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Woher die Mathematik kommt

Pappus von Alexandria hat wesentlichen Anteil daran, dass uns die antike griechische Mathematik überliefert wurde. Prof. Gerhard Wanner hält dazu einen Vortrag an der TU Wien.

Die Collectiones von Pappus (Titelseite eines Drucks aus dem Jahr 1589)

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Die Collectiones von Pappus (Titelseite eines Drucks aus dem Jahr 1589)

Die Collectiones von Pappus (Titelseite eines Drucks aus dem Jahr 1589)

Die Collectiones von Pappus (Titelseite eines Drucks aus dem Jahr 1589)

Prof. Gerhard Wanner

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Prof. Gerhard Wanner

Prof. Gerhard Wanner

Prof. Gerhard Wanner

Es gibt große historisch unbeschreiblich wichtige Persönlichkeiten, deren Namen sich trotzdem nicht ins Gedächtnis der Öffentlichkeit eingeprägt haben. Pappus von Alexandria gehört dazu. Er ist einer der letzten großen Mathematiker der griechischen Antike und schrieb ein wichtiges Lehrbuch der Mathematik, das ganz wesentlich dazu beitrug, das antike mathematische Wissen in die Neuzeit hinüberzuretten.

Antiker Glanz und finsteres Mittelalter
Im antiken griechischen Kulturkreis gab es einige Mathematiker, deren Namen die Jahrtausende überdauert haben: Euklid etwa, Archimedes oder Apollonius. Nach dem Ende der Antike ging allerdings viel von diesem Wissen verloren, bis es über den arabischen Raum wieder nach Europa kam und in der Renaissance wiederentdeckt wurde.

Relativ unbekannt ist die Tatsache, dass diese Wiederentdeckung des antiken mathematischen Wissens praktisch durch ein einziges Buch beflügelt wurde: Die „Collectiones“ von Pappus. Prof. Gerhard Wanner von der Universität Genf kann das anhand verschiedener Beispiele zeigen und wird darüber am 24. April einen Vortrag an der TU Wien halten.

Gerhard Wanner: Die Bedeutung Pappus' für die Entwicklung der Mathematik
Mittwoch 24.4.2013, 16.30
Technische Universität Wien, Wiedner Hauptstraße 8-10
Freihaus Hörsaal 3


Über den Vortragenden: Gerhard Wanner

Der Österreicher Gerhard Wanner, Professor an der Universität Genf, ist ehemaliger Präsident der Schweizer Mathematischen Gesellschaft und der Schweizer Akademie der Naturwissenschaften. Seit seiner Emeritierung beschäftigt er sich sehr intensiv mit der Geschichte der Mathematik und herausragenden wissenschaftlichen Persönlichkeiten.

Ausführlich hat er in letzter Zeit über den griechischen Mathematiker und Geometer Pappos (auch Pappus) von Alexandria recherchiert. „Seine Vorträge zeigen sein großes Wissen auf dem Gebiet, sind aber auch sehr launig und humorvoll gestaltet“, sagt Prof. Gabriela Schranz-Kirlinger (Institut für Analysis und Scientific Computing), die den Besuch von Gerhard Wanner an der TU Wien gemeinsam mit ihrer Institutskollegin Prof. Ewa Weinmüller organisiert hat.