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Vier neue Stiftungsprofessuren für TU Wien, TU Graz und Uni Linz

Infrastrukturministerium stellt 6 Mio. Euro zur Verfügung - Thematisch in den Bereichen Industrie 4.0, Nachhaltige Transportlogistik, Big Data und Luftfahrt.

Stiftungsprofessur Industrie 4.0, Fotos: IMW | TU Wien

Stiftungsprofessur Industrie 4.0

Das Infrastrukturministerium fördert vier neue Stiftungsprofessuren mit 6 Mio. Euro. Einer Jury-Empfehlung folgend hat Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) entschieden, die Professuren an den Technischen Universitäten (TU) Wien und Graz sowie der Uni Linz einzurichten. Inhaltlich werden sie sich den Themen Industrie 4.0, Transportlogistik, Big Data und Luftfahrt widmen.

Für die im Frühjahr ausgeschriebenen Stiftungsprofessuren haben sich sieben Unis mit zwölf Anträgen beworben. Ziel der neuen Lehrstühle sei, "den Universitäten den nötigen Spielraum zu geben, sich zu profilieren, neue Forschungsgebiete zu erschließen und auf aktuelle Trends zu reagieren", erklärte Stöger in einer Aussendung.

Die vom Bund zur Verfügung gestellten 6 Mio. Euro decken die Hälfte der Kosten ab. Unternehmenspartner und die jeweilige Universität kommen für den Rest auf. Die Laufzeit der Förderung beträgt fünf Jahre, die Stellen sollen aber unbefristet ausgeschrieben werden. Es gehe darum, die Professuren langfristig zu etablieren und die Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung nachhaltig zu verstärken, betont man seitens der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die die Ausschreibung abgewickelt hat.

Mit der Stiftungsprofessur "Industrie 4.0" will die TU Wien an den Schnittstellen von Technologie, Mensch und Organisation forschen. Mitfinanzierende Unternehmen sind BRP-Powertrain, FACC, Infineon und Siemens. 
"Die Zuerkennung einer weiteren Professur, nach der ebenfalls im Bereich Produktionstechnik angesiedelten Marshallplan-Stiftungsprofessor, verleiht der TU Wien in Verbindung mit der vom BMVIT geförderten TUW-Pilotfabrik enormen Schub", zeigt sich deren Forschungs- und Innovationsvizerektor Johannes Fröhlich sehr erfreut.
"Der Fokus liegt auf der Forschung und Entwicklung der Interoperabilität von 'Technologie', 'Mensch' und 'Organisation'. Die damit in diesem multidisziplinären Kontext umsetzbaren Forschungs- und Lehraktivitäten sind in Österreich und im CEE-Raum einzigartig. Auch unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und dem damit verbunden Risiko eines Rückgangs des Wirtschaftswachstums vor dem Hintergrund der Herausforderungen einer durch Industrie 4.0 veränderten Arbeitswelt, ist eine humanzentrierte, alters- und alternsgerechte Arbeitssystemgestaltung mittels modernster Informations- und Kommunikationstechnologiensowohl für den österreichischen Forschungs- als auch Wirtschaftsstandort unabdingbar. Die Stiftungsprofessur wird durch intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu innovativen Lösungen nicht nur für Großunternehmen, sondern insbesondere auch für KMU einen wesentlichen Beitrag zur 'Produktion der Zukunft' leisten. Die Ko-Finanzierung durch unsere Industriepartner ermöglicht eine adäquate Sicherstellung des Betreuungsaufwandes für Forschung und Lehre", so Fröhlich. 
Und weiter:"Wir werden die Professur durch die Mitgliedschaft in weltumspannenden Organisationen und Netzwerken international sichtbar machen und einbetten."

Gleich zwei Stiftungsprofessuren gehen an die TU Graz: Jene für "Data Science" legt den Schwerpunkt auf Big Data Management. AVL LIST, Infineon, Magna Steyr sowie Magna Automotive und die voestalpine beteiligen sich daran. Die Stiftungsprofessur "Luftfahrt" wird sich mit innovativen Werkstoffen und Fertigungstechniken beschäftigen. Unternehmenspartner sind Böhler Edelstahl, Böhler Schmiedetechnik, Diamond Aircraft und Fuchshofer, TCM International und voestalpine.

Die Uni Linz setzt bei der Stiftungsprofessur "Nachhaltige Transportlogistik 4.0" auf die Reorganisation der Transportlogistik und Gütermobilität in Ballungszentren. Mit dabei sind das Logistikum der Fachhochschule Oberösterreich, DB Schenker, die Österreichische Post, Hödlmayr International und die Pfeiffer HandelsgmbH.