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Wien: Stadt der Computergraphik

Einmal unterstützt die Computergraphik Ärzte in der preoperativen Planung durch 3D-Bilder medizinischer Daten (CT, MR). Ein anderes Mal visualisiert sie in der Meteorologie Klimawerte. Eine ambitionierte Forschungsgruppe der Technischen Universität (TU) Wien und der VRVis Forschungs-GmbH unterstreicht die zahlreichen Gesichter der zukunftsträchtigen Richtung der "Visualisierung" in der Computergraphik und ließ zuletzt im Rahmen einer internationalen Konferenz durch ihre Leistungen aufhorchen.

Visualisierung des Herzens

Visualisierung des Herzens

Visualisierung des Herzens

Visualisierung des Herzens

Visualisierung des Schädels

Visualisierung des Schädels

Visualisierung des Schädels

Visualisierung des Schädels

Wien (TU). - ComputergraphikerInnen aus aller Welt sprechen schon von so etwas wie der "Wiener Gruppe" und meinen damit ForscherInnen vom Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung (VRVIS), das im Jahr 2000 als Kplus Kompetenzzentrum gegründet wurde und eng mit dem Institut für Computergraphik und Algorithmen der TU Wien (Professor Werner Purgathofer und Professor Eduard Gröller) zusammenarbeitet.

Bei der größten internationalen Konferenz "IEEE Visualization", die Ende Oktober in Sacramento (USA) stattfindet, wurden von insgesamt 56 Papers gleich acht von den Wiener TU-WissenschafterInnen akzeptiert. Ihre Stellung als europaweit zweitwichtigste Gruppe an ComputergraphikerInnen, neben dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt, behaupteten die Wiener ForscherInnen erfolgreich. "Der Inhalt dieser acht Papers beschäftigt sich im Wesentlichen mit der visuellen Aufbereitung von wissenschaftlichen Daten. Das entscheidende hier ist nicht nur, dass die Bilder für unsere Zielgruppe (IngenieurInnen, MedizinerInnen) nett aussehen, sondern auch präzise sein müssen.
Die Kombination aus viel Wissen in einem Bild zu vermitteln und trotzdem korrekt zu sein, ist für uns die Forschungsherausforderung. Als Beispiel kann man sich riesige Excel-Tabellen vorstellen, die dreidimensional aufbereitet werden müssen oder das Visualisieren von Computertomographien für eine bessere Diagnose sowie chirurgische Planung", so Stefan Bruckner, Assistent am Institut.

Aussagekräftige Bilder sind erfahrungsgemäß besser als lange Zahlenlisten oder Texte. Auch das ist ein Grund warum die Visualisierung, die zumeist mit Computerspielen in Verbindung gebracht wurde, als zukunftsträchtiges Forschungsgebiet bezeichnet wird. Georg Rothwangl vom VRVis: "Die Datenmengen nehmen zu und man muss in immer kürzerer Zeit immer schneller Entscheidungen treffen. Die Bilder dienen den Personen auch zur Interaktion. Der Arzt möchte bei einem Herzscan eventuell hineinzoomen, bestimmte Adern sehen, diese einfärben und vieles mehr." Zwei der im Rahmen der "IEEE Visualization" präsentierten Publikationen erfolgten in Zusammenarbeit mit den Firmen Phillips und Agfa und konnten bereits zum Patent angemeldet werden.

Links:
http://www.cg.tuwien.ac.at/ 
http://www.vrvis.at/

Fotodownload: https://www.tuwien.ac.at/index.php?id=5172

Rückfragehinweis:
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Eduard Gröller   
TU Wien, Institut für Computergraphik und Algorithmen
Favoritenstraße 9-11/186, 1040 Wien  
T +43/1/58801 - 18682
E eduard.groeller@tuwien.ac.at

Mag. Georg Rothwangl
VRVIS Zentrum für Virutal Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH Donau-City-Straße 1, 1220 Wien T +43/1/20501 - 30105
E rothwangl@vrvis.at

Aussender:
Mag. Daniela Ausserhuber
TU Wien - PR und Kommunikation
Karlsplatz 13/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E daniela.ausserhuber@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/pr