bedürfnissen der Bevölkerung in der Fokusregion heraus entstehen, zu begleiten.
Mit der Abteilung RU7 des Landes NÖ und dem Verein Interkomm Waldviertel hat das land.mobil:LAB wichtige strategische Partner für Verwaltungsinnovation und der Transfer von Mobilitätslösungen zu relevanten Stakeholdern. Aktuell setzt das Land NÖ auf die flächendeckende Ausrollung von Bedarfsverkehr („Flex-ÖV“) in Abstimmung mit dem „klassischen“ Linienverkehr. Dieser Top-down-Ansatz der öffentlichen Hand wird durch die Prozesse des LAB mit dem starken Selbstorganisationspotenzial der ländlichen Bevölkerung verknüpft. Bottom-up-Ansätze (z.B. Mitfahrgelegenheiten) werden aufgegriffen (z.B. Ideenwettbewerbe), in neue Kontexte (z.B. Kulturevents) übertragen und evaluiert.
Die Forschungslandschaft zur ländlichen Mobilität bleibt deutlich hinter jener im urbanen Raum zurück. Das Ziel des land.mobil:LAB ist, die Lücke zwischen Forschung und Praxis zu schließen und als Instrument für forschungsgeleitete Mobilitätsinnovationen im ländlichen Raum zu fungieren. Die analytischen und planerischen Verfahren im LAB folgen einem Multi-Methoden-Ansatz: Ein Mobilitätspanel ermöglicht das Mobilitätsverhalten der Bewohner:innen zu erforschen. Anhand von Erreichbarkeitsanalysen können Schwerpunkträume mit hohen transformativen Wirkungspotenzialen im Mobilitätsbereich identifiziert und Anforderungen an Innovationsvorhaben definiert werden. land.mobil:LAB begleitet Innovationsvorhaben von der Projektgenese über die Implementierung bis hin zur Evaluierung. Die Vorhaben werden entlang dreier Innovationsperspektiven verortet, die mit Stakeholdern in der Sondierung entwickelt wurden: (a) Neue Mobilitätsmodi, (b) Dynamische Mobilitätszwecke und (c) Akteur:innen mit Innovationspotenzial.
Das land.mobil:LAB unterstützt einerseits die Umsetzung von ergänzenden Mobilitätsangeboten, die bereits getestet wurden und replizierbar sind, und beteiligt sich andererseits aktiv an der Weitergabe von Erkenntnissen aus eigenen Aktivitäten im Pilotraum Waldviertel in andere Regionen in Österreich. Das land.mobil:LAB versteht sich demnach (a) als Accelerator der Mobilitätswende im ländlichen Raum, (b) als Inkubator für innovative Mobilitätslösungen und (c) als Multiplikator der Ideen und Erkenntnisse.
Projektlaufzeit: 08/2024 bis 07/2029
Forschungsförderungsprojekt, gefördert durch die FFG, in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und dem Verein Interkomm Waldviertel.
Weitere Informationen: Website, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Beginn: 01.04.2026, laufend
Beginn: 12.01.2026, laufend