News

VCÖ-Mobilitätspreis: Jetzt für TU-Projekte abstimmen

Zwei TU-Projekte sind in der engeren Auswahl des VCÖ-Mobilitätspreises. Das Online-Voting läuft noch bis 24. Juli 2016 – jede Stimme zählt!

Zuggarnitur

Beim 25. VCÖ-Mobilitätspreis unter dem Motto "Mobil in Stadt und Land" können Sie mitbestimmen, welches Projekt in den einzelnen Kategorien gewinnt. Je Kategorie stehen jene fünf Projekte zur Wahl, die von der Fachjury am besten bewertet wurden. Das Ergebnis des Online-Votings ergibt gemeinsam mit der Bewertung der Fachjury das Gesamtergebnis der jeweiligen Kategorie. Das Ergebnis wird im September bekannt gegeben.

Ihre Stimme zählt
In der Kategorie "Forschung und technische Entwicklungen" waren innovative Forschungsprojekte und Diplomarbeiten zum Thema "Mobil in Stadt und Land" gesucht sowie Projekte und Konzepte, die technische Lösungen im Sinne einer klimafreundlichen und platzsparenden Mobilität anbieten.

Zwei TU-Projekte haben es in die engere Auswahl geschafft:

  • Der Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik des Instituts für Verkehrswissenschaften ist mit dem Projekt "Pendeln in der Ostregion – Potenziale für die Bahn" vertreten.
  • Das Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik ist mit dem Projekt "GreenCityHubs - nachhaltige, innerstädtische Last Mile-Zustelllogistik" dabei.

Hier kommen Sie zur Abstimmung

Pendeln in der Ostregion – Potenziale für die Bahn
Täglich kommen etwa 60.000 Pendler_innen mit der Bahn und rund 120.000 mit dem Pkw nach Wien zur Arbeit. Rund 60.000 Wiener_innen pendeln zum Arbeiten aus der Stadt ins Umland. In der wachsenden Ostregion stellt sich die Frage, welches Bahn-Angebot notwendig ist, damit immer mehr Menschen umsteigen können. Die Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Burgenland haben in der vorliegenden Studie die TU Wien damit beauftragt, ausgehend von der geographischen Lage der Wohn- und Arbeitsorte zu untersuchen, wie hoch die Pendler_innen-Potenziale für die Bahn sind.

Analysiert wurden die Wohn- und Arbeitsorte von rund 200.000 Wien-Pendler_innen. Es zeigt sich, dass rund 90 Prozent im Umkreis von neun Kilometern zum nächsten Bahnhof wohnen. Täglich könnten über 120.000 Pendler_innen die Bahn am Arbeitsweg nutzen und fast zwei Drittel davon müssen nur drei Kilometer zum nächsten Bahnhof überbrücken. Für rund 80.000 Pendler_innen sind damit gute Infrastrukturen für das zu Fuß gehen und Radfahren entscheidend. Alleine bei den Fahrrad-Abstellanlagen ergibt sich ein Ausbaubedarf um 17.300 Stellplätze, das ist das Doppelte des derzeit verfügbaren Angebots. Untersucht wurden entlang der 14 Eisenbahnachsen, die Wien mit dem Umland verbinden, nicht nur die Bahnpendel-Potenziale auf Haltestellenebene, sondern auch die Routen der Ein- und Aus-Pendlerinnen.

Eine Studie auf Basis einer Analyse der TU Wien, Institut für Verkehrswissenschaften, im Auftrag der Arbeiterkammern Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Details

GreenCityHubs - nachhaltige, innerstädtische Last Mile-Zustelllogistik
Die Zielsetzung im Weißbuch der EU-Kommission für eine CO2-freie Stadtlogistik auf europäischer Ebene bis 2030 stellt eine große Herausforderung für die innerstädtische Zustelllogistik dar, insbesondere da ein Umsetzungspfad weitgehend offen gelassen wurde. Es fehlen entsprechende Modelle, die eine Wirtschaftlichkeit aufzeigen sowie emissionsbezogene Effekte nachweisen können. GreenCityHubs leistet hier wesentliche Beiträge.

Das Forschungsprojekt GreenCityHubs entwickelt ein Konzept einer nachhaltigen innerstädtischen Zustelllogistik auf Basis innerstädtischer Verteilzentren und Fahrzeugen mit alternativen Antriebssystemen. Die direkte Beteiligung von Praxispartner_innen/Spediteur_innen garantiert dabei die Praxisrelevanz. Die entwickelten Werkzeuge ermöglichen es, ein neu gestaltetes Logistiksystem vor allem in den Dimensionen Wirtschaftlichkeit und Energieverbrauch beziehungsweise Umweltemissionen, aber auch in puncto Lieferservice ganzheitlich zu bewerten.

Das Projekt GreenCityHubs verändert die Verkehrssituation in innerstädtischen Regionen, bezogen auf den Güterverkehr, dahingehend, dass durch die Einrichtung innerstädtischer Umschlagspunkte (City Hubs) die Länge der Zustellfahrten reduziert wird. Gleichsam verringert sich durch den Einsatz alternativer Antriebssysteme der Emissionsausstoß wie auch der Energie- bzw. Ressourcenverbrauch im urbanen Raum. Der explizit interdisziplinäre Forschungsansatz führt in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht zu einem ausgeglichenen Ergebnis. Dazu wird die Problemstellung aus drei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: Der technischen betreffend alternativer Fahrzeug- bzw. Antriebstechnik, der stadtplanerischen, hinsichtlich Fahrverbote, Infrastruktur, Flächenverbrauch etc. sowie der logistischen, um die praktische Realisierbarkeit der termingerechten Transportabwicklung im alternativen Verteilsystem sicherzustellen.

Details

Bild: © ÖBB/Eisenberger