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Umweltstipendium und Sonderpreis

Am 4. Juli 2007 erhielt Gerd Rebernig in Anwesenheit des Wissenschaftsministers für seine Dissertation das "Hans Roth Saubermacher Umweltstipendium". Renata Bogucka wurde mit einem Sonderpreis für ihren Vergleich der Kunststoffabfallbewirtschaftung in Österreich und Polen ausgezeichnet.

Prof. Brunner (Mitte), Gerd Rebernig (rechts), Renata Bogucka (links) und Bundesminister Hahn

Prof. Brunner (Mitte), Gerd Rebernig (rechts), Renata Bogucka (links) und Bundesminister Hahn

Prof. Brunner (Mitte), Gerd Rebernig (rechts), Renata Bogucka (links) und Bundesminister Hahn

Prof. Brunner (Mitte), Gerd Rebernig (rechts), Renata Bogucka (links) und Bundesminister Hahn

Dipl. Ing. Gerd Rebernig eröffnete vor drei Jahren als Doktorand an der Technischen Universität Wien am Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft und ein völlig neues Forschungsgebiet. Das Thema "Emissionen von urbanen Oberflächen", d.h. die systematische Untersuchung aller relevanten Stoffflüsse, die aus Oberflächen von Bauwerken und Infrastrukturen einer Stadt entstehen, scheint vordergründig nichts mit Abfallwirtschaft zu tun zu haben.

Rebernig zeigte jedoch in seiner Arbeit, dass je nach Beschaffenheit urbaner Oberflächen diese mehr oder weniger zur Verunreinigung von Klärschlamm beitragen, und dass langfristig durch die konsequente Wahl von umweltverträglichen Oberflächenmaterialien Klärschlämme von Schwermetallen entlastet werden könnten. Die Arbeit geht jedoch über die Klärschlammfrage hinaus und befasst sich generell mit Quellen, Transportwegen und Senken von Schadstoffen in Städten. Sie zeigt, dass die heutigen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt vor Schwermetallen durch einen stoffflussbasierten und systemorientierten Ansatz wesentlich verbessert werden könnten.
Durch internationale Forschungskooperation, insbesondere mit schwedischen Experten, sowie durch wirkungsvolle Präsentation der Resultate gelang es Gerd Rebernig, den zuvor unbeachteten Gegenstand "Emissionen von urbanen Oberflächen" zum Thema einer vom Umweltministerium und der TU Wien im Rahmen der Europäischen Präsidentschaft Österreichs organisierten internationalen Konferenz zu machen.

Mag. Renata Bogucka arbeitet als Doktorandin sowohl an der Wirtschaftsuniversität Poznan, Fakultät für Warenwissenschaft – Qualitätsmanagement, Institut für Produktökologie wie auch im Rahmen eines Ernst Mach Stipendiums an der Technischen Universität Wien, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft. Während ihres eineinhalbjährigen Aufenthaltes an der TU Wien erstellt sie verschiedene Studien zum Thema "Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen".

Insbesondere analysiert sie anhand von Stoffflussanalysen die Wirkung von abfallwirtschaftlichen Maßnahmen auf den Kunststoffhaushalt Österreichs, vergleicht die Situation in Österreich mit Polen, und erarbeitet Vorschläge für eine zielorientierte, d.h. ressourcenschonende, umweltverträgliche und effiziente Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen in Polen. Als wesentlichstes Resultat konnte sie zeigen, dass bezüglich der Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen legistische Maßnahmen im Bereich der Deponierung  zielführender und wirkungsvoller sind als die Regulierung und getrennte Sammlung von Kunststoffverpackungen. Eine Erkenntnis, die es zukünftig in Polen umzusetzen gilt. Renata Bogucka veröffentlichte ihre Arbeiten bei verschiedenen Konferenzen im In- und Ausland und hat bereits mehrere Artikel in den wesentlichen Fachzeitschriften eingereicht.