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TU Wien bewertet "Smartness" von 70 europäischen „Mittelstädten“ mit neuem Ranking-Instrument

Unter der Leitung von Professor Dr. Rudolf Giffinger vom Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung, Fachbereich Stadt- und Regionalforschung, der TU Wien wurden in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Natasha Pichler-Milanovic, Universität Ljubljana, und Herrn Dr. Evert Meijers, TU Delft, europäische „Mittelstädte“ in sechs Eigenschaften (Economy, People, Governance, Mobility, Environment, Living) unter die Lupe genommen. Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz reihten sich unter 70 untersuchten Städten zwischen den Plätzen neun und dreizehn ein.

Smarte Städte

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Kriterien

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Rudolf Giffinger

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Im Rahmen der Immobilienmesse "Expo Real" in München präsentierten Giffinger und sein Team am vergangenen Mittwoch die lebenswertesten Mittelstädte des europäischen Kontinents und erregten mit dem Ranking große Aufmerksamkeit zu einer Gruppe von Städten, die bislang kaum thematisiert worden waren. Giffinger: "Diese Städte haben enormes Potential, stehen jedoch oft im Schatten der großen Metropolen und haben Schwierigkeiten sich zu positionieren. Dabei verfügen sie über einen bedeutenden Vorteil: Aufgrund ihrer Größe sind sie flexibel und können mit "Smartness" punkten."

"Smart" meint in diesem Zusammenhang: Die Qualität der Stadt als Lebensraum und Wirtschaftsstandort anhand der sechs Eigenschaften Wirtschaft, Menschen, Regierungsführung, Mobilität, Umwelt und Leben. Für Projektleiter Giffinger gilt eine Mittelstadt dann als "smart city", "wenn sie anhand der Kombination aus lokalen Gegebenheiten und den gesetzten Aktivitäten von Politik, Wirtschaft und Bewohnern eine zukunftsfähige Entwicklung in den sechs Kategorien aufweist."

Am Beispiel der österreichischen Städte konnte Linz vor allem im Bereich Wirtschaft punkten, Salzburg, Graz und Innsbruck in der Kategorie "Smart Living" (Kultur, Gesundheit, Sicherheit, Wohnqualität, touristische Attraktivität und sozialer Zusammenhalt). Den ersten Platz belegte die Stadt Luxemburg gefolgt von sechs skandinavischen Städten. Das Ergebnis der Studie wurde in Form eines interaktiven Tools präsentiert, das die Potenziale der "smart cities" aufzeigt und miteinander vergleichbar macht. Somit können Politiker, Verwaltungen und Bewohner nachvollziehen, an welchen Rädern sie drehen müssen, um die "Smartness" ihrer Stadt zu erhöhen und sie besser zu positionieren. In drei Jahren will man in eine zweite Evaluierungsrunde gehen. Dann hofft das WissenschafterInnenteam auf umfangreicheres Datenmaterial, um weitere Städte in das Ranking aufnehmen zu können.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter: www.smart-cities.eu