Finanzierung

Sowohl in den USA wie auch in der EU suchen Frauen weniger häufig um Finanzierung an als Männer. Darüber hinaus reichen sie Anträge, die nicht beim ersten Versuch bewilligt wurden, seltener neuerlich ein. Eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2009 zu 28 EU-Mitgliedsstaaten hielt fest, dass Förderanträge von Frauen in 21 Ländern weniger erfolgreich waren als die von Männern. Weiters erhalten Frauen oftmals geringere Fördersummen als Männer: der Anteil, den Frauen innerhalb eines Landes an Fördergeldern insgesamt haben, ist höchstwahrscheinlich deutlich geringer, als der Anteil, den sie innerhalb desselben Landes an den Förderungen insgesamt haben.

In Spanien, wo detaillierte und nach Geschlecht aufgegliederte Daten zur Förderungen Verfügung stehen, unterscheiden sich die Fördermuster abhängig von der Art der Förderung, der Förderebene und dem -feld. Bei der Gewährung von Predoc-Stipendien an Forschungspersonal (FPI-Stipendien – Formación de Personal Investigador) zum Beispiel, herrscht nahezu Parität zwischen Frauen und Männern: Frauen und Männer bewerben sich gleichermaßen für Stipendien und erhalten die Stipendien in etwa demselben Maße. Im Gegensatz dazu kommt es bei den Fördervergaben im Rahmen von Ramón y Cajal, einem Post-Doc-Förderprogramm immer noch zu Ungleichheiten: Frauen sind eine Minderheit unter den Antragstellerinnen und bekommen seltener Förderungen zugesprochen als Männer. Im Allgemeinen ist der Fortschritt in Richtung Geschlechterparität bei den Pre-Doc-Förderungen größer als bei den Post-Doc-Förderungen. 

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