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Wiener Weltraumarchitektin Barbara Imhof ist FEMtech-Expertin des Monats

Monatlich wählt eine interdisziplinär besetzte Jury eine herausragende Expertin aus Forschung und Technologie zur FEMtech-Expertin des Monats. Im März ging diese Auszeichnung an die TU-Absolventin Barbara Imhof.

Barbara Imhof © Astrid Bartl

Barbara Imhof © Astrid Bartl

Barbara Imhof © Astrid Bartl

Barbara Imhof © Astrid Bartl

Barbara Imhof ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin von LIQUIFER Systems Group Wien, einer internationalen Forschungsplattform im Bereich der Entwicklung von Designs für Weltraummissionen. Die internationale Forschungsplattform LIQUIFER System Group arbeitet interdisziplinär an der Wissensproduktion, Innovation und den daraus entstehenden Anwendungsmöglichkeiten für die Erforschung des Weltraums.

Imhofs Werdegang und ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin von LIQUIFER System Group seit 2004 hat die FEMtech Jury restlos überzeugt. Die ausgebildete Architektin Imhof hat an mehreren Universitäten im In- und Ausland studiert: Technische Universität Wien, Bartlett School of Architecture (London), Southern California Institute of Architecture (Los Angeles). Ein Schritt in Richtung Weltraum erfolgte durch ihren Master of Space Studies an der International Space University in Straßburg. Mit ihrer Dissertation zum Thema "An Architectural Approach To Designing A Long Duration Human Space Mission to Mars" 2006 an der Technischen Universität Wien setzte sie ihre virtuelle Reise durchs Weltall fort.
Bei ihren aktuellen Forschungsaktivitäten beschäftigt sie sich beispielsweise mit der Entwicklung iner Sonde zur Oberflächenbestimmung von Marsfahrzeugen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt setzt sich mit Produktsynergien für Weltraum und Erde auseinander. Dazu gehört das Design von zukünftigen Arbeitswelten für die Raumstation und für das Büro auf der Erde, zum Beispiel der Entwurf und Prototyp von einem faltbaren Rückzugsbereich zum konzentrierten Arbeiten im Großraumbüro.
Imhof kann bereits zahlreiche Auszeichnungen und Preise für sich verbuchen. Unter anderem hat sie 2011 den Polar Stern Preis für die Kommunikation von Weltraumarchitektur und  Weltraumaktivitäten erhalten. 2010 stellte sie einen Beitrag im österreichischen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig aus.

Für Frauen in der naturwissenschaftlich-technischen und männlich dominierten Berufswelt wünscht sie sich, "dass Frauen mit demselben Selbstbewusstsein wie Männer agieren und sowohl mit deren Spielregeln umgehen als auch ihre eigenen geltend machen können." Zudem will sie, dass "sich Frauen vermehrt solidarisieren und dichte Netzwerke bilden, um gestärkt daraus Veränderungen zu bewirken."

Das ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" sowie zur FEMtech Expertinnendatenbank finden Sie auf www.femtech.at.