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Über den Tellerrand blicken: Festseminar zu Hermann Knoflachers 75. Geburtstag

Der 75. Geburtstag von Em.O.Univ.Prof. DI Dr. techn. Hermann Knoflacher bot Anlass für ein Festseminar im Kuppelsaal der TU Wien.

Josef Michael Schopf, Paul Pfaffenbichler, Angelika Spies-Haller, Harald Frey, Hermann Knoflacher, Ulrich Leth

Josef Michael Schopf, Paul Pfaffenbichler, Angelika Spies-Haller, Harald Frey, Hermann Knoflacher, Ulrich Leth

Josef Michael Schopf, Paul Pfaffenbichler, Angelika Spies-Haller, Harald Frey, Hermann Knoflacher, Ulrich Leth

Josef Michael Schopf, Paul Pfaffenbichler, Angelika Spies-Haller, Harald Frey, Hermann Knoflacher, Ulrich Leth

Der 75. Geburtstag von Em. O. Univ. Prof. DI Dr. techn. Hermann Knoflacher bot Anlass für ein Festseminar im Kuppelsaal der TU Wien.

Unter dem Titel "Der Lehrer Knoflacher – auch die nächste Generation blickt über den Tellerrand" fanden sich 150 Wegbegleiter_innen, Schüler_innen, Mitarbeiter_innen, Ehrengäste, Freund_innen und Familie des Emeritus ein, um die Jahre seiner Lehr- und Forschungstätigkeit Revue passieren zu lassen.

Der Mensch im Mittelpunkt der Planung
Prof. Ronald Blab, Vorstand des Instituts für Verkehrswissenschaften und designierter Dekan der Fakultät für Bauingenieurwesen, strich in seinen Grußworten die Tatsache heraus, dass Prof. Knoflacher immer den Menschen in den Mittelpunkt seiner Planungen stellt – so kontrovers seine Thesen auch sein mögen. Die zwei wissenschaftlichen Vortragsblöcke im Rahmen des Festseminars bildeten den Rahmen, die Anwendung der Thesen und Erkenntnisse Prof. Knoflachers in der Praxis zu thematisieren. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter_innen des von Professor Knoflacher bis 2007 geleiteten Instituts, Prüflinge, Doktorand_innnen und Wegbegleiter kamen dabei zu Wort.

Prof. Koflacher selbst zog in seinem Vortrag ein Resümee über die bewegten Jahre seiner Lern- und Lehrtätigkeit. Er erinnerte an den metaphorischen Zusammenbruch seines "wissenschaftlichen Gebäudes" (jenes der klassischen Verkehrsplanung) und an seine Arbeiten zu dessen "Neubau". Dabei betonte er die Wichtigkeit der Interdisziplinarität zur Beantwortung von Fragen im Verkehrswesen. Viele Anleihen bezog er beispielsweise aus der Biologie, speziell dem Verhalten der Wollhandkrabben und der Bienen. Die Einflüsse seiner Kollegen Konrad Lorenz, Rupert Riedl und Dennis Meadows, mit denen er zeitlebens, u.a. im Rahmen des Club of Vienna, eng zusammenarbeitete, ließ er nicht unerwähnt. Die Zielsetzung des Club of Vienna, welcher im Jahr 1996 von Rupert Riedl und Hermann Knoflacher mitbegründet wurde und das Festseminar mitveranstaltete, liegt in der Erarbeitung interdisziplinärer und evolutionstheoretischer Denkansätze zur effizienten Erforschung des notwendigen Paradigmenwechsels in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Die Sammlung der Präsentationsbeiträge ist als Festschrift im Rahmen der IVV-Institutsreihe erschienen. Informationen zur Festschrift und zu den Präsentationen des Festseminars sind auf der IVV-Homepage zu finden: http://www.ivv.tuwien.ac.at 

Technik für Menschen: Refugees Welcome@TU Wien
Dem TU-Leitbild "Technik für Menschen" folgend sollte das Festseminar auch einen karitativen Nutzen haben. Zwei aktuelle Bücher von Prof. Knoflacher ("Virus Auto" und "Zurück zur Mobilität") konnten gegen eine freiwillige Spende vor Ort erworben werden. Der Gesamterlös kam Hilfspaketen für Flüchtlinge zu Gute.