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Vulkanasche am Sonnblick analysiert

Die Ankunft der Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull am Sonnblick zeigt sich im sprunghaften Anstieg der am Sonnblick Observatorium gemessenen Partikelzahlen und in der chemischen Zusammensetzung dieser Teilchen. Das zeigen Analysen am Institut für Chemische Technologien und Analytik unter Leitung von Anne Kasper-Giebl.

Die Trübung durch die Aschewolke ist auch an dieser Webcam-Aufnahme des Sonnblick Observatoriums zu erkennen. (Copyright: http://www.sonnblick.net)

Die Trübung durch die Aschewolke ist auch an dieser Webcam-Aufnahme des Sonnblick Observatoriums zu erkennen. (Copyright: http://www.sonnblick.net)

Die Trübung durch die Aschewolke ist auch an dieser Webcam-Aufnahme des Sonnblick Observatoriums zu erkennen. (Copyright: http://www.sonnblick.net)

Die Trübung durch die Aschewolke ist auch an dieser Webcam-Aufnahme des Sonnblick Observatoriums zu erkennen. (Copyright: http://www.sonnblick.net)

Im langjährigen Mittel bilden Elektrolyte wie Sulfat, Nitrat oder Ammonium, die in der Atmosphäre aus den Vorläufersubstanzen Schwefeldioxid und Stickstoffoxiden gebildet werden, und Kohlenstoffverbindungen den Hauptanteil der Aerosolprobe. Am letzen Wochenende (analysiert wurden Filter vom vergangenen Freitagabend bis Sonntagfrüh) findet man nun nicht nur etwa 2 Mikrogramm Sulfat pro Kubikmeter Luft, was für den Sonnblick bereits einen hohen Konzentrationswert darstellt, sondern auch Konzentrationswerte für Silizium, Eisen und Aluminium in der Größenordnung von 4 (Silicium) und 1 (jeweils Eisen und Aluminium) Mikrogramm/Kubikmeter. Die mikroskopische Analyse ergänzt diese Charakterisierung und zeigt Aschepartikel in der Größe von wenigen Mikrometern, wie es nach dem mehrstündigen Transport von Island nach Österreich zu erwarten ist.

Aufgrund seiner Lage in 3106 Metern Seehöhe stellt das Sonnblick-Observatorium eine ideale Hintergrundmessstelle zur Beobachtung vom Ferntransport von Luftmassen, wie zum Beispiel der Aschevolke aus Island, dar. Auch der Ferntransport von Saharasand wird am Sonnblick regelmäßig beobachtet. Zuletzt bei einem intensiven Ereignis im Mai 2008, als am Sonnblick noch höhere Konzentrationswerte gemessen wurden als am vergangenen Wochenende.

Die Messungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Observatoriums, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, durchgeführt.

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Glossar:

  • Aerosol: Gemisch aus festen und/oder flüssigen Schwebeteilchen und einem Gas.
  • Elektrolyt: ein (üblicherweise flüssiger) Stoff, der beim Anlegen einer Spannung unter dem Einfluss des dabei entstehenden elektrischen Feldes elektrischen Strom leitet.
  • Sulfate: Salze oder Ester der Schwefelsäure.
  • Mikrogramm = 1 Millionstel Gramm